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Donald Trump (r), Präsident der USA, äußert sich neben Liu He, Vizepremier von China, vor der Unterzeichnung des Handelsabkommens. Fast zwei Jahre nach Beginn des Handelskriegs zwischen den USA und China wollen die beiden Länder ein erstes Handelsabkommen besiegeln.

Strafzölle bleiben 

China und USA besiegeln Handelsabkommen - “Gut für die ganze Welt“

Fast zwei Jahre nach Beginn des Handelskriegs haben die USA und China ein erstes Handelsabkommen besiegelt. US-Präsident Donald Trump glaubt an „enorme Vorteile“. Die verhängten Strafzölle bleiben aber.

Washington - Fast zwei Jahre nach Beginn des Handelskriegs haben die USA und China ein erstes Handelsabkommen besiegelt. US-Präsident Donald Trump und Chinas Vizepremier Liu He unterschrieben das inhaltlich auf bestimmte Themen begrenzte Teilabkommen am Mittwoch im Weißen Haus. Die US-Regierung betrachtet den Vertrag als die erste Phasen eines umfassenden Handelsabkommens.

Trump bezeichnete den Abschluss des Vertrags als „historisch“. Mit dem Abkommen werde die Handelsbeziehung der beiden größten Volkswirtschaften fairer und intensiver, sagte Trump. „Es ist ein transformatives Abkommen, dass beiden Ländern enorme Vorteile bringen wird“, sagte Trump. An der festlichen Zeremonie im Weißen Haus nahmen auch zahlreiche Führungskräfte großer US-Unternehmen - darunter etwa Boeing, UPS, Blackstone, General Electric und Ford - sowie Senatoren und Abgeordnete teil. US-Vizepräsident Mike Pence sprach vom „Beginn eines neuen Kapitels unserer Handelsbeziehungen“.

Handelsabkommen zwischen USA und China soll „enorme Vorteile“ bringen 

Chinas Präsident Xi Jinping, der nicht persönlich anwesend war, ließ in einem Grußwort erklären: „Der Abschluss ist gut für China, für die Vereinigten Staaten und die ganze Welt.“ China sei bereit, seine Zusammenarbeit mit den USA auf der Basis gegenseitigen Respekts weiter zu vertiefen, erklärte er einer Übersetzung zufolge weiter.

Der erbitterte Handelskrieg der beiden Staaten hatte zuletzt die weltweite Konjunktur belastet und das Wirtschaftswachstum in den beiden Ländern gebremst. Mit dem Teilabkommen wollen beide Seiten nun unter anderem zusagen, keine neuen Strafzölle mehr zu verhängen. Die seit 2018 verhängten Strafzölle bleiben aber im Wesentlichen zunächst bestehen. Experten sehen in dem Abkommen deshalb eher einen Waffenstillstand als einen umfassenden Friedensvertrag.

Handelsabkommen: China verpflichtet sich zu mehr USA-Importen 

Der Text des Abkommens der zwei größten Volkswirtschaften wurde nicht unmittelbar veröffentlicht. China verpflichtet sich darin, seine Importe aus den USA deutlich zu erhöhen. Zudem soll der Vertrag Probleme beim Schutz von geistigem Eigentum und den von China erzwungenen Technologietransfers lösen. Auch sollen US-Finanzdienstleister besseren Zugang zum Chinas Markt bekommen.

Im Gegenzug verzichteten die USA bereits im Dezember auf die Verhängung angedrohter neuer Strafzölle auf Konsumgüter im Wert von 150 Milliarden US-Dollar. Zudem zog Washington den Vorwurf zurück, dass China seine Währung manipuliere, um sich im internationalen Wettbewerb Vorteile zu verschaffen. Weitere strittige Themen sollen erst in einer zweiten Phase des Handelsabkommens geklärt werden.   (dpa)

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