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Taiwan-Konflikt: China baut Modelle von US-Kriegsschiffen für Zielübungen

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Von: Lukas Zigo

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Die Primär-Waffe eines chinesischen Lenkwaffenzerstörers Nanchang greift ein Ziel an.
Die Primär-Waffe eines chinesischen Lenkwaffenzerstörers Nanchang greift ein Ziel an. © Imago Images/VCG

Die Lage im Süd-Chinesischen Meer ist aufgrund der Taiwan-Frage angespannt. Das Militär in China soll an Attrappen von US-Kriegsschiffen Zielübungen vornehmen.

Peking – Handelskriege, atomares Aufrüsten und das Brechen internationaler Abkommen: China ist dieser Tage mit immer neuen, mehr oder minder aggressiven Manövern in den Nachrichten. Da diese oft Japan, Südkorea, Indien oder Australien betreffen, bekommt man sie im Westen meist nur dann mit, sofern dieser davon auch betroffen ist. So wie in diesem Fall.

Das chinesische Militär hat amerikanischen Angaben zufolge Attrappen eines Flugzeugträgers sowie zwei anderer Kriegsschiffe der USA für mögliche Zielübungen in der Wüste gebaut. Wie aus einem am Montag (08.11.2021) erschienen Bericht des US Naval Institutes in Annapolis (US-Bundesstaat Maryland) hervorgeht, zeigen Satellitenaufnahmen die Nachbildungen in der Rouqiang-Gegend der Taklamakan-Wüste in der nordwestchinesischen Region Xinjiang.

Chinas Außenministerium: „Ich weiß nichts von dieser Sache“

Das Modell des Flugzeugträgers sei praktisch flach in Originalgröße und dürfte auf dem Radar ähnlich wie ein Zielbild erscheinen, heißt es in dem Bericht. Dies sei nicht das erste Mal, dass Chinas Militär solche Modelle als Zielübungen in der Wüste aufbaut. Dieses Mal seien die Nachbildungen aber genauer und weiter entwickelt, als dies zuvor der Fall war. Angesprochen auf den Bericht des US Naval Institutes sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, am Montag vor der Presse in Peking: „Ich weiß nichts von dieser Sache.“

China im Konflikt mit Taiwan: Drohgebärden werden ernst genommen

Der Bericht fällt in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen den USA und China. Hintergrund ist die Bedrohung Taiwans und Chinas umstrittene Territorialansprüche im Südchinesischen Meer, mit welchem es hofft, den weltweiten Waren-Transfer in Zukunft kontrollieren zu können. Auch Chinas Wandel hin zu einer „Wolf-Warrior-Diplomatie“ sorgt im Rest der Welt dafür, dass die chinesischen Drohgebärden mehr und mehr erst genommen werden. (Lukas Zigo/dpa)

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