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Ein M60-A3-Panzer wird im Rahmen der 37. Han-Kuang-Feuerübung für eine Küstenverteidigungsoperation eingesetzt. Das Training, das auch die Risikobewertung und die Überwachung von Feinden einschließt, wurde angesichts der zunehmenden Bedrohung durch China durchgeführt.
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Ein Panzer wird im Rahmen der 37. Han-Kuang-Feuerübung für eine Küstenverteidigungsoperation eingesetzt. Das Training, das auch die Risikobewertung und die Überwachung von Feinden einschließt, wurde angesichts der zunehmenden Bedrohung durch China durchgeführt.

Kriegsgefahr

China: „Komplette Invasion“ von Taiwan bis 2025 – Situation ernst wie noch nie

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Taiwan bereitet sich auf eine Invasion Chinas vor – im Jahr 2025. Dann werde Peking nämlich in der Lage sein, den Inselstaat zu erobern. 

Taipeh - Von 2025 an sieht Taiwan eine erhöhte Kriegsgefahr. Dann könnte China laut Aussagen des taiwanesischen Verteidigungsministers Chiu Kuo-cheng nämlich seine militärischen Fähigkeiten so weit ausgebaut haben, dass eine „komplette Invasion“ des Inselstaats möglich wäre. Zwar wäre China laut Kuo-cheng schon jetzt in der Lage, würde aktuell jedoch nicht ohne weiteres einen Krieg anfangen, weil es viele andere Dinge in seine Überlegungen mit einbeziehen müsse.

Zu diesen Überlegungen dürfte wohl auch Olympia 2022 in Peking gehören. Dort werden Anfang des kommenden Jahres nämlich die nächsten Winterspiele ausgetragen; China bemüht sich um ein gutes Image in der Welt. Denn im Winter werden dann alle ganz genau auf die Großmacht in Asien blicken. Ein Skandal oder gar ein Krieg würde den Blick auf Peking deutlich verändern.

Schutz vor einer Invasion Chinas: Taiwan will Rüstungsausgaben erhöhen

Mit seinen Ausführungen über eine chinesische Invasion ab dem Jahr 2025 warb der taiwanesische Verteidigungsminister laut CNN am Mittwoch (06.10.2021) für zusätzliche Rüstungsausgaben in Höhe von umgerechnet rund 7,4 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren. Das Geld soll unter anderen in die Produktion eigener Antischiffsraketen investiert werden, wenn es nach der Regierung geht.

Taiwan ist alarmiert, weil in den vergangenen Tagen in mehreren Wellen fast 150 chinesische Kriegsflugzeuge in der taiwanesischen Luftraumüberwachungszone (ADIZ) gesichtet wurden. Bei einer parlamentarischen Sitzung bezeichnete Chiu Kuo-cheng dies laut CNN als die „ernsteste Situation“, die er in 40 Jahren beim Militär gesehen habe.

Taiwan glaubt an Invasion Chinas ab 2025

Taiwan und das Festland Chinas werden seit mehr als sieben Jahrzehnten separat regiert – seit dem Ende des Bürgerkriegs. Chiu Kuo-cheng stellte vor Journalist:innen am Mittwoch laut CNN klar, dass Taiwan keine weiteren Schritte zur Provokation nach dem Überflug der chinesischen Kriegsflugzeuge unternommen habe. „Wir bereiten uns militärisch vor“, sagte er. „Ich denke, unser Militär ist so. Wenn wir kämpfen müssen, werden wir in der ersten Linie stehen“, erklärte er weiter.

Ob es tatsächlich zu einem Krieg um Tawain kommen wird, ist allerdings noch fraglich. Es wäre nämlich keineswegs gesichert, dass die Invasion des Inselstaats überhaupt klappt. Denn da die Chinesen die Taiwanesen als eigene Staatsbürger:innen ansehen, käme es wohl nicht zu einer flächendeckenden Bombardierung aus der Luft. Der Preis für die Invasion des Inselstaates könnte also zu hoch sein. (msb)

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