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Rechtsextreme Gewalt, wie aktuell in Chemnitz, nimmt zu. 

Chemnitz

Rollstuhlfahrer aus Libyen von Rechtsradikalen attackiert

Ein Rollstuhlfahrer aus Libyen wird von Rechtsradikalen angegriffen. Das Opfer muss im Krankenhaus behandelt werden. 

Im sächsischen Chemnitz ist ein Libyer von einem mutmaßlichem Rechtsradikalen aus seinem Rollstuhl gestoßen und geschlagen worden. Der 22-jährige Tatverdächtige ist wegen rechtsmotivierter Straftaten und Körperverletzungsdelikten einschlägig polizeibekannt, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Der genaue Tatablauf werde noch untersucht. 

Ausländerfeindlich beleidigt und attackiert

Der 31-jährige Libyer soll demnach bei dem Angriff in der Nacht zum Sonntag von dem 22-Jährigen aus einer drei- bis vierköpfigen Gruppe heraus ausländerfeindlich beleidigt und dann attackiert worden sein. Das Opfer sei aus seinem Rollstuhl gestoßen, geschlagen und danach wieder in den Rollstuhl gesetzt worden. Eine Zeugin rief die Polizei. 

Das Opfer wurde leicht verletzt und ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Gegen den mutmaßlichen Täter ermittelt das für politisch motivierte Straftaten zuständige Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizei wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Über den Fall hatte die Polizei bereits am Sonntag berichtet, allerdings ohne anzugeben, dass es sich bei dem Opfer um einen Rollstuhlfahrer aus Libyen handelte. 

Ausländerfeindliches Motiv

Die "Bild"-Zeitung berichtete nun zunächst über die Details. Der Polizeisprecher gab an, für die Ermittler habe sich erst am Montag "ein klareres Bild der Tat ergeben". Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Geschädigten und der möglichen psychischen Belastungen für das Opfer sei zu prüfen gewesen, ob der Übergriff aufgrund des Handicaps oder eher wegen der ausländischen Herkunft des Manns geschehen sei. 

Die Ermittler gehen demnach inzwischen klar von einem ausländerfeindlichen Motiv aus. (afp) 

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