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Ukraine-Krieg: Russen sollen Zivilisten beim Brotkaufen erschossen haben - Kiew bekommt US-Hilfe

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Von: Patrick Mayer, Andreas Schmid

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Kiew berichtet im Ukraine-Krieg von großen russischen Verlusten. Berichten zufolge wurde auf Zivilisten geschossen. Scheinbar werden neue Waffensysteme geliefert. Der News-Ticker.

+++ Dieser Ticker ist beendet. In Mariupol soll es einen „heftigen russischen Angriff“ auf ein Theater mit Hunderten Zivilisten drin gegeben haben. In diesem News-Ticker halten wir Sie dazu auf dem Laufenden. +++

Update vom 16. März, 18.30 Uhr: Die russischen Truppen sollen im Ukraine-Krieg weiter schwere Verluste erleiden. Im umkämpften Mariupol soll der nächste Generalmajor Wladimir Putins gefallen sein.

Update vom 16. März, 17.15 Uhr: Nach vorläufigen Recherchen der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ sind bislang mindestens fünf Journalisten und Journalistinnen im Ukraine-Krieg getötet worden. Bei einem weiteren Journalisten sei unklar, ob er im Zuge seiner Arbeit getötet worden sei, teilte die Organisation am Mittwoch auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mit. Unter den Opfern befänden sich drei Ukrainer und zwei US-Amerikaner. Die endgültige Verifizierung der Angaben stehe noch aus.

Update vom 16. März, 16.56 Uhr: +++ Eilmeldung - Höchstes UN-Gericht entscheidet: Russland muss Krieg in Ukraine stoppen +++

Krieg in der Ukraine: Lambrecht warnt vor „Flächenbrand“

Update vom 16. März, 16.35 Uhr: Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat im Fall eines Nato-Einsatzes in der Ukraine vor unkontrollierbaren Folgen gewarnt. „Wir müssen verhindern, dass es einen Flächenbrand gibt“, sagte sie am Mittwoch am Rande des Nato-Sondertreffens in Brüssel zu der von Polen vorgeschlagenen „Friedensmission“. Zuvor hatte auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin bestätigen lassen, dass er Nato-Truppen in der Ukraine ablehnt.

Offen zeigte sich Lambrecht dagegen für eine weitere Erhöhung der Nato-Truppenstärke in den östlichen Mitgliedsländern. Nötig sei eine „schnelle Reaktionsfähigkeit“, um alle Verbündeten vor dem „brutalen Angriffskrieg“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu schützen, sagte die SPD-Politikerin. „Auch wenn es bisher keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass das Bündnisgebiet angegriffen wird, so können wir das nicht gänzlich ausschließen, und wir müssen vorbereitet sein“, betonte sie.

Krieg in der Ukraine: Belarus versorgt wohl Atomruine in Tschernobyl mit Strom

Update vom 16. März, 16.08 Uhr: Belarus versorgt nach eigenen Angaben die Atomruine von Tschernobyl in der benachbarten Ukraine mit Strom. „Die Stromversorgung des Kernkraftwerks Tschernobyl ist vollständig wiederhergestellt“, hieß es in einer am Mittwoch im Online-Dienst Telegram veröffentlichten Erklärung des belarussischen Energieministeriums. „Derzeit erfolgt die Stromversorgung über das belarussische Stromnetz.“ Die Atomruine von Tschernobyl wird seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine von Moskau kontrolliert. Die Erklärung des Energieministerium wurde von der Lokalverwaltung der belarussischen Region Gomel verbreitet. Die Webseite des Ministeriums war nicht erreichbar.

Die Stromversorgung der Atomruine war in der vergangenen Woche unterbrochen und am Sonntag wiederhergestellt worden. Der ukrainische Betreiber Ukrenergo warf der russischen Armee am Montag erneut vor, die Stromversorgung unterbrochen zu haben. Die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte dann am Montagabend, dass die Energieversorgung wiederhergestellt worden sei.

Ukraine News: Bericht über Raketensysteme zur Verteidigung der Ukraine

Update vom 16. März, 14.50 Uhr: Wie CNN berichte, schicken die USA im Ukraine-Krieg mehrere Boden-Luft-Raketensysteme zur Unterstützung der Verteidigung der Ukraine. Es handle sich dabei um Angaben eines hochrangigen US-Beamten. Die Systeme würden von Nato-Partnerstaaten beschafft und sind nach Angaben des US-Beamten „auf dem Weg“, heißt es laut CNN. Neue Reaktionen aus Deutschland lesen Sie in diesem News-Ticker.

Update vom 16. März, 13.40 Uhr: In der ukrainischen Stadt Tschernihiw sollen russische Streitkräfte auf Zivilisten geschossen haben. Diese standen offenbar an, um Brot zu kaufen. Zehn Zivilisten sollen bei dem Angriff, der sich gegen 10 Uhr (Ortszeit) ereignet haben soll, gestorben sein. Das geht aus einem Tweet des ukrainischen Parlaments hervor. Die Informationen sind nicht unabhängig zu verifizieren. Ein Video soll den Angriffsort und die Todesopfer zeigen.

Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten, nach dem Beschuss eines Wohnhauses durch russischen Truppen. (Archivbild)
Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten, nach dem Beschuss eines Wohnhauses durch russischen Truppen. (Archivbild) © Mykhaylo Palinchak/dpa

Ukraine-Krieg: Mehrere Flüchtlinge bei Verkehrsunfall getötet

Update vom 16. März, 13 Uhr: Bei einem Verkehrsunfall in der Westukraine sind mehrere Kriegsflüchtlinge getötet worden. Der 61 Jahre alte Fahrer sowie sechs Passagiere eines Minibusses seien ums Leben gekommen, als ihr Fahrzeug am Mittwochmorgen mit einem Bus zusammenprallte, teilte die Polizei der Stadt Chemlnyzkyj mit. Neun weitere Passagiere des Kleinbusses wurden verletzt. Fahrer und Insassen des anderen Busses blieben demnach unverletzt. Die Kriegsflüchtlinge waren auf dem Weg von der zentralukrainischen Großstadt Dnipro nach Ternopil. Wegen des russischen Angriffskriegs sind Hunderttausende auf der Flucht.

Indes setzen sich die Russland-Ukraine-Verhandlungen fort. Der russische Außenminister Lawrow sah die Verhandlungen im Detail „kurz vor der Einigung“.

Update vom 16. März, 12 Uhr: Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind nach Angaben aus Kiew mehr als 100 Kinder getötet worden (siehe Update vom 16. März, 10 Uhr). Bisher seien 103 Kinder ums Leben gekommen und mehr als 100 verletzt worden, schrieb Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa am Mittwoch bei Facebook. „Die Invasoren töten täglich mindestens fünf Kinder.“ Die Zahlen seien nicht vollständig, da Gebiete, in denen heftig gekämpft wird oder die von Russland besetzt sind, nicht zugänglich seien. Rund 400 Schulgebäude und Lehreinrichtungen seien angegriffen, etwa 60 vollständig zerstört worden, schrieb Wenediktowa weiter. Sie forderte die UN zu einer Untersuchung auf.

Ukraine-Krieg: Ukraine wirft Russland Geiselnahme in Klinik vor

Update vom 16. März, 11.40 Uhr: Zivilisten aus umkämpften Städten und Dörfern in der Ukraine können nach Angaben aus Kiew am Mittwoch nicht auf eine Evakuierung hoffen. Kiew habe keine Antwort auf seine ans Rote Kreuz gerichteten Vorschläge erhalten, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk in einem am Mittwoch veröffentlichten Video. „Die Frage humanitärer Korridore für Isjum und Mariupol ist offen. Es ist derzeit unmöglich, Menschen dort gefahrlos herauszuholen“, sagte Wereschtschuk. „Wege für die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten in eroberte Städte werden ausgearbeitet.“

Update vom 16. März, 11.10 Uhr: Die Ukraine hat Russland eine Geiselnahme in einem Krankenhaus der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol vorgeworfen. Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk sagte in einer Videobotschaft vom Mittwoch, insgesamt handele es sich um etwa 400 Zivilisten. „Und jetzt wird aus dem Krankenhaus heraus geschossen“, sagte Wereschtschuk. Zuvor hatte bereits die Hilfsorganisation Media Initiative for Human Rights im Ukraine-Krieg entsprechende Vorwürfe erhoben. Von russischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Update vom 16. März, 10.25 Uhr: Im Ukraine-Krieg können Zivilisten aus umkämpften Städten und Dörfern in der Ukraine nach Angaben aus Kiew am Mittwoch nicht auf eine Evakuierung hoffen. Kiew habe keine Antwort auf seine ans Rote Kreuz gerichteten Vorschläge erhalten, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk in einem am Mittwoch veröffentlichten Video. „Die Frage humanitärer Korridore für Isjum und Mariupol ist offen. Es ist derzeit unmöglich, Menschen dort gefahrlos herauszuholen“, sagte Wereschtschuk. „Wege für die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten in eroberte Städte werden ausgearbeitet.“

Ukraine-News: Mehr als 100 Kinder seit Russlands Invasion getötet worden

Update vom 16. März, 10 Uhr: Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind nach Angaben aus Kiew mehr als 100 Kinder getötet worden. „Heute wurde eine blutige Linie überquert“, twitterte das ukrainische Verteidigungsministerium am Mittwoch unter Verweis auf die Zahl. „Jede Minute verlässt ein Kind die Ukraine, um dem Krieg zu entkommen. Russland wird zur Verantwortung gezogen werden und wird für alles bezahlen“, betonte das Ministerium. Zuvor hatten die ukrainischen Behörden von Hunderten zerstörten Schuleinrichtungen berichtet. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.

Update vom 16. März, 9.25 Uhr: Im Osten der Ukraine dauern nach russischen Angaben die heftigen Gefechte um die Großstadt Sjewjerodonezk an. Einheiten der selbst ernannten Volksrepublik Luhansk kämpften an den Stadtgrenzen im Nordwesten, Nordosten und Osten, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch in seinem Morgenbericht. In Sjewjerodonezk leben etwa 100 000 Menschen. Die Aufständischen im Gebiet Donezk hätten mehrere Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht, sagte Konaschenkow. Das ließ sich nicht überprüfen.

Eine Frau geht an einem brennenden Wohnhaus vorbei, nachdem es in Mariupol, Ukraine, am Sonntag, 13. März 2022, beschossen wurde.
Eine Frau geht an einem brennenden Wohnhaus vorbei, nachdem es in Mariupol, Ukraine, am Sonntag, 13. März 2022, beschossen wurde. © Evgeniy Maloletka/dpa

Die Zahl der seit Kriegsbeginn am 24. Februar zerstörten ukrainischen Panzer und gepanzerten Fahrzeuge gab Konaschenkow mit 1353 an. Zudem seien 111 Flugzeuge, 68 Hubschrauber, 160 Drohnen und 159 Raketenabwehrsysteme getroffen worden. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte seinen Einmarsch in die Ukraine auch damit begründet, dass er das vom Westen mit Waffen ausgerüstete Land „entmilitarisieren“ wolle.

Ukraine-Krieg: „Hölle“ in Mariupol – Geflüchtete berichten von Granaten „rund um die Uhr“

Update vom 16. März, 8.30 Uhr: Die Bedingungen in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol sollen CNN zufolge die „Hölle“ sein. Das hätten Geflüchtete dem US-Sender berichtet. So soll unter anderem das Personal und Patienten gegen ihren Willen im regionalen Intensivkrankenhaus Mariupol festgehalten werden. Das sagte Pavlo Kyrylenko, Leiter der Regionalverwaltung von Donezk, gegenüber CNN. „Es ist unmöglich, aus dem Krankenhaus herauszukommen. Sie schießen heftig, wir sitzen im Keller fest. Autos können seit zwei Tagen nicht mehr ins Krankenhaus fahren. Hochhäuser um uns herum brennen … die Russen haben 400 Menschen von Nachbargebäuden in unser Krankenhaus getrieben. Wir können nicht gehen“, zitiert Kyrylenko einen Mitarbeiter.

Sergei Orlov, stellvertretender Bürgermeister von Mariupol, berichtet von regelmäßigen Angriffen auf die Stadt. „Gestern haben wir 22 Flugzeuge gezählt, die unsere Stadt bombardiert haben, und mindestens 100 Bomben, die sie benutzt haben, um unsere Stadt zu bombardieren. Der Schaden ist schrecklich“, so Orlov. Noch immer sollen rund 350.000 Menschen in Mariupol eingeschlossen sein – ohne Strom, Wasser und Energie. Geflüchtete berichteten von Granaten, die „rund um die Uhr“ über die Stadt hinwegfliegen würden.

Ukraine-Krieg: Offenbar erneut Luftalarm und Explosionen in Kiew – Berichte über große russische Verluste

Update vom 16. März, 6.30 Uhr: Aufgrund „anhaltender Personalverluste“ soll Russlands Militär nach Verstärkung aus dem ganzen Land rufen, so eine aktuelle britische Geheimdienstbewertung, die am Dienstag vom britischen Verteidigungsministerium veröffentlicht wurde. „Russland versucht zunehmend, zusätzliche Truppen aufzustellen, um seine Personalverluste zu verstärken und zu ersetzen“, heißt es weiter. Es sei wahrscheinlich, dass Russland angesichts des anhaltenden ukrainischen Widerstands Schwierigkeiten habe, offensive Operationen durchzuführen.

Update vom 16. März, 5.30 Uhr: Laut einem Bericht von CNN soll es in der Nacht erneut zu Explosionen in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Kiew gegeben haben. Reporter vor Ort berichteten zudem von erneutem Luftalarm. Die Explosionen hätten nach Einbruch der Dunkelheit begonnen. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte zuvor eine Ausgangssperre verhängt. Sie gilt seit Dienstagabend um 20 Uhr (Ortszeit) bis Donnerstag 7 Uhr (Ortszeit).

Ein Mann räumt eine Wohnung aus, nachdem ein Raketeneinschlag ein Wohnhaus in Kiew beschädigt hat.
Ein Mann räumt eine Wohnung aus, nachdem ein Raketeneinschlag ein Wohnhaus in Kiew beschädigt hat. © Madeleine Kelly/dpa

Ukraine-Krieg: Russische Armee Berichten zufolge mit großen Verlusten

Update vom 16. März, 5.20 Uhr: Die russische Armee soll nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereits bis zu 40 Prozent der Einheiten verloren haben, die seit dem russischen Einmarsch am 24. Februar an Kämpfen beteiligt waren. Diese Truppen seien entweder vollständig zerstört worden oder hätten ihre Kampfkraft verloren, teilte der Generalstab in Kiew in der Nacht zu Mittwoch in einem Lagebericht mit. Eine konkrete Zahl nannte er nicht. Die Angaben können nicht unabhängig geprüft werden.

Update vom 16. März, 5.17 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Präsidialamts sind am Dienstag rund 29.000 Menschen aus mehreren von russischen Truppen belagerten Städten in Sicherheit gebracht worden. Zuvor hatte der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamts, Kyrylo Tymoschenko, bekanntgegeben, dass rund 20.000 Menschen die umkämpfte Hafenstadt Mariupol über einen „humanitären Korridor“ verlassen konnten. Allerdings sind nach wie vor rund 300.000 Menschen in der Stadt ohne Wasser, Strom oder Lebensmittelnachschub gefangen.

Ukraine-News: „Viele Kämpfe“ in Mariupol - Zivilisten gelingt die Flucht

Update vom 15. März, 22.44 Uhr: Eine weitere Journalistin des US-Senders Fox News ist in der Nähe von Kiew ums Leben gekommen. Die 24-Jährige Oleksandra Kuvshynova sei demselben Vorfall in Horenka getötet worden wie ihr Kollege, der Kameramann Pierre Zakrzewski, teilte der Sender am Dienstag mit. 

Ukraine-Krieg: Angriff auf Schule - Selenskyj: „Die Russen haben schon 97 Kinder getötet“

Update vom 15. März, 18.50 Uhr: Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj* 97 Kinder getötet worden. „Die Russen haben schon 97 Kinder getötet“, indem sie „Schulen, Krankenhäuser und Wohnhäuser“ bombardierten, sagte Selenskyj am Dienstag in einer Video-Schalte vor dem kanadischen Parlament. „Wir bitten um echte Unterstützung, die uns helfen wird zu siegen“, sagte er und forderte den Westen auf, seine Hilfe zu verstärken.

„Sie stellen uns militärische und humanitäre Hilfe zur Verfügung, Sie haben harte Sanktionen verhängt, aber wir sehen, dass dies leider nicht das Ende des Krieges bedeutet“, betonte der ukrainische Präsident. Moskau habe vor, „die Ukraine zu vernichten“.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, und Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, sind auf einem Videobildschirm zu sehen, während Selenskyj per Videokonferenz eine Rede vor dem kanadischen Parlament hält.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, und Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, sind auf einem Videobildschirm zu sehen, während Selenskyj per Videokonferenz eine Rede vor dem kanadischen Parlament hält. © Adrian Wyld/Canadian Press via ZUMA Press/dpa

Ukraine-Krieg: Kiew - Sieben Menschen sterben nach Angriff nahe Mykolajiw - alle News aktuell

Update vom 15. März, 17.25 Uhr: Nach ukrainischen Angaben sind bei einem Angriff auf eine Schule nahe der südukrainischen Großstadt Mykolajiw sieben Menschen getötet worden. Drei weitere wurden demnach verletzt. Der Angriff habe sich bereits am Sonntagmorgen im Dorf Selenyj Haj ereignet, teilte der örtliche Zivilschutz mit. Mykolajiw gilt als schwer umkämpft, da die Stadt mit ihrem rund 490.000 Einwohnern am Zugang zum Schwarzen Meer liegt.

Update vom 15. März, 16.50 Uhr: Russland unterhält in seiner Exklave Kaliningrad einen riesigen Marinestützpunkt. Bei einem Manöver kamen Kriegsschiffe der deutschen Ostsee-Küste nahe. Was wir über die Baltische Flotte wissen. Und was nicht.

Ukraine-Krieg: Russland rekrutiert offenbar zehntausende Freiwillige aus Syrien

Update vom 15. März, 16.30 Uhr: Russland* rekrutiert derzeit offenbar Zehntausende Freiwillige aus Syrien für seinen Krieg gegen die Ukraine. „Mehr als 40.000 Syrer haben sich bisher registrieren lassen, um an der Seite Russlands in der Ukraine zu kämpfen“, erklärte Rami Abdel Rahman, Direktor der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, an diesem Dienstag.

22.000 dieser Bewerber seien bislang akzeptiert worden, erzählte er weiter. Zuletzt hatte es erste Berichte gegeben, wonach Moskau verstärkt auf syrische Kämpfer zurückgreifen will.

Ukraine-Krieg: Angebliche Tausende russische Soldaten getötet

Erstmeldung vom 15. März: München/Kiew - Im Ukraine-Krieg muss Russland nach seinem Einmarsch offenbar weiterhin schwere Verluste hinnehmen. Dies behaupten zumindest die ukrainischen Streitkräfte und die Regierung in Kiew. Demnach sollen seit Ausbruch des Kriegs am 24. Februar schon mehr als 13.500 russische Soldaten getötet worden sein.

Den Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums zufolge wurden mehr als 400 feindliche Panzer sowie 95 Helikopter und 150 Artilleriegeschütze abgeschossen, zerstört oder erobert. Fast 1300 Radfahrzeuge der russischen Armee sollen zerstört worden sein. Die Informationen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Browary bei Kiew: Fotos eines Drohnen-Videos sollen schwere Verluste in einem russischen Panzer-Konvoi zeigen.
Browary bei Kiew: Fotos eines Drohnen-Videos sollen schwere Verluste in einem russischen Panzer-Konvoi zeigen. © ZUMA Press/Imago

Ukraine-Krieg: Mariupol schwer umkämpft - Asow-Bataillon gerät in den Fokus

Besonders im schwer umkämpften Südosten der Ukraine soll sich das sogenannte Asow-Bataillon vehement gegen die Invasionstruppen der Separatisten und ihrer russischen Verbündeten wehren. In den vergangenen Tagen postete das Bataillon wiederholt Videos und Fotos davon, wie angebliche russische Militärfahrzeuge zerstört werden. Auch ein Video war darunter, das einen militärisch erfolgreichen Luftangriff auf eine Kommandozentrale der russischen Truppen in Mariupol dokumentieren soll. Unabhängig überprüfen lässt sich auch das nicht.

Im Fokus: das ukrainische Asow-Bataillon im Krieg gegen Russland.
Im Fokus: das ukrainische Asow-Bataillon im Krieg gegen Russland. © ZUMA Wire/Imago

Das Asow-Bataillon gilt indes als (mindestens) ultranationalistisch und international politisch umstritten. In den vergangenen Jahren war es zum Beispiel bei offiziellen Paraden in Kiew zu sehen. Soldaten tragen dabei Fahnen, deren Symbole stark an faschistische Militäreinheiten der Vergangenheit erinnern. So werden in diesen Tagen bei Twitter auch Vorwürfe laut, in denen das Bataillon unter anderem als ebenso faschistisch verurteilt wird. Beweise gibt es offiziell keine für die Anschuldigungen.

Verfolgen Sie die neuesten Entwicklungen im Ukraine-Krieg hier im News-Ticker. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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