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Die schlechten Nachrichten können der SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Gesine Schwan, nicht die gute Stimmung vermiesen.

Wahl des Bundespräsidenten

Chancen für Schwan sinken

Drei Wochen vor der Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai melden sich Überläufer aus der SPD und von den Grünen. Sie wollen die SPD-Kandidatin Gesine Schwan nicht wählen.

Berlin. Drei Wochen vor der Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai melden Abgeordnete der SPD und der Grünen, dass sie nicht die SPD-Kandidatin Gesine Schwan wählen wollen. Die Herausforderin von Amtsinhaber Horst Köhlern muss umso mehr hoffen, dass sie aus dem Lager der Union, der FDP und der Freien Wählern Stimmen erhält.

Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wollen zwei Abgeordnete der SPD, Gunter Weißgerber und Rainer Fornahl, sowie die Grüne Uschi Eid für Köhler stimmen. Damit würde Schwan die Stimmenmehrheit klar verfehlen.

Nach der Anzahl der Delegierten hat der amtierende Bundespräsident Köhler in der Bundesversammlung die Nase vorn. CDU/CSU und FDP, die Köhler wählen wollen, stellen 604 Wahlleute. Die Freien Wähler aus Bayern, die offiziell ebenso geschlossen für Köhler votieren wollen, haben zehn Vertreter in der Bundesversammlung.

Damit käme Köhler auf 614 Stimmen - eine mehr als die absolute Mehrheit (613). Diese Mehrzahl der Stimmen aller Mitglieder der Versammlung wird verlangt, um in den ersten beiden Wahlgängen gewählt zu werden. SPD und Grüne schicken zusammen 514 Wahlleute in die Bundesversammlung. Die Linke, die mit dem Schauspieler Peter Sodann ins Rennen um das höchste Staatsamt geht, hat 90 Delegierte. fr/dpa

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