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CDU-Vorsitz

CDU-Triell ohne Attacke: Merz, Röttgen und Braun auf einer Linie

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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  • Lukas Zigo
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Im Kampf um den CDU-Vorsitz geben sich die Kandidaten Röttgen, Merz und Braun wenig kompetitiv. Auch beim Thema Impfpflicht sind sich alle einig.

  • Die CDU sucht einen neuen Parteivorsitzenden. Armin Laschet gibt das Amt nach gut einem Jahr wieder ab.
  • Drei Kandidaten bewerben sich um den Parteivorsitz: Friedrich Merz, Helge Braun und Norbert Röttgen.
  • CDU-Wettbewerb: Alle drei Herausforderer treten in einem Triell gegeneinander an, das live im TV übertragen wird.

+++ 19.50: Die Debatte der Kandidaten um den CDU-Vorsitz endete, ohne dass sich große Unterschiede zwischen Helge Braun, Friedrich Merz und Norbert Röttgen abzeichneten. Lediglich im Gebiet der Außenpolitik stach Friedrich Merz hervor, indem er sich als Europa-Politiker präsentierte. Während sich alle Kandidaten für ein starkes Auftreten China gegenüber aussprachen, sagte Merz explizit, dass er als Vorsitzender viel Zeit in Brüssel verbringen würde.

In der Debatte der Kandidaten um den CDU-Vorsitz geben sich Helge Braun, Norbert Röttgen und Friedrich Merz wenig kompetitiv.

+++ 19.20 Uhr: Zur „Halbzeit“ durften sich die Kandidaten um den CDU-Vorsitz gegenseitig Fragen stellen. Helge Braun, Norbert Röttgen und Friedrich Merz zeigten sich dabei mehr freundschaftlich als kompetitiv, und gaben sich gegenseitig per Du die Gelegenheit, für die eigenen Kompetenzen zu werben.

Danach wechselte der Themenblock zu außerparteilichen Themen. Beim Gebiet Bildung sprach Röttgen von einer „Krise des Bildungsföderalismus“ und plädierte für ein einheitliches Konzept. Merz hingegen sieht das Problem darin, dass zu wenige junge Menschen in berufliche Ausbildungen gehen.  

+++ 18.40 Uhr: In den ersten vierzig Minuten der Debatte um den CDU-Vorsitz zeichneten sich wenige Unterschiede zwischen den Kandidaten ab. So argumentierten Helge Braun, Norbert Röttgen und Friedrich Merz alle gegen die Idee einer Doppelspitze. Röttgen sagte dabei, man solle nicht versuchen, die Grünen „nachzuahmen“, wie es bei der SPD der Fall ist.

Außerdem sprach sich das Trio einheitlich dafür aus, die CDU weiter für Frauen, junge Wähler und Menschen mit Migrationshintergrund zu öffnen. Bisher drehten sich die Fragen der Mitglieder vor allem um interne Anliegen der Partei.

Helge Braun, Norbert Röttgen und Friedrich Merz treten für den CDU-Vorsitz an. Am Mittwoch (01.12.2021) stellen sie sich den Fragen von 25 ausgewählten Mitgliedern.

+++ 18.13 Uhr: Bevor es mit den Fragen der CDU-Mitglieder losging, bezogen die Kandidaten für den Parteivorsitz zunächst Stellung zur Corona-Lage in Deutschland. Norbert Röttgen sagte dabei, dass er sich dazu durchgerungen hat, eine allgemeine Impfpflicht zu akzeptieren.

Auch Friedrich Merz schloss diese Maßnahme nicht aus und sagte, dass eine allgemeine Impfpflicht immer wahrscheinlicher wird. Helge Braun hatte vor Kurzem dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt, dass er eine Impfpflicht nicht ablehnt.

Dreikampf um CDU-Vorsitz: Kandidaten treten im Triell gegeneinander an

Erstmeldung vom 01.12.2021, 16.28 Uhr: Berlin – Richtungsweisende Personalentscheidungen stehen der CDU ins Haus. Die drei Kandidaten für die Nachfolge von Armin Laschet stellen sich am Mittwoch (01.12.2021) erstmals gemeinsam den Fragen der Parteimitglieder. Dazu werden der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und Ex-Umweltminister Norbert Röttgen an einer Veranstaltung in der Berliner Parteizentrale teilnehmen (01.12.2021/18.00 Uhr). Die Kandidatenrunde zur Nachfolge des CDU-Vorsitzenden wird im Internet sowie dem TV-Sender Phoenix übertragen.

Nach dem historisch schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl 2021 hält die CDU nun erstmals in ihrer Geschichte eine Mitgliederbefragung ab, um über den künftigen Parteivorsitzenden zu entscheiden. Die Abstimmung beginnt am 4. Dezember, das Ergebnis soll am 17. Dezember vorliegen. Sofern eine Stichwahl nötig wäre, würde diese zweite Abstimmungsrunde bis zum 12. Januar laufen. Ein digitaler CDU-Parteitag soll am 21. und 22. Januar dann den Nachfolger von Armin Laschet offiziell verkünden.

Die CDU-Politiker Norbert Röttgen (l-r) Friedrich Merz, aufgenommen jeweils am 08.01.2021, und Helge Braun,, aufgenommen am 27.07.2020.

Röttgen zieht Konsequenzen: CDU-Sozialflügel soll Berater werden

Wird der Außenpolitiker Norbert Röttgen zum CDU-Vorsitzenden gewählt, so will er sich auf die Expertise des CDU-Sozialflügels stützen. Er habe den stellvertretenden Vorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, „gebeten, mich im Falle meiner Wahl bei sozialpolitischen Fragen zu beraten und mir als Brückenkopf zu den Gewerkschaften zur Verfügung zu stehen“, sagte Röttgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Radtke betonte, er schätze an Röttgen, „dass er nicht vorgibt, in jedem Themenfeld selbst der Experte zu sein, und dort, wo er es nicht ist, offen für Beratung ist“.

Die CDU-Vorsitzenden seit 1950

Konrad Adenauer (Bundesweit) 21. Oktober 1950 - 23. März 1966
Ludwig Erhard23. März 1966 - 23. Mai 1967
Kurt Georg Keisinger23. Mai 1967 - 5. Oktober 1971
Rainer Barzel5. Oktober 1971 - 12. Juni 1973
Helmut Kohl12. Juni 1973 - 7. November 1998
Wolfgang Schäuble7. November 1998 - 16. Februar 2000
Angela Merkel10. April 2000 - 7. Dezember 2018
Annegret Kramp-Karrenbauer 7. Dezember 2018 - 16. Januar 2021
Armin Laschet22. Januar 2021 - amtierend (am 16. Januar 2021 digital gewählt)

Bundestagswahl 2021: Röttgen sieht Problem in Sozial-Profil der CDU

Ein unscharfes soziales Profil habe massiv zu den Verlusten der CDU bei der Bundestagswahl beigetragen, sagte Röttgen. So habe man an manchen Stellen zu wenig auf diejenigen gehört, die Experten in der Union für diese Fragen seien. „Ich möchte, dass dies sich ändert.“ Radtke und der CDA-Chef Karl-Josef Laumann stünden „auch öffentlich für das soziale Gewissen der Partei“. Röttgen wünsche sich, dass beide an führender Stelle Verantwortung in der CDU tragen würden. Entscheiden müssten dies jedoch die CDU in Nordrhein-Westfalen sowie die CDA. Gesellschaftlich müsse sich die CDU breiter aufstellen. So sollen Kontakte zwischen Gewerkschaften und CDU sich nicht nur auf die CDA beschränken, sondern sollten auch Chefsache sein.

Radtke, der NRW-Landeschef der CDU und Europaabgeordneter ist, sagte, die Debatte über das soziale Profil der CDU sei dringender denn je. In den vergangenen Jahren habe die Partei „den Eindruck erweckt, als seien die sozialen Fortschritte der Großen Koalition mühsam gegen den Willen der Union beschlossen worden. Dieser Eindruck ist falsch und muss sich ändern.“

CDU will Stellung beziehen: „Soziale Themen sind keine Linken Themen“

Wenn in Deutschland Millionen Menschen bei steigenden Mieten und Preisen Angst hätten, nicht mehr über die Runden zu kommen, könne die CDU „nicht so tun, als hätten wir mit diesem Problem nichts zu tun, beziehungsweise seine Lösung sei uns egal“. Radtke betonte: „Die CDU muss deutlich machen: Soziale Themen sind keine linken Themen. Und Themen wie Burnout, Einsamkeit, Zukunftsangst sind kein Gedöns, sondern etwas, das sich quer durch die Gesellschaft zieht.“ (Lukas Zigo/Vincent Büssow/dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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