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Neuer CDU-Vorsitz

Vor CDU-Parteitag: Kramp-Karrenbauer gibt Hinweis auf ihren Favoriten

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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Die scheidende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich zu ihrem potenziellen Nachfolger geäußert. Er müsse in einem bestimmten Bereich Erfahrung haben.

Berlin – Der CDU-Parteitag rückt in greifbare Nähe, er findet am kommenden Freitag und Samstag (15. und 16.01.2021) wegen der Corona-Pandemie erstmals digital statt. Und es dürfte spannend werden: Die 1001 CDU-Delegierten wählen den neuen CDU-Vorsitzenden. Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen sind im Rennen. Nach und nach geben Spitzenpolitiker:innen preis, wen sie sich auf dem Chefsessel wünschen. So jetzt auch die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagte Kramp-Karrenbauer zwar nicht direkt, wen sie favorisieren würde, doch indirekt wurde klar, bei dem ihre Sympathien liegen - und es ist nicht Friedrich Merz, der sich schon 2018 für das Amt beworben und gegen Kramp-Karrenbauer verloren hatte. Ihre Präferenz für die Wahl ihres Nachfolgers am CDU-Parteitag macht die Politikerin an einem für die Partei sehr wichtigen Punkt fest.

CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer äußert sich zu ihrem potenziellen Nachfolger, der auf dem CDU-Parteitag gewählt wird.

Vor CDU-Parteitag: Annegret Kramp-Karrenbauer spricht sich indirekt für Laschet aus

Annegret Kramp-Karrenbauer sagte im FAZ-Interview: „Die CDU hat, wie kaum eine andere Partei, den Anspruch: Wir wollen regieren. In der CDU ist deshalb ein ganz wichtiger Punkt, wie jemand mit Verantwortung umgeht.“ Sie sagte, die CDU habe gute Kandidaten, „die Lust an Verantwortung haben und auch die Fähigkeit dazu haben.“ Regierungserfahrung hat jedoch hauptsächlich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Norbert Röttgen war eine Zeitlang als Bundesumweltminister in einer Regierung. Friedrich Merz hat noch nicht regiert.

Daher räumte Kramp-Karrenbauer ein: „Ich würde allen drei unterstellen, dass sie wissen, was diese Verantwortung bedeutet. Aber die eigentliche Regierungserfahrung, da haben Sie recht, die liegt bei Armin Laschet.“ Kramp-Karrenbauer sagte, es sei ein offenes Rennen und der Ausgang sei „schwer einzuschätzen“. Sie erwarte außerdem, dass die beiden Unterlegenen „mit dem Sieger an einem Strang ziehen“.

Der neue CDU-Vorsitzende soll am Samstag (16.01.2021) gewählt werden, beziehungsweise wird digital die Vorauswahl getroffen. Man habe es vor dem CDU-Parteitag nicht mehr geschafft, die Rechtslage so anzupassen, dass eine ausschließlich digitale Wahl möglich gewesen wäre, was Kramp-Karrenbauer bedaure. Denn: „In Zukunft kann das öfter auf alle Parteien zukommen“, so die scheidende CDU-Vorsitzende.

Laschet, Merz oder Röttgen: Delegierte stimmen an CDU-Parteitag digital über neuen Vorsitzenden ab

Somit stimmen die Delegierten am CDU-Parteitag zwar digital ab, aber die Stimmen müssen im Nachgang per Briefwahl eingeholt werden. Theoretisch wäre es möglich, dass auch noch für die beiden Kandidaten abgestimmt werden kann, die die digitale Wahl nicht gewonnen haben. Aber dem habe man schon vorgegriffen: „Die drei Kandidaten, Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen haben gesagt, dass sie die digitale ‚Vorauswahl‘ akzeptieren und die beiden Unterlegenen sich nicht auf den Wahlzettel setzen lassen, auch wenn das rechtlich möglich wäre“, erklärte Annegret Kramp-Karrenbauer.

Wer am 16. Januar beim CDU-Parteitag zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt wird, wird allerdings nicht zwangsläufig Kanzlerkandidat. Dafür werden auch immer wieder Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ins Gespräch gebracht. Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur will die CDU im März fällen, obwohl Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zu einem späteren Zeitpunkt geraten hatte, damit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue Kanzlerkandidat nicht zu lange nebeneinander stehen. (Ines Alberti)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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