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CDU-Parteitag: CDU stimmt für die Frauenquote

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Von: Sandra Kathe

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Beim CDU-Parteitag beklagte Parteichef Friedrich Merz, dass das Gendern gegen die Regeln der deutschen Sprache verstoße.
Beim CDU-Parteitag beklagte Parteichef Friedrich Merz, dass das Gendern gegen die Regeln der deutschen Sprache verstoße. © Michael Kappeler/dpa

Auf dem CDU-Parteitag hat sich Friedrich Merz gegen das Gendern ausgesprochen. Dann stimmt die Partei über die Frauenquote ab.

+++ 20.55 Uhr: Die CDU stimmt mit 559 Stimmen für die Frauenquote. Diese wird „schrittweise“ eingeführt und ist zeitlich begrenzt.

CDU-Parteitag in Hannover: Merz wettert gegen Gendern und lässt über Frauenquote abstimmen

+++ 19.10 Uhr: Vor der Abstimmung über eine Frauenquote in der CDU hat der Generalsekretär der Partei, Mario Czaja, für mehr Vielfalt in der CDU geworben. Damit müsse man auf das historisch schlechte Wahlergebnis von 2021 antworten. Czaja rief die Parteimitglieder dazu auf, sich zu fragen: „Wollen wir uns nur am Lagerfeuer der harten Stammwählerschaft wärmen oder wollen wir mehr Menschen für unser Ding, für die CDU begeistern?“

Parteichef Friedrich Merz wirbt für einen Kompromiss und hat vorgeschlagen, die Quote zwar einzuführen, jedoch bis 2029 zu befristen. Je nach Ausgang der Abstimmung droht dem CDU-Chef ein erster Dämpfer in seiner gut siebenmonatigen Amtszeit.

CDU-Parteitag in Hannover: Merz will die Öffentlich-Rechtlichen vom Gendern abbringen

Erstmeldung von Freitag, 9. September, 18.40 Uhr: Hannover – Mit der Bemerkung, dass Universitäten und öffentlich-rechtlicher Runkfunk keine „Volkserziehungsanstalten“ wären, hat sich der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz bei einem Auftritt im Rahmen des Parteitags der CDU deutlich gegen immer häufiger genutzte Genderformen ausgesprochen. Er forderte deshalb das Gendern einzustellen und sich an die Regeln zu halten, „die wir uns alle in diesem Land gegeben haben – auch für die Verwendung der deutschen Sprache“.

Zur Begründung führte er aus, dass das Gendern, das inzwischen auch in vielen Bereichen des öffentlichen Diensts und der Verwaltung Anwendung findet, nicht den „allgemein anerkannten Regeln in der Nutzung der deutschen Sprache“ entspräche. Wenn man jedoch wie die öffentlich-rechtlichen Sender über Gebühren finanziert werde, hätte man sich an diese Regeln zu halten.

Merz lästert bei CDU-Parteitag über Genderregeln und Öffentlich-Rechtliche

Der CDU-Chef knüpfte damit an einen Gastbeitrag in den Badischen Neuesten Nachrichten an, den er im August auch inmitten der Krise beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) rund um Vetternwirtschaftsvorwürfe veröffentlicht hatte. Darin hatte er ebenfalls behauptet, dass das Gendern eine nicht hinnehmbare Abweichung vom Gebrauch der deutschen Sprache sei. „Weder einzelne Sprecher noch Kommentatoren und Moderatorinnen“ hätten das Recht von diesen Regeln abzuweichen.

Auch bei der Begrüßung teilnehmender Journalist:innen begrüßte Merz speziell die „Redakteurinnen und Redakteure des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“, mit denen man sich im Verlauf des Parteitags „besonders liebevoll“ beschäftigen werde“. Das Thema des nach Kriegsende nach britischem Vorbild ins Leben gerufenen öffentlich-rechtlichen Rundfunks besetzt die Union zurzeit häufig – auch mit dem Ziel Kritik an den Anstalten und ihren Sendungen zu äußern. (ska mit dpa)

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