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Wachwechsel: Brandenburgs CDU-Landeschef Ulrich Junghanns tritt zurück, Wissenschafts- und Kulturministerin Johanna Wanka soll die Nachfolge antreten.
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Wachwechsel: Brandenburgs CDU-Landeschef Ulrich Junghanns tritt zurück, Wissenschafts- und Kulturministerin Johanna Wanka soll die Nachfolge antreten.

Brandenburg

CDU-Chef Junghanns wirft hin

Führungswechsel bei der Union: Die brandenburgische Wissenschafts- und Kulturministerin Johanna Wanka soll neue Landesvorsitzende werden. Sie tritt die Nachfolge von Ulrich Junghanns an, der am Morgen alle Parteiämter niedergelegt hat.

Potsdam. Drei Wochen nach dem Debakel der CDU bei den Brandenburger Kommunalwahlen ist der Landesvorsitzende Ulrich Junghanns mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der 52-Jährige sagte am Montag in Potsdam, Grundlagen seiner Entscheidung seien der völlig zerstrittene Zustand der Partei und das schlechte Wahlergebnis gewesen. Nachfolgerin soll Landeswissenschaftsministerin Johanna Wanka werden. Die 57-Jährige will die CDU auch als Spitzenkandidatin in den Landtagswahlkampf 2009 führen.

Wanka soll Mitte kommender Woche vom Landesvorstand zur amtierenden Landesvorsitzenden bestimmt und auf einem planmäßigen Landesparteitag am 17. Januar 2009 gewählt werden. Sie werde auch das Amt des stellvertretenden Brandenburger Ministerpräsidenten von Wirtschaftsminister Junghanns übernehmen, erklärte Wanka. "Das ist gebunden an die Führung der Partei." Als neuen Generalsekretär schlug sie den Landtagsabgeordneten Dieter Dombrowski vor. Er soll den von Beobachtern als glücklos eingeschätzten Rolf Hilke ablösen.

Wanka betonte, sie wolle dafür sorgen, dass die zerstrittene Landespartei wieder einheitlich handele. "Streitbeladene Parteien werden nicht gewählt", sagte sie mit Blick auf die Kommunalwahlen am 28. September. Damals hatte die Brandenburger Union acht Prozentpunkte gegenüber der Abstimmung fünf Jahre zuvor verloren und landesweit nur 19,8 Prozent der Stimmen erreicht.

Junghanns erinnerte in seiner getrennt von Wanka abgegebenen Rücktrittserklärung daran, dass er "die tabulose Diskussion zur Verbesserung der Wahlchancen selbst mit angestoßen" habe. Schon am Tag nach der Wahl hatte er persönliche Konsequenzen nicht ausgeschlossen. Er wolle sich jetzt auf seine Aufgaben als Brandenburger Wirtschaftsminister und Landtagsabgeordneter konzentrieren.

Keine Kampfgeschichten vor der Wahl

Wanka begründete die drei Wochen lange Zeit bis zum Führungswechsel damit, dass sie zunächst zwischen den zerstrittenen Lagern in langen Gesprächen um Vertrauen geworben habe. Die Wahlniederlagen der Vergangenheit hätten die Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln in der Partei gestärkt, versicherte sie.

Junghanns habe seinen Rückzug intern schon im vergangenen Sommer unabhängig vom Ausgang der Kommunalwahlen angekündigt. "Er wollte aber keine Kampfgeschichten vor der Wahl" , sagte Wanka.

Bei der Brandenburger CDU waren nach dem Rückzug von Landesparteichef Jörg Schönbohm Ende 2006 wieder die Grabenkämpfe aus den 90er Jahren ausgebrochen. Monatelang hatten sich die Lager um den damaligen Generalsekretär Sven Petke und den von Schönbohm vorgeschlagenen Junghanns einen öffentlichen Machtkampf um die Nachfolge geliefert. Auf einem Parteitag im Januar 2007 war dann Junghanns mit nur zwei Stimmen Mehrheit gewählt worden. Im Landesvorstand waren dagegen die Petke-Anhänger in der Mehrheit. (ap)

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