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Gerüchteküche in Berlin

Vor dem CDU-Bundesparteitag: Schielt Jens Spahn auf die Kanzlerkandidatur?

  • vonJoel Schmidt
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Eine Woche vor dem Bundesparteitag der CDU brodelt es in der Gerüchteküche. Liebäugelt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit der Kanzlerkandidatur?

  • Die CDU hält am nächsten Wochenende ihren 33. Bundesparteitag ab.
  • Berichten zufolge soll Bundesgesundheitsminister Jens Spahn seine Chancen für die Kanzlerkandidatur ausloten.
  • Umfragen zufolge gilt Jens Spahn derzeit als beliebtester Politiker Deutschlands.

Berlin – Auf ihrem bevorstehenden Bundesparteitag wird die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) neben dem gesamten Bundesvorstand am nächsten Wochenende ebenfalls einen neuen Parteivorsitzenden wählen. Eine Woche vor Beginn des 33. Parteitags brodelt es bei der Frage nach möglichen Kanzlerkandidaten der Union in der Gerüchteküche des politischen Berlins noch einmal ordentlich. Im Fokus steht dabei niemand geringeres als der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Vor CDU-Bundesparteitag: Jens Spahn und die Kanzlerkandidatur

Während sich die Große Koalition nach jahrelangen Debatten erst kürzlich zu einer Frauenquote für Vorstände in großen Unternehmen geeinigt hat, besinnt die CDU sich bei der Wahl ihres künftigen Parteivorsitzenden ihrer konservativen Wurzeln und setzt auf altbewährtes: Männer, Männer, Männer. Nach nur etwas mehr als zwei Jahren als CDU-Parteivorsitzende wird Annegret-Kramp-Karrenbauer den Platz an der Spitze der Partei nächste Woche räumen.

In den Startlöchern für ihre Nachfolge haben sich über die vergangenen Monate bereit gemacht: Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Friedrich Merz, Vizepräsident des Wirtschaftsrats der CDU und Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) könnte Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur haben (Archivbild).

Offene Kanzlerfrage vor CDU-Bundesparteitag: Welche Rolle kommt Jens Spahn zu?

Bislang unterstützte Jens Spahn seinen Parteikollegen Armin Laschet bei seiner Kandidatur um den CDU-Vorsitz. Für die Parteispitze wollten sie sich auf dem Bundesparteitag zwar gemeinsam als Team bewerben, Spahn dabei jedoch Laschet den Vorsitz überlassen.

Wie verschiedene Medien eine Woche vor dem Bundesparteitag der CDU berichten, könnte hinter der großzügigen Geste von Jens Spahn durchaus Kalkül stecken. So soll der amtierende Bundesgesundheitsminister Spahn nach Informationen des „Spiegel“ bereits zum Jahresende 2020 innerhalb der Partei seine Chancen für eine Kanzlerkandidatur ausgelotet haben.

Name:Jens Georg Spahn
Geboren:16. Mai 1980 (Alter 40 Jahre)
Größe:1,92 Meter
Ehepartner:Daniel Funke (verheiratet seit 2017)
Partei:Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Eltern:Ulla Spahn, Georg Spahn
Ausbildung:FernUniversität Hagen

Gerüchte über Kanzlerkandidatur von Jens Spahn: Telefonate innerhalb der CDU

Mehrere CDU-Mitglieder haben dem Magazin gegenüber bestätigt, dass Jens Spahn telefonisch bei Landtagsabgeordneten, Fraktionskollegen und Landesfunktionären nachfragte, um deren Haltung zu einer möglichen Kanzlerkandidatur zu erfahren.

Nach Informationen des „Spiegel“ soll Jens Spahn bereits im Vorfeld versucht haben, Armin Laschet zu einer Aufgabe seiner Kandidatur um den CDU-Vorsitz zu bewegen. Neben jüngeren Abgeordneten soll auch der Parteivize und Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier einen Rollentausch der beiden Teampartner vorgeschlagen haben. Laschet habe dies jedoch abgelehnt.

Vor dem Bundesparteitag der CDU: Jens Spahn gilt als beliebtester Politiker

Aktuellen Umfragen zufolge gilt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn derzeit als beliebtester Politiker des Landes. Welche Auswirkungen dies auf die Frage des nächsten Kanzlerkandidaten der CDU hat, ist derzeit zwar noch ungewiss. Klar ist hingegen, dass der künftige Vorsitzende der Partei gute Chancen haben wird, ebenfalls Kanzlerkandidat der Union zu werden. Neben den nun vier Männern gesellt sich zudem noch ein weiterer Aspirant. Markus Söder, Chef der Christlich-Sozialen Union (CSU), wird ebenfalls als ein aussichtsreicher Anwärter auf die Kanzlerkandidatur gehandelt.

Zum anstehenden Parteitag der CDU und der Wahl des neuen Parteivorsitzenden bescheinigt derweil die lettische liberale Tageszeitung „Diena“ den Kandidaten Laschet, Merz und Röttgen wenig Unterstützung unter den Wähler:innen in Deutschland zu haben. Nicht ganz unzutreffend heißt es weiter: „Infolgedessen müssen die Delegierten wie Odysseus fast buchstäblich zwischen Skylla und Charybdis schwimmen. Doch verspricht die Abstimmung, selten interessant zu werden.“ (Joel Schmidt mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: © Reiner Zensen/imago

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