+
Sein Präsident steht hinter ihm: John McCain.

Präsident trifft Demokrat

Bush stellt sich offiziell hinter McCain

"Er wird an diesem Schreibtisch sitzen und über Krieg und Frieden entscheiden", sagt US-Präsident George Bush selbstsicher über den Republikaner.

Washington (AP) US-Präsident George W. Bush hat seinem einstigen Parteirivalen John McCain am Mittwoch erstmals offiziell seine Unterstützung zugesichert. McCain werde der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein, sagte Bush. "Er wird gewinnen." Bush empfing den 71-jährigen Senator und dessen Frau Cindy im Weißen Haus zu einem Arbeitsessen.

Der Besuch begann für Bush sehr ungewohnt: Er musste auf seine Gäste warten. Währenddessen tänzelte er für die anwesenden Reporter umher und unterhielt sich mit einigen.

McCain habe in seinem Leben die für das Amt nötige Charakterstärke und Durchsetzungskraft gezeigt, sagte Bush im Anschluss ihr Zusammentreffen im Rosengarten des Weißen Hauses. McCain sei jemand, der im Angesicht von Gefahren nicht weglaufe.

Während er bald auf seiner Ranch in Crawford die Füße hochlegen werde, werde McCain Präsident sein. "Er wird an diesem Schreibtisch sitzen und über Krieg und Frieden entscheiden", sagte Bush über den Vietnamveteran. Er versprach dem Kandidaten seine bedingungslose Unterstützung.

Wenn dieser es wünsche, werde er ihn mit Freude im Wahlkampf unterstützen, auch um Spendengelder einzutreiben. McCain sagte, in Staaten wie Texas, Bushs Heimatstaat, könne dessen Unterstützung im Wahlkampf hilfreich sein. Auf die Frage, ob er McCains Kampagne wegen seiner schlechten Beliebtheitswerte nicht stören werde, reagierte Bush gelassen. "Es geht da nicht um mich." Er habe seinen Teil getan. Bush scheidet zum Jahresende aus dem Amt.

Vor wenigen Jahren waren die beiden noch erbitterte Rivalen: McCain hatte sich bereits 2000 um die Präsidentschaftskandidatur beworben, damals aber gegen Bush verloren. McCain stimmte im Senat wiederholt an der Seite der Demokraten ab. Der Senator kritisierte auch immer wieder die Politik der Regierung Bush, zum Beispiel wegen des Gefangenenlagers in Guantanamo.

McCain hat nach den vier Vorwahlen vom Dienstag bereits mehr Delegiertenstimmen, als er für die offizielle Nominierung als Kandidat der Partei braucht. Sein letzter Konkurrent, Exgouverneur Mike Huckabee, zog daraus die Konsequenz und gab seine Bewerbung auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion