Burkina Faso

Anschlag auf Kirche in Burkina Faso

Bei einem bewaffneten Angriff auf eine evangelische Kirche sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. 

Bei einem Angriff auf eine evangelische Kirche im Norden von Burkina Faso sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Bewaffnete hätten die Kirche in der Ortschaft Silgadji am Ende des Sonntagsgottesdienstes gestürmt, berichtete der französische Auslandssender RFI am Montag. Der Pfarrer, seine beiden Kinder und drei Besucher des Gottesdienstes seien Zeugen zufolge erschossen worden, bevor die Täter auf Motorrädern entkommen konnten. In anderen Berichten war zunächst von fünf Toten die Rede. Hinter den Taten werden Islamisten vermutet.

Die Zahl der Anschläge von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat in dem westafrikanischen Land nimmt seit Monaten zu. Es ist das erste Mal, das gezielt eine Kirche angegriffen wurde. Die Terroristen, die sich oft auf Motorrädern fortbewegen, hatten erst vor fünf Monaten den Markt von Silgadji überfallen und angezündet. Human Rights Watch zufolge haben Islamisten und die gegen sie kämpfende Armee in den vergangenen Monaten mehr als 150 Menschen im Norden des Landes getötet.

Der Anschlag geht einem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in der Region voraus. Sie wird in dieser Woche in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou erwartet, wo sie Gespräche mit Präsident Roch Marc Kaboré führen wird. Deutschland unterstützt die regionale Anti-Terror-Truppe G5 Sahel, an der auch Burkina Faso beteiligt ist. Allerdings sind deren Einheiten auch zwei Jahre nach Gründung noch nicht einsatzfähig. (epd) 

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