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Als Reaktion auf Russlands Vorgehen im Ukraine-Konflikt schickt die Nato Soldaten nach Osteuropa.

Wegen Russland

Bundeswehr führt Nato-Einsatz in Litauen

Bei der Verstärkung der Nato-Präsenz in Osteuropa übernimmt die Bundeswehr die Führung über ein Bataillon in Litauen.

Bei der Verstärkung der Nato-Präsenz in Osteuropa übernimmt die Bundeswehr die Führung über ein Bataillon in Litauen. Deutschland werde dort "als Rahmennation" für den Einsatz zuständig sein, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag beim Nato-Gipfel in Warschau. Beteiligt an dem Einsatz in Litauen seien auch Norwegen, die deutsch-französische Brigade und die Benelux-Staaten.

Als Reaktion auf Russlands Vorgehen im Ukraine-Konflikt schickt die Nato ab dem kommenden Jahr jeweils ein Bataillon mit bis zu tausend Soldaten in die drei baltischen Staaten und nach Polen. In Estland übernimmt Großbritannien die Führung, in Lettland Kanada und in Polen die USA. Die osteuropäischen Länder sehen seit der Annexion der Krim durch Russland ihre eigene Sicherheit bedroht.

Merkel betonte aber zugleich, dass auch die Gesprächskanäle zu Russland offen gehalten werden müssten. Sie habe beim Gipfel nochmals deutlich gemacht, dass es auf der einen Seite um Verteidigungsfähigkeit gehe, "auf der anderen Seite aber auch immer um den Dialog mit den entsprechenden Nachbarregionen".
Zudem habe Deutschland "sehr viel Wert darauf gelegt", dass die Nato-Russland-Grundakte "weiter Geltung hat". In der Grundakte hatte die Nato 1997 zugesagt, auf eine dauerhafte und umfangreiche Stationierung von Truppen in Osteuropa möglichst zu verzichten. (afp)

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