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DIe Bundestagwahl steht an und auch kirchliche Organisationen mischen mit.
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Wahlurne in einer evangelischen Kirche - dieses Mal gibt sie selbst Wahlberatung.

Qual der Wahl

„Sozial-o-Mat“ statt „Wahl-o-Mat“ - ungewöhnliches Wahlhelferchen ist schon gestartet

Der Wahl-o-Mat lässt noch auf sich warten - doch ein Wahlhilfe-Tool der besonderen Art ist schon verfügbar: Worum es beim „Sozial-o-Mat“ geht.

Berlin – Der Wahl-o-Mat ist ein Klassiker vor allen Bundes- und Landtagswahlen - aber er startet erst am 2. September. Mitten im Wahlkampf der großen Parteien der Bundesrepublik ist hingegen der “Sozial-o-Mat“ schon verfügbar.

Das Online-Tool der Diakonie geht zum dritten Mal an den Start. Und es ist ein wenig mehr „special interest“: Es soll Wählerinnen und Wähler helfen, ihre eigenen sozialpolitischen Standpunkte mit denen der Bundestagsparteien zu vergleichen, wie der evangelische Wohlfahrtsverband zum Start der „Sozial-O-Mats“ am Dienstag verkündete.

Wahl-o-Mat lässt noch auf sich warten - Diakonie bietet schon „Sozial-o-Mat“

Das Tool zeige, „welchen Stellenwert zentrale Fragen der Sozialpolitik und des gesellschaftlichen Miteinanders in einer kommenden Regierung und im Parlament haben werden“, erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

Wie schon zur Bundestagswahl 2017 und zur Europawahl 2019, wurden auch zur diesjährigen Bundestagswahl* die sechs großen Bundestagsparteien CDU*/CSU, SPD, Grünen*, Die Linke, FDP und AfD  zu ihren Positionen gegenüber den sozialpolitischen Themen Arbeit, Gesundheit, Familie und Kinder und Migration befragt. Das Programm selbst will politisch neutral sein, bietet aber den Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, jeweils 20 Thesen mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“ oder „neutral“ zu bewerten, um sich dann errechnen zu lassen, mit welchem Parteienwahlprogramm ihre Position am meisten übereinstimmt.

Online-Tool zur Entscheidungshilfe: Diakonie startet Sozial-o-Mat

Der Sozial-o-Mat „soll Wählerinnen und Wählern eine leicht zugängliche, informative Entscheidungshilfe für die Wahl am 26. September geben“, erklärt die Diakonie auf ihrer Website. „Wir brauchen gut informierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, mit ihrer Wahl einen Beitrag zur Zukunft unserer Gesellschaft zu leisten“, heißt es weiter. Die Organisation habe sich dabei auf die Themen Arbeit, Gesundheit, Familie und Kinder und Migration beschränkt, da dies Themen seien, die am meisten diskutiert werden und „mit denen die Diakonie Deutschland in Verbindung gebracht wird“.

Zu bewerten gibt es beispielsweise diese These: „Wer acht Stunden am Tag arbeitet, muss ohne zusätzliche Unterstützung leben können – deshalb muss der Mindestlohn deutlich erhöht werden.“ Oder auch: „Für eine gute Rente sollen die Menschen länger arbeiten: Das Renteneintrittsalter sollte entsprechend der demographischen Veränderungen erhöht werden.“

Den Angaben zufolge soll das Internet-Angebot außerdem dazu dienen, den politischen Dialog zum Beispiel in Schulen, Vereinen oder Kirchengemeinden anzuregen. Parallel zum Sozial-o-Mat gibt es seit 2002 auch den Wahl-o-mat der Bundeszentrale für politische Bildung, dass als Tool zur politischen Entscheidungshilfe bei großen Wahlen dienen soll*. (klb) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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