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Annalena Baerbock Bundesvorsitzende Gruene Kanzlerkandidatin
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Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen verzeichnet Verluste in den Umfragen.

RTL/ntv-Trendbarometer

Grüne Kandidatin Annalena Baerbock mit Verlusten – FDP holt Stimmen von der Union

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Für das Trendbarometer ermittelt Forsa die aktuelle Wählergunst. Wer hätte die Nase bei der Bundestagswahl 2021 vorn, würde am nächsten Sonntag gewählt?

Köln – Knapp vier Monate vor der Bundestagswahl 2021 zeichnet sich in der Wählergunst ein leicht verändertes Bild. Gemäß einer Meinungsumfrage im Auftrag von RTL/ntv, ermittelt vom Meinungsforschungsinstitut Forsa, verlieren SPD und Grüne jeweils einen Prozentpunkt. Die FDP kann sich um zwei Prozentpunkte verbessern, während die Werte aller anderen Parteien unverändert bleiben. Damit liegen die Grünen noch einen Prozentpunkt vor der CDU/CSU. Beim Kampf um den dritten Platz liegen FDP mit 13 und SPD mit 14 Prozent ebenfalls nahezu gleichauf.

Bundestagswahl 2021: Aktuell Grüne nur knapp vor der Union

Wie würden die Befragten wählen, wenn demnächst Bundestagswahl wäre? Die Parteien könnten in etwa mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU kämen auf 24 Prozent (Bundestagswahl 2017 32,9 Prozent), die SPD auf 14 Prozent (20,5 Prozent), die FDP auf 13 Prozent (10,7 Prozent), Grüne erreichten 25 Prozent (8,9 Prozent), die Linke 6 Prozent (9,2 Prozent) und die AfD 10 Prozent (12,6 Prozent).

Etwa 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Prozent). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit unverändert 24 Prozent dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

Transparenz

Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 18. bis 21. Mai 2021 erhoben. Datenbasis: 2.004 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte.

Aktuell liegen die Grünen und die Union dicht beieinander, die Grünen mussten an Vorsprung einbüßen. Dennoch dürften diese Parteien darum konkurrieren, wer bei der kommenden Bundestagswahl stärkste politische Kraft wird. Aktuell könnten die Grünen laut Trendbarometer mit fast 500.000 Stimmen mehr rechnen als die Union.

Nur knapp 500.000 Stimmen liegt auch die SPD noch vor der FDP. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2017 würde die CDU/CSU momentan ungefähr vier Millionen Stimmen verlieren. Die SPD würde drei Millionen Stimmen verlieren – damit hätten die Sozialdemokraten seit 1998 zwei Drittel ihrer einstigen Wähler verloren. Die Grünen würden gegenüber 2017 7,6 Millionen, die FDP 1,1 Million Stimmen hinzugewinnen.

Bundestagswahl: 39 Prozent der heutigen FDP-Anhänger haben 2017 noch CDU/CSU gewählt

Woher kommt der Stimmen-Zuwachs der FDP in der Umfrage? Hauptsächlich von der Union: 39 Prozent derjenigen, die jetzt die Liberalen wählen wollen, haben im September 2017 CDU/CSU gewählt. Nur ein Drittel (33 Prozent) der heutigen FDP-Anhänger haben sich auch 2017 schon für die FDP entschieden. Die übrigen FDP-Neuzugänge haben zuletzt SPD (5 Prozent), Grüne (6 Prozent), AfD (4 Prozent) oder eine der sonstigen kleineren Parteien (2 Prozent) gewählt. 11 Prozent haben 2017 gar nicht gewählt oder sind Erstwähler.

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Bundestagswahl: Die neue Regierung – Schwarz-Grün, Ampel oder Schwarz-Rot-Gelb

Die Grünen wären im neuen Bundestag demnach stärkste Fraktion und könnten 192 der insgesamt 711 Mandate erobern. Die Union wäre mit 188 Sitzen zweitstärkste Kraft im Parlament. Die übrigen Mandatsverteilung sehen aus wie folgt: SPD mit 108, FDP mit 100, Linke 46 und AfD mit 77 Sitzen.

Damit wären derzeit drei Regierungs-Konstellationen möglich: Grün-Schwarz (zusammen 380 Mandate), eine „Ampel“-Koalition aus Grünen, SPD und FDP (400 Mandate) und eine Koalition aus CDU/CSU, SPD und FDP (396 Mandate). Die derzeit regierende schwarz-rote Koalition käme zusammen auf 296 Sitze und wäre nicht mehr regierungsfähig - ebenso wenig wie ein grün-rot-rotes Linksbündnis (zusammen 346 Sitze).

Bundestagswahl 2021: Grüne Baerbock mit Verlusten

Würden die wahlberechtigten Befragten ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen können, hätte die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, trotz Verlusten weiterhin die meisten Stimmen: 28 Prozent würden sich für sie entscheiden (minus 2 Prozentpunkte), 18 Prozent für den Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet (unverändert) und 14 Prozent für den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (plus 1). 40 Prozent würden keinem der drei ihre Stimme geben.

Annalena Baerbock kann sich stärker auf die Unterstützung der eigenen Anhänger verlassen als ihre Konkurrenten von der Union oder der SPD. Zwei Drittel (66 Prozent) der Grünen-Wähler von 2017 würden sich für Baerbock als Bundeskanzlerin entscheiden, wenn eine solche Direktwahl möglich wäre. Für Armin Laschet würden sich nur 31 Prozent der Unions-Wähler von 2017, für Olaf Scholz 38 Prozent der SPD-Wähler entscheiden. (ktho)

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