Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das Reichstagsgebäude in Berlin: Am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt.
+
Das Reichstagsgebäude in Berlin: Am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt. 

Wahljahr 2021

Bundestagswahl könnte so teuer wie noch nie werden

  • Tobias Möllers
    VonTobias Möllers
    schließen

Bei der Bundestagswahl im September werden deutlich mehr Briefwähler erwartet. Aus Corona-Sicht ist das vernünftig, aber die Briefwahl hat auch einen Haken.

  • Am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt.
  • Das Innenministeriumerwartet einen deutlich höheren Anteil an Briefwählern.
  • Die Kosten für eine Briefwahl erhöhen die Gesamtkosten der Wahl.

Berlin - Wegen der Corona-Krise* könnte die Bundestagswahl so teuer werden wie noch nie. Das Bundesinnenministerium veranschlage für die Wahl am 26. September Kosten von insgesamt 107 Millionen Euro. Das berichtet die „Saarbrücker Zeitung“ (Montag). Als einen der Gründe nannte das Ministerium demnach, dass wegen der Pandemie deutlich mehr Briefwähler erwartet werden. Damit lägen die Kosten erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik über der Marke von 100 Millionen. Die Wahl 2017 schlug mit 92 Millionen Euro zu Buche.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte der Zeitung, man rechne mit einem erhöhten Anteil von Briefwählern, denn es sei nicht auszuschließen, dass die Wahl „noch unter Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie“ stattfinden werde. Mehr Briefwähler bedeuteten zugleich höhere Kosten, da der Bund die kostenlose Beförderung von Wahlbriefen finanziere. Auch die Versendung der Wahlbenachrichtigungen sei teurer geworden.

Bundestagswahl kann nicht ausschließlich als Briefwahl geplant werden

„Nach geltender Rechtslage muss es Wahllokale geben“, hielt Ministeriumssprecher Steve Alter am Montag fest. Sollte eine Bundestagswahl - etwa wegen einer Pandemie - ausschließlich als Briefwahl geplant werden, müsste dafür erst eine entsprechende gesetzliche Regelung geschaffen werden. Im Bundesinnenministerium sei zu solchen Bestrebungen im Moment jedoch nichts bekannt.

Vor vier Jahren lag der Anteil der Briefwähler bundesweit bei 28,6 Prozent. Dieses Mal wird erwartet, dass ein deutlich höherer Anteil der Wähler auf den Gang ins Wahllokal verzichtet und lieber aus der Ferne die Stimme abgibt. Ein Sprecher des Bundeswahlleiters sagte der Zeitung, wegen Corona könnten auch zusätzliche Wahlhelfer fällig werden. Das würde dann zu Mehrausgaben bei den sogenannten Erfrischungsgeldern führen. Wer im Wahllokal mitarbeitet, bekommt zwischen 25 und 35 Euro.

2,8 Millionen Deutsche dürfen das erste Mal den Bundestag wählen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden am 26. September im Bundesgebiet etwa 60,4 Millionen Deutsche wahlberechtigt sein. Darunter sind etwa 2,8 Millionen, die zum ersten Mal ihre Stimme abgeben können. Die Hälfte der Kosten der Wahl wird den Ländern vom Bund erstattet.

Weit vor der Bundestagwahl steht im März 2021 in Hessen die Kommunalwahl an. Wegen der Corona-Pandemie ist auch hier eine Steigerung des Briefwahl-Anteils zu erwarten*. (tom/dpa) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare