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Cyberangriffe auf Bundestagswahl - EU verurteilt Hacker-Attacken aus Russland

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Hackerangriffe aus Russland auf Bundestagswahl
Die EU hat die Hacker-Angriffe aus Russland auf die Bundestagswahl verurteilt. © Jakub Porzycki/Imago Images

Kurz vor der Bundestagswahl werden schwere Vorwürfe gegenüber Russland laut: Es sei zu gezielten Angriffen auf die Wahl gekommen.

+++ 13.25 Uhr: Der EU-Außen- und Sicherheitsbeauftragte Josep Borrell hat mutmaßlich russische Hackerangriffe vor der Bundestagswahl scharf verurteilt. Die Angriffe in mehreren Mitgliedstaaten durch eine Hackergruppe namens Ghostwriter seien „inakzeptabel“, denn sie bedrohten „demokratische Werte und Prinzipien“ und träfen die Demokratie damit mitten ins Herz, erklärte Borrell am Freitag in Brüssel. Hinter der Ghostwriter-Gruppe wird der russische Militärgeheimdienst GRU vermutet.

Diese Hackerangriffe müssten „sofort enden“, forderte Borrell. „Wir rufen die Russische Föderation dringend auf, die Normen für verantwortliches Staatsverhalten im Cyberspace zu respektieren.“ Die EU behalte sich ansonsten „weitere Schritte“ vor. Nach Borrells Angaben betreffen die Angriffe „zahlreiche Europaabgeordnete sowie Politiker und Vertreter von Presse und Zivilgesellschaft in der EU“. Wie viele Mitgliedstaaten insgesamt betroffen sind, ließ er offen.

Bundestagswahl 2021: EU verurteilt Hacker-Angriffe aus Russland

In Deutschland hatte der Generalbundesanwalt am 9. September ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit den Cyberangriffen vor der Bundestagswahl eingeleitet. Ein Behördensprecher sagte, es gehe um den „Verdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit“. Die Bundesregierung hatte zuvor scharf gegen russische Beeinflussungsversuche vor der Bundestagswahl protestiert.

Erstmeldung von Freitag, 24.09.2021, 13.00 Uhr: Berlin – Die EU wirft Russland kurz vor der Bundestagswahl 2021* gezielte Cyberangriffe vor. Die bösartigen Aktivitäten richteten sich gegen zahlreiche Abgeordnete, Regierungsbeamte, Politiker sowie Vertreter der Presse und der Zivilgesellschaft in der EU, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung der 27 Mitgliedstaaten.

Die Angreifer würden dabei auf Computersysteme und persönliche Konten zugreifen und Daten stehlen. (tu mit AFP/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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