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Online-Tool

Bundestagswahl 2021: Ist „DeinWal“ der bessere Wahl-O-Mat? Jetzt noch schnell den Test machen

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Wen wähle ich bei der Bundestagswahl 2021? Helfen kann ein neues Online-Tool: „DeinWal“. Es hat gegenüber dem Wahl-O-Mat viele Vorteile.

Berlin – Die Bundestagswahl 2021 steht vor der Tür. Doch wen soll man eigentlich wählen? Die Zahl der Stammwähler:innen ist längst nicht mehr so hoch wie einst. Spontanität ist beim Setzen des Kreuzes auf dem Stimmzettel das Stichwort. Wenig verwunderlich also, dass sich Hilfsinstrumente wie etwa der Wahl-O-Mat immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Das Prinzip ist bekannt. Der Wahl-O-Mat gleicht die eigenen Ansichten mit den Inhalten der Parteiprogramme ab. 38 Thesen, 38 Abstimmungen, am Ende gibt es eine Übereinstimmungsrate und: eine Tendenz. Doch das Tool hat einige Schwächen. Parteiprogramme sind vorerst nicht viel mehr als Versprechen. Ob sie auch Realität werden, hängt von vielen, vielen Faktoren ab. Einen anderen Weg geht ein neues Online-Tool: „DeinWal“.

Wie soll man bei der Bundestagswahl 2021 abstimmen? „DeinWal“ kann in dieser Frage helfen.

Bundestagswahl 2021: So funktioniert das neue Tool „DeinWal“

Entwickelt haben „DeinWal“ die Politik-Studentin Sophie Flack, der IT-Ingenieur Martin Scharm sowie Tom Theile, ein Softwareentwickler am Max-Planck-Institut für demographische Forschung, wie waz.de berichtet. Scharm und Theile hatten schon für die Bundestagswahl 2017 und die Europawahl Versionen von „DeinWal“ entwickelt. Das Online-Tool haben sie in ihrer Freizeit aufgebaut und aus eigener Tasche finanziert.

Und so funktioniert das Tool: Statt auf die Wahlprogramme der Parteien einzugehen, nimmt sich „DeinWal“ das tatsächliche Votum der Parteien innerhalb der vergangenen Legislaturperiode (2017-2021) als Grundlage. Die potenziellen Wähler:innen stimmen im Vorfeld per Daumen hoch oder runter ab. Ähnlich wie beim Wahl-O-Mat kann man zudem auch Abstimmungen mit einem Herz markieren, die einem besonders wichtig sind. Anschließend wird das eigene Abstimmungsergebnis dann mit dem der Parteien abgeglichen. „DeinWal“ basiert somit nicht auf Versprechungen, sondern auf tatsächlichen Entscheidungen.

Die Vorteile von „DeinWal“ gegenüber dem Wahl-O-Mat

Die Vorteile von „DeinWal“ liegen auf der Hand. Neben dem Basieren auf bereits getroffenen Entscheidungen der Parteien können Nutzer:innen beim neuen Online-Tool auch im Nachhinein überprüfen, wie die einzelnen Fraktionen in jeder Sache gestimmt haben. Das bietet den Vorteil, dass - sollte man einer Partei bereits zugetan sein - hier abgleichen kann, ob man wirklich ähnliche Vorstellungen hat.

„DeinWal“ wird kostenlos angeboten. Die Entwickler haben aus den über 200 Bundestagsabstimmungen der vergangenen Legislaturperiode 25 Fragestellungen ausgewählt. Auf der Website heißt es dazu: „Wir haben versucht alle Thesen und Fragen so objektiv wie möglich darzustellen.“ Wir von fr.de haben den Test gemacht und können sagen: Es stimmt. Die Formulierungen der Fragen sind in der Wortwahl nahe an den originalen Anträgen. Die Themen sind zudem sehr zeitgemäß wie etwa Corona, Klimaschutz oder auch Mietpreise.

Die Nachteile von „DeinWal“ gegenüber dem Wahl-O-Mat

Ein weiterer Vorteil: Es werden bei „DeinWal“ laut den Entwicklern keine Tracking-Dienste wie Google-Analytics verwendet. Die Antworten der Nutzer:innen des Tools bleiben geheim.

Und doch hat auch „DeinWal“ einen Nachteil. Durch das Konzept werden nur die Parteien berücksichtigt, die aktuell im Bundestag vertreten sind. Heißt: CDU/CSU, SPD, Die Grünen, Die Linke, AfD und FDP. Klein- und Kleinstparteien stehen nicht zur Auswahl. nc

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod

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