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Umfrage zur Bundestagswahl

Unbeliebte Union: Mehrheit will CDU und CSU in die Opposition schicken

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Die meisten Deutschen wünschen sich einer Umfrage zufolge, dass die Union nach der Bundestagswahl in die Opposition geht. 

Berlin - Die Mehrheit der Deutschen wollen nach der Bundestagswahl 2021 keine erneute Regierungsbeteiligung von CDU und CSU. Das hat eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag der Augsburger Allgemeinen ergeben. Für die Umfrage wurden zwischen dem 1. und 3. September 5000 Wahlberechtigte befragt, ob sie die Union nach der Wahl in der Opposition sehen wollen. Rund 56 Prozent antworteten mit „Ja“ oder „Eher ja“, neun Prozent seien unentschieden. Nur 35 Prozent der Befragten würden die CDU/CSU lieber mit Regierungsverantwortung sehen.

In allen aktuellen Umfragen zu Wahltrends hat die Union zuletzt erneut an Boden verloren und liegt nun mit einigen Prozentpunkten hinter der SPD. In der Frage nach der Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel führt Olaf Scholz die Umfragen klar an. Der SPD-Kanzlerkandidat liegt laut der aktuellen Umfrage von Infratest Dimap bei 43 Prozent. Armin Laschet von der CDU wollen 16 Prozent der Befragten als Kanzler sehen, zwölf Prozent unterstützen Annalena Baerbock (Grüne) als zukünftige Kanzlerin.

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl kann sich nur eine Minderheit der Deutschen die Union in einer Regierung vorstellen.

CDU-Kanzlerkandidat Laschet warnt vor Bundestagswahl vor „Anschlag auf unseren Wohlstand“

Auch in einer Umfrage dieser Zeitung zeigt sich ein Trend zu den Sozialdemokraten. Die Mehrheit der Leser wünschen sich eine SPD-geführte Regierung unter Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Über 25 Prozent können sich ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken vorstellen, weitere 25 Prozent votieren für ein rechnerisch derzeit nicht mögliches Zweierbündnis rot-grün. Die von 12 Prozent gewünschte schwarz-gelbe Koalition aus CDU und FDP ist nach derzeitigen Umfragen von einer Mehrheit im Bundestag weit entfernt. In der letzten Forsa-Umfrage lag die Union gerade mal bei 21 Prozentpunkten, die FDP kommt auf 12 Prozent.

Vor dem Hintergrund ihrer historisch schlechten Umfragewerte haben CDU und CSU zuletzt mehrfach die Diskussion über ein mögliches Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei forciert. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet warnte im Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass ein Linksbündnis den Aufschwung gefährde. Auch tragende Rollen für SPD-Chefin Saskia Esken und Partei-Vize Kevin Kühnert, die dem linken Flügel der Sozialdemokraten zugerechnet werden, seien eine Gefahr: „Was mit ihnen droht, ist klar: ein Anschlag auf unseren Wohlstand. Erst recht mit der Linken.“

Bundestagswahl: Grüne fordern „keine halben Sachen mehr“ in Sachen Klimaschutz

Die Grünen lagen in Umfragen zuletzt mit mehreren Punkten Rückstand auf Platz drei. Deren Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wünschte sich im FR-Interview, „dass wir im Klimaschutz keine halben Sachen mehr machen“ und kritisierte dazu auch die möglichen späteren Koalitionspartner: Grüne und Sozialdemokraten stünden sich zwar in sozialen und finanzpolitischen Fragen nahe, aber: „Beim Klimaschutz bremst die SPD.“

Zugleich warf sie Union und FDP vor, zu wenig gegen die soziale Spaltung zu tun: „Sie konzentrieren sich vor allem auf Entlastungen für Reiche und haben keine Idee, wie sie die Investitionen, die man für den Modernisierungsschub braucht, stemmen wollen.“ Ein Bündnis aus SPD, Union und FDP würde, so Baerbocks Prognose in der Neuen Westfälischen, „einen völligen Stillstand für unser Land bedeuten“.

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Scholz und Laschet werden kommende Woche zu Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron erwartet. Wie die deutsche Botschaft in Paris am Freitag mitteilte, ist das Treffen mit Scholz am Montag geplant. Die Begegnung mit NRW-Ministerpräsident Laschet soll am Mittwoch stattfinden. Von einem Treffen Macrons mit Baerbock war zunächst nicht die Rede. (ska/dpa)

Rubriklistenbild: © Thomas Imo/Imago

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