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RTL/ntv-Trendbarometer

Umfrage zur Bundestagswahl: Unzufriedenheit mit Laschet wächst

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Wie würden die Menschen wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre? Forsa liefert aktuelle Daten.

Köln – Auch in dieser Woche hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL/ntv ein Trendbarometer erhoben: Wie könnte die Bundestagswahl ausgehen, wenn am Sonntag gewählt werden würde? Viel Bewegung zeichnet sich in der politischen Stimmung unter den Befragten nicht ab. Einen Prozentpunkt verlieren die Grünen gegenüber der Vorwoche, wovon die sonstigen kleineren Parteien profitieren, die um einen Prozentpunkt zulegen können. Für alle anderen Parteien ändert sich gar nichts. Damit bleiben die Grünen stärkste politische Kraft und liegen noch zwei Prozentpunkte vor den Unionsparteien sowie elf Prozentpunkte vor der SPD.

Demnach würde sich bei einer Bundestagswahl am nächsten Sonntag folgendes Bild ergeben: CDU/CSU kämen auf 24 Prozent (Bundestagswahl 2017: 32,9%), die SPD auf 15 Prozent (20,5%), FDP käme auf 11 Prozent (10,7%), die Grünen auf 26 Prozent (8,9%), die Linke erreichte 6 Prozent (9,2%) und die AfD 10 Prozent (12,6%). 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 24 Prozent dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

Transparenz

Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 11. bis 17. Mai 2021 erhoben.

Datenbasis: 2.001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte. Die Daten zur politischen Stimmung in Bayern und Nordrhein-Westfalen wurden vom 10. bis 17. Mai 2021 erhoben. Datenbasis: 1.016 Wahlberechtigte in Bayern und 1.058 Wahlberechtigte in NRW. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

In den neuen Bundestag würden 711 Abgeordnete einziehen – das bedeutete für die Grünen einen Zuwachs von 133 Mandaten. Auch die FDP hätte ein Plus von 5 Mandaten. Die übrigen Parteien würden Mandate verlieren.

Die Sitzverteilung gemäß den aktuellen Wahlabsichten der Befragten sähe wie folgt aus: Grüne 200, Union 188, SPD 115, FDP 85, Linke 46 und AfD 77. Union und SPD würden im neuen Parlament ihre regierungsfähige Mehrheit verlieren; sie kämen zusammen nur noch auf 303 Abgeordnete. Regieren könnten Grün-Schwarz (zusammen 388 Mandate), eine „Ampel“-Koalition aus Grünen, SPD und FDP (400 Mandate), ein grün-rot-rotes „Linksbündnis“ (361 Mandate) sowie eine Koalition aus Union, SPD und FDP (388 Mandate).

Markus Söder und Armin Laschet stehen in den Umfragen unterschiedlich da. (Archivfoto)

Bundestagswahl-Umfrage: CSU in Bayern verliert – Grüne in NRW vor der CDU

Die Unionsparteien würden derzeit bei einer Bundestagswahl 24 Prozent der gültigen Stimmen erreichen – aber wie ist die politische Stimmung in den beiden bevölkerungsreichsten Bundesländern? In Nordrhein-Westfalen, dem Heimatland des Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet, könnte die CDU ebenfalls mit 24 Prozent rechnen, das sind 8,6 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2017. Die CSU mit Markus Söder käme in Bayern auf 32 Prozent und müsste ein Minus von 6,8 Prozentpunkten verkraften.

Bei einer Landtagswahl würde die CDU in NRW mit 25 Prozent kaum besser abschneiden als bei einer Bundestagswahl. Wenn jetzt in Bayern Landtagswahl wäre, könnte die CSU den Befragten zufolge mit 38 Prozent rechnen, sechs Prozentpunkte mehr als bei einer Bundestagswahl.

Bundestagswahl-Umfrage: Deutlich mehr Rückhalt für Söder als für Laschet

Wie würden die befragten Wahlberechtigten in Bayern bei einer Bundestagswahl wählen: Die CSU erhielte 32, Grünen 26, die SPD 9, FDP 9, Linke 4, Freie Wähler 4 und AfD 10 Prozent. Die Wahlabsichten in Bayern bei einer Landtagswahl wären etwas anders: CSU 38, Grüne 22, Freie Wähler 9, SPD 7, FDP 6, Linke 3 und AfD 9 Prozent.

Wie würden die befragten Wahlberechtigten in Nordrhein-Westfalen bei einer Bundestagswahl wählen: Grüne 28, CDU 24, SPD 18, FDP 11, Linke 4 und AfD 8 Prozent. Die Wahlabsichten in Nordrhein-Westfalen bei einer Landtagswahl wären: Grüne 26, CDU 25, SPD 19, FDP 12, Linke 4 und AfD 7 Prozent.

Kandidat/inParteiProzente (19.05.2021)
Annalena BaerbockGrüne30 (-1)
Armin LaschetCDU18 (+1)
Olaf ScholzSPD13 (+1)

Vier Wochen nach der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der CDU/CSU ist das Kräftemessen zwischen Armin Laschet und Markus Söder immer noch nicht vorüber. Dabei kann sich der CSU-Chef auf starken Rückhalt in seinem Heimatland stützen, während die Arbeit des CDU-Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen mehrheitlich negativ bewertet wird. 69 Prozent der Befragten in Bayern sind mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten Söder zufrieden, 30 Prozent sind unzufrieden.

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63 Prozent der NRW-Bürger sind mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten Laschet unzufrieden, nur 31 Prozent sind zufrieden. In NRW wird die Arbeit der Landesregierung mit 35 Prozent Zustimmung etwas positiver bewertet als die des Regierungschefs, in Bayern ist die Zustimmung zur Landesregierung mit 64 Prozent fünf Prozentpunkte schlechter als die zum Ministerpräsidenten.

Bundestagswahl 2021: Baerbock liegt vor Laschet und Scholz

Wen würden die Wahlberechtigten zur Kanzlerin oder zum Kanzler wählen, wenn eine solche Direktwahl möglich wäre? Am stärksten würde derzeit nach wie vor Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, abschneiden: 30 Prozent würde sich für sie entscheiden, das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Woche zuvor. Ihre Gegenkandidaten gewinnen beide jeweils einen Prozentpunkt; Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet kommt auf 18, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf 13 Prozent. 39 Prozent würden keinem der drei ihre Stimme geben. (ktho)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler / dpa

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