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ZDF-Politbarometer

Umfrage: Olaf Scholz zieht klar an Armin Laschet vorbei

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Die Union verzeichnet im aktuellen „Politbarometer“ des ZDF Verluste. Und Armin Laschet stürzt in der Kanzlerfrage ab.

Berlin - Die Forschungsgruppe Wahlen hat im Auftrag des ZDF für das „Politbarometer“ die neuesten Umfragewerte veröffentlicht. Danach verlieren CDU/CSU zwei Prozentpunkte und erreichen jetzt 28 Prozent. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und liegen nach den am Freitag (30.07.2021) veröffentlichten Daten bei 21 Prozent. Auf dem dritten Platz folgt die SPD mit 16 Prozent (ebenfalls plus eins).

Für die AfD werden in der Umfrage elf Prozent vorhergesagt (plus eins). Es folgen die FDP mit unverändert zehn Prozent und die Linke mit weiterhin sieben Prozent. Rechnerische Mehrheiten gäbe es damit als einziges Zweierbündnis für eine schwarz-grüne Koalition, aber auch für ein Bündnis von CDU/CSU, SPD und FDP sowie sehr knapp für eine Ampel von Grünen, SPD und FDP.

Olaf Scholz obenauf, Armin Laschet hat das Nachsehen - zumindest in aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl.

K-Frage zur Bundestagswahl 2021: Armin Laschet mit starken Verlusten

Bei der Frage nach der Eignung für das Kanzleramt stürzt Unions-Kandidat Armin Laschet ab. Ihn halten nur noch 35 Prozent als Bundeskanzler für geeignet, zwölf Prozentpunkte weniger als zuvor. Grünen-Chefin Annalena Baerbock legt zwar um einen Punkt zu, erreicht aber nur einen Wert von 25 Prozent. Mehrheitlich halten die Bürgerinnen und Bürger dagegen laut Politbarometer SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz für geeignet, der mit 54 Prozent klar vorn liegt.

Etwas anders ist die Verteilung auf die Frage, wer tatsächlich als Bundeskanzler oder -kanzlerin gewünscht wird. Hier führt Scholz mit 34 Prozent (plus sechs Punkte) vor Laschet mit 29 Prozent (minus acht) und Baerbock mit 20 Prozent (plus zwei).

Für die Umfrage befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1.268 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

Bundestagswahl 2021: „Umfragen sind keine Prognosen“

Wie aussagekräftig Umfragen allgemein sind, darüber wird gerade vor wichtigen Entscheidungen - wie jetzt der Bundestagswahl 2021 - immer heftig diskutiert. Sie seien schlechter geworden, hieß es vor fünf Jahren, als Umfragen weder beim Brexit noch beim Wahlsieg von Donald Trump richtig lagen. Sind Berechnungen mittlerweile unberechenbar geworden?

„Zunächst muss man feststellen, dass Umfragen niemals Prognosen sein können“, sagt Matthias Jung, Vorstand der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen. Methodisch sauber könnten Umfragen immer nur die Stimmungslage zum Zeitpunkt der Erhebung aufzeigen. „Die Wahlentscheidung fällt inzwischen immer später und immer zeitnäher zum wirklichen Wahltag“, sagt Jung. Das Ganze sei zudem mit einem unvermeidbaren statistischen Fehler behaftet. „Wenige Punkte rauf oder runter bei einer Wahl danach liegen also im normalen Fehlerbereich.“

SPD-Mann Olaf Scholz holt in der Wählergunst auf.

Bundestagswahl 2021: Umfragen mit hoher statistischer Fehlertoleranz

Wahlumfragen sind generell also immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. YouGov nennt eine statistische Fehlertoleranz von 2,1 Prozentpunkten (bei einem Anteilswert von 30 Prozent) und von 1,0 Punkten (bei einem Anteilswert von 5 Prozent). Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. (skr/dpa/afp)
 

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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