Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Olaf Scholz und Annalena Baerbock: Aktuell liegen die Grünen deutlich vor der SPD.
+
Olaf Scholz und Annalena Baerbock: Aktuell liegen die Grünen deutlich vor der SPD.

Bundestagswahl 2021

Umfrage: Grüne doppelt so stark wie SPD – Talfahrt der Union geht weiter

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
    schließen

Im September wird in Deutschland gewählt. Wie würden die Parteien abschneiden, wenn bereits am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre? Die Umfrageergebnisse von Forsa. 

Berlin/Frankfurt – Bis zu den Bundestagswahlen am 27. September sind es noch knapp fünf Monate, und der Wahlkampf geht demnächst in seine heiße Phase. Das RTL/ntv-Trendbarometer hat zwei Wochen nach der Nominierung von Annalena Baerbock und Armin Laschet zu Kanzlerkandidaten ihrer Parteien erhoben, wie sich die Wahlberechtigten aktuell entscheiden würden.

Laut der Auswertung des Meinungsforschungsinstituts Forsa sind die Grünen abermals stärkste politische Kraft mit unverändert 28 Prozent. Die CDU/CSU kann sich demnach leicht um einen Prozentpunkt verbessern, liegt aber mit fünf Prozentpunkten Rückstand weiterhin auf dem zweiten Platz. Die SPD gewinnt einen Prozentpunkt, Linke und AfD verlieren je einen Prozentpunkt.

Erhebungsdaten

Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 27. April bis 3. Mai 2021 erhoben. Datenbasis: 2.508 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte.

Umfrage zur Bundestagswahl: 12,8 Millionen Wähler:innen für die Grünen, 6,4 Millionen für die SPD

Im Endergebnis sähe das dann wie folgt aus: CDU/CSU 23 Prozent (Bundestagswahl 2017 32,9%), SPD 14 Prozent (20,5%), FDP 12 Prozent (10,7%), Grüne 28 Prozent (8,9%), Linke 6 Prozent (9,2%), AfD 10 Prozent (12,6%). Sieben Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%), auch wäre die Zahl der Nichtwähler:innen und Unentschlossenen mit 26 Prozent größer als der Anteil der Nichtwähler:innen bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

10,6 Millionen Wahlberechtigte würden sich für die CDU/CSU entscheiden – zwei Millionen weniger als für die Grünen (12,8 Mio). Mit 6,4 Millionen hätte die SPD halb so viele Stimmen wie die Grünen. Die FDP könnte mit 5,5, die Linke mit 2,8 und die AfD mit 4,6 Millionen Stimmen rechnen.

Für die Regierungsbildung ergäben sich vier Möglichkeiten: Grün-Schwarz (zusammen 386 Mandate), eine „Ampel“-Koalition aus Grünen, SPD und FDP (405 Mandate), ein grün-rot-rotes „Links-Bündnis“ (360 Mandate) oder eine Koalition aus Union, SPD und FDP (zusammen 371 Mandate).

Umfrage zur Bundestagswahl 2021: Schlechtes Abschneiden der Union

In den letzten Jahren war die Union im Bund stets mit den meisten Stimmen aus den Wahlen hervorgegangen. Wie also erklärt sich die momentane Schwäche der Unionsparteien in der Wählergunst? 29 Prozent der Befragten empfinden die derzeitige Corona-Politik als schlecht, und immerhin 26 Prozent bemängeln die Zerstrittenheit der Union.

Noch 24 Prozent führen die Schwächephase der CDU/CSU auf den „falschen Kanzlerkandidaten“ Armin Laschet zurück. Auch 41 Prozent der befragten CSU- und 31 Prozent der CDU-Anhänger:innen sind dieser Meinung. Jeweils 15 Prozent sind überzeugt, dass die „Maskenaffäre“ und die Profillosigkeit der Union verantwortlich seien für die schlechten Umfragewerte. Acht Prozent nennen als Begründung, die CDU sei eine „Partei von gestern“. Zwei Prozent beklagen gar, die Union sei „zu links“ und hätte ihre konservativen Werte aufgegeben.

Annalena Baerbock in fast allen Bundesländern vor Laschet und Scholz

Würde in Deutschland die Kanzlerin oder der Kanzler direkt gewählt, fielen laut Umfrage 31 Prozent auf Annalena Baerbock, 17 Prozent auf Armin Laschet und 12 Prozent auf Olaf Scholz. Laschet konnte sich um zwei Prozentpunkte verbessern, Baerbock und Scholz haben je einen Prozentpunkt verloren. Allerdings würden 40 Prozent keinen der drei wählen.

Annalena Baerbock liegt in fast allen Bundesländern deutlich vor den beiden anderen Kanzlerkandidaten. Die einzige Ausnahme bildet Sachsen-Anhalt: Dort würden 24 Prozent Armin Laschet wählen und jeweils 13 Prozent Baerbock und Scholz. In Berlin hat Annalena Baerbock mit 38 Prozent den höchsten Zustimmungswert, Armin Laschet kommt in der Hauptstadt mit nur acht Prozent auf seinen niedrigsten Wert. Laschet erreicht mit 30 Prozent seine höchste Zustimmung im Saarland – auch hier schneidet Baerbock allerdings drei Prozentpunkte besser ab. Für Scholz würden sich die meisten Bürger in Hamburg (26%) und die wenigsten in Sachsen (9%) entscheiden.

Überdurchschnittlich groß ist die Kanzlerpräferenz für Baerbock bei den unter 45-Jährigen, in den Großstädten, bei Beamten sowie Schüler:innen und Student:innen. Im „linken Lager“ sowie bei den Gewerkschaftsmitgliedern liegt Olaf Scholz zwar vor Laschet, aber hinter Baerbock. Armin Laschet hat lediglich im „rechten Lager“ mehr Zuspruch als Baerbock und Scholz. (ktho)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare