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Negativkampagne der Union

Ton wird nach TV-Triell rauer – CDU twittert gegen Scholz

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Am Tag nach dem TV-Triell der Kanzlerkandidat:innen startet der Twitter-Kanal der CDU mit dem Video „Olaf sagt nichts“ eine Negativkampagne gegen die SPD.

Berlin – Mit dem ersten TV-Triell der Kanzlerkandidat:innen* von SPD*, CDU* und Grünen* geht der Wahlkampf zur Bundestagswahl* in die spannende Phase - klar zu erkennen am Ton der Kommunikationsstrategien der großen Parteien, der immer rauer wird. Auf Twitter macht sich dies nun in einem kurzen Video bemerkbar, das seit Montag (30.08.2021) über den offiziellen Twitter-Kanal der CDU verbreitet wird.

Darin geht es im Stil der „Sendung mit der Maus“ gegen SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz*, der seit vielen Wochen in Umfragen bei der Bevölkerung als Favorit für das Kanzleramt an der Spitze der drei Kandidat:innen liegt und für viele Zuschauer:innen und Medien auch im TV-Triell besser abschnitt als die Kontrahent:innen Annalena Baerbock* (Grüne) und Armin Laschet* (CDU). Dass Olaf Scholz fürs Kanzleramt kandidiert, kommentiert die betont junge Kampagne der Unionspartei mit dem sprachlichen Evergreen: „Klingt komisch, ist aber so“.

Bei den Zuschauer:innen war Olaf Scholz (SPD) im ersten Triell der Kanzlerkandidat:innen vergleichsweise beliebt. Die CDU griff ihn am Tag nach der Debatte in einem Twitter-Video an.

Mit Negativwerbung im Wahlkampf zur Bundestagswahl: CDU veröffentlicht Video „Olaf sagt nichts“

Der größte Kritikpunkt, den die CDU in ihrem Video an Scholz anhand verschiedener Beispiele herausarbeitet, ist die von der Unionspartei interpretierte Sprachlosigkeit von Scholz, wenn es um Themen geht, die er vermeintlich - zumindest nach dem Verständnis der Union - von den SPD-Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sowie Stellvertreter Kevin Kühnert diktiert bekommt: Denn anders als der eigenen Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat Scholz keinen Vorstandsposten inne. Den Scholz im Erklärvideo der CDU bringt das dazu, ein Tränchen zu verdrücken.

Zu den Punkten, zu denen Scholz „schweigt“, um Kanzler zu werden, zählen nach Auffassung der Union Steuererhöhungen für die Wirtschaft, die Abschaffung von Hartz-4-Sanktionen und die Gegnerschaft einer Mehrheit der Sozialdemokrat:innen gegenüber Plänen, die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen aufzurüsten. Dazu hätte die SPD nun eine „tolle, neue Idee“, nämlich: Rot-Rot-Grün, die im Video verbildlicht wird mit dem Foto einer Hausbesetzung und dem Verweis, das man die Konsequenzen davon ja „schon länger in Berlin bewundern“ könne. Ähnliche Prognosen machte am Sonntagabend auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak* in der ARD-Talkshow mit Anne Will. Eine Regierung ohne Beteiligung der CDU hätte Ziemiaks Vorhersage nach „katastrophale“ Auswirkungen auf Deutschland.

Nicht die erste Negativwerbung zur Bundestagswahl: SPD erntete Kritik mit Laschet-Spot

Der neue Wahlwerbespot folgt auf Versprechungen seitens der CDU, man wolle sich im Wahlkampf inhaltliche Schwerpunkte setzen, aber auch auf einen Wahlwerbespot der SPD mit recht ähnlichem Ansatz. Die Sozialdemokrat:innen hatten Anfang August ein umstrittenes Video vorgestellt, bei dem mögliche ultra-konservative Einflüsse auf den katholischen Kanzlerkandidaten Laschet im Mittelpunkt standen. Wenige Tage nachdem das Video vor Aufregung in der Öffentlichkeit sorgte, meldete sich Scholz zu Wort mit der Versicherung, dass man das Wahlkampfvideo nicht nutzen wolle. (Sandra Kathe) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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