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Bundestagswahl 2021: SPD im Aufwind – Olaf Scholz lotet schon Koalitionen aus

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Von: Daniel Dillmann

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Die SPD ist vier Wochen vor der Bundestagswahl zurück im Rennen. Kanzlerkandidat Olaf Scholz denkt bereits laut über mögliche Regierungskoalitionen nach.

Frankfurt - Noch dauert es vier Wochen, doch die Spekulationen, sie laufen bereits. Die Bundestagswahl 2021 wirft ihren Schatten voraus und im Wahlkampf sprechen die Kandidatinnen und Kandidaten über mögliche Koalitionen. So auch Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD.

Die Sozialdemokraten befinden sich in aktuellen Umfragen eindeutig im Aufwind. Laut dem ZDF-Politbarometer liegt die SPD mittlerweile gleichauf mit der CDU/CSU. Wäre am kommenden Sonntag bereits Bundestagswahl, würden jeweils 22 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme einer der beiden großen Volksparteien geben. Andere Umfragen sahen die SPD sogar vor der Union. Die Grünen kämen auf ca. 20 Prozent.

Bundestagswahl 2021: Olaf Scholz schließt Bündnis zwischen SPD, Grünen und FDP nicht aus

Grund genug für Olaf Scholz, zumindest verbal in die Offensive zu gehen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sprach der SPD-Kanzlerkandidat offen über mögliche Bündnisse nach der Bundestagswahl 2021. Eine Ampelkoalition mit den Grünen und der FDP schloss Scholz dabei explizit nicht aus. Laut dem Politbarometer würde die FDP auf zehn Prozent kommen. Eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP hätten demnach eine regierungsfähige Merhheit.

SPD im Aufwind: Olaf Scholz bei einem Wahlkampfauftritt in Frankfurt am Main.
SPD im Aufwind: Olaf Scholz bei einem Wahlkampfauftritt in Frankfurt am Main. © Sebastian Gollnow

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung versprach Olaf Scholz den Liberalen von der FDP einen fairen Umgang nach der Bundestagswahl und in möglichen Koalitionsverhandlungen. Dass diese einst so spektakulär und mitten in der Nacht gescheitert waren, daran seien laut Scholz nicht nur Christian Lindner und seine Liberalen schuld. Die Verhandlungen um eine Jamaika-Koalition seien 2017 auch daran zerbrochen, „dass sich Union und Grüne zuvor nicht sehr viel Mühe gegeben hatten, ein echtes Dreierbündnis zustande zu bringen“, so Scholz. Sie hätten „letztlich untereinander verhandelt und der FDP nur eine Nebenrolle zugedacht“.

Doch sollte der SPD-Kanzlerkandidat erwartet haben, dass seine Avancen bei der FDP Jubelstürme auslösen, so dürfte er jetzt enttäuscht sein. Das Werben für die Ampelkoalition löste bei den Liberalen eher verhaltenes Echo aus. „Schön“ sei es, wenn OIaf Scholz „kleine Schritte in eine vernünftigere und pragmatischere Richtung“ gehen wolle, sagte FDP-Vize Wolfgang Kubicki der Süddeutschen Zeitung am Samstag (28.08.2021). Ein Bündnis aus SPD, Grünen und FDP sei aber „extrem unwahrscheinlich“, so Kubicki. (Daniel Dillmann)

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