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Civey-Umfrage

Bundestagswahl: Deutliche Mehrheit will Habeck statt Baerbock als Vizekanzler

  • VonTanja Koch
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Fast 70 Prozent der Befragten wünschen sich Robert Habeck als Vizekanzler. Dass die Entscheidung offenbar schon gefallen ist, beschert den Grünen Kritik.

Berlin - Noch bevor klar ist, welche Parteien an der Regierung beteiligt sein werden, steht momentan die Frage im Raum, wer das Amt des Vizekanzlers oder der Vizekanzlerin übernehmen wird. Robert Habeck* hatte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Baerbock auf die Frage, wer Vizekanzler*in werde, gesagt: „Gehen Sie davon aus, dass wir komplett sortiert sind.“ Jedoch wolle man das jetzt nicht „zu Markte tragen“.

Am Dienstag erklärte er vor einer Fraktionssitzung, dass „selbstverständlich am Ende eines solchen Prozesses über Inhalt und Personal - das gesamte Tableau - die Partei über einen Parteitag oder eine Mitgliederbefragung“ entscheiden werde. Da wir aktuell „nicht mal einen Kanzler“ hätten, sei die Frage, wer Vizekanzler*in wird , „völlig irrelevant“. Derzeit laufen Vorsondierungen zwischen mehreren Parteien*.

Doch offenbar haben sich Habeck und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock* intern bereits über die Frage nach dem Vize-Posten verständigt. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, sei die Entscheidung zugunsten Habecks getroffen worden, was der Deutschen Presse-Agentur aus Parteikreisen bestätigt wurde.

Robert Habeck als Vizekanzler bevorzugt

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hat sich bei einer Civey-Umfrage im Auftrag des Spiegel dafür ausgesprochen, dass Robert Habeck das Amt des Vizekanzlers übernehmen soll. Auf die Frage „Sollte eher Robert Habeck oder Annalena Baerbock Vizekanzler oder Vizekanzlerin werden, falls die nächste Bundesregierung aus SPD*, Grünen und FDP* besteht?“ antworteten rund 69 Prozent der Befragten mit Habeck. Nur rund 15 Prozent bevorzugten der Umfrage zufolge Baerbock.

Im Falle einer Regierungsbeteiligung der Grünen soll Robert Habeck Vizekanzler werden - das intern mit Annalena Baerbock beschlossen worden.

Vor dem Hintergrund einer möglichen Koalition aus Union*, Grünen und FDP sehen die Ergebnisse ähnlich aus: 68 Prozent wären für Habeck, 14 Prozent für Baerbock.

Der Grünen*-Politiker Jürgen Trittin hat seine Partei davor gewarnt, sich schon jetzt auf die Verteilung von Posten festzulegen. „Wir verhandeln eine Regierung, die Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad bringt“, sagte der frühere Umweltminister und Fraktionschef im Bundestag dem „Spiegel“. Erst anschließend solle entschieden werden, wer für welches Amt infrage kommt. „Das entscheidet die Partei und nicht nur zwei Personen in persönlichen Gesprächen.“

Grünen-Ergebnisse deutlich schlechter als erhofft

Die Grünen waren bei der Bundestagswahl am Sonntag mit 14,8 Prozent drittstärkste Kraft geworden* und damit weit hinter ihren Erwartungen geblieben. In den Monaten vor der Wahl hatten die Umfrageergebnisse deutlich besser ausgesehen.

Nach Baerbocks Nominierung als Kanzlerkandidatin waren die Stimmenanteile der Grünen in den Umfragen auf 28 Prozent gestiegen, fielen allerdings wieder, nachdem sich Medienberichte über Fehler Baerbocks* häuften - etwa ein geschönter Lebenslauf oder der Vorwurf, sie habe in ihrem Buch abgeschrieben.

Dass sie, anstatt Bundeskanzlerin zu werden, nun den Vize-Posten übernehmen wird, scheint immer unwahrscheinlicher - obwohl damit ausschließlich Männer die Regierung anführen würden. (Tanja Koch) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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