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Armin Laschet
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Armin Laschet formulierte am Wahlabend trotz Niederlage seinen Machtanspruch. Am Tag danach schlägt er leisere Töne an - zumindest intern.

Wahl 2021

Bundestagswahl 2021: Union gibt sich defensiver - führt aber Gespräche für Jamaika-Koalition

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  • Daniela Deeg
    Daniela Deeg
  • Nico Scheck
    Nico Scheck
  • Joshua Schößler
    Joshua Schößler

Am Sonntag fand in Deutschland die Bundestagswahl statt. Wer vorne liegt bei der Wahl 2021, lesen Sie in unserem Live-Ticker.

  • Am Sonntag, 26.09.2021 fand in Deutschland die Bundestagswahl 2021 statt.
  • Alle 299 Wahlkreise sind ausgezählt.
  • Die ersten Prognosen und Hochrechnungen sowie wer bei dieser Wahl vorne liegt, erfahren Sie in unserem Live-Ticker.

+++ Ticker aktualisieren +++

+++ 12.55 Uhr: Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat nach eigenen Angaben bereits am Wahlsonntag mit FDP-Chef Christian Lindner ein langes Gespräch über mögliche Sondierungen für eine Regierungsbildung geführt. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen kündigte Laschet am Montag in einer Sitzung des CDU-Vorstands in Berlin zudem an, er werde am heutigen Tag auch mit Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sprechen. Über Inhalte des Gesprächs mit Lindner wurde zunächst nichts bekannt.

Laschet betonte demnach im CDU-Vorstand: „Aus dem Wahlergebnis kann niemand einen Regierungsanspruch ableiten, das habe ich am Sonntag auch nicht gesagt.“ Der CDU-Chef wurde mit den Worten zitiert: „Wir stehen bereit für andere Konstellationen, wenn eine Ampel nicht klappt.“ Dafür müsse man sich als Union vorbereiten und sich bereithalten. Man müsse als Union die Bereitschaft dafür ausstrahlen.

Bundestagswahl 2021: Wer liegt vorne? Laschet und Söder rudern zurück

+++ 12.47 Uhr: Unionskanzlerkandidat Armin Laschet sieht offenbar doch keinen direkten Anspruch auf Bildung einer Regierung unter Führung der Union. „Aus dem Wahlergebnis kann niemand einen Regierungsanspruch ableiten, das habe ich am Sonntag auch nicht gesagt“, sagte Laschet nach Angaben aus Teilnehmerkreisen am Montag in einer CDU-Vorstandssitzung. „Wir stehen bereit für andere Konstellationen“, wenn es mit einer Ampel-Koalition nicht klappe.

Auch Bayerns Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender Markus Söder schlägt am Tag nach der Wahl leisere Töne an. Die Union sei auf Platz zwei und nicht eins gelandet, es gebe daraus keinen Anspruch auf die Regierungsführung - allerdings ein Angebot für Gespräche, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Ein solches Angebot mache man - aber es werde kein „Anbiedern um jeden Preis“ bei Grünen und FDP geben, stellte er klar.

Nicht immer ein kongeniales Duo: Am Tag nach der Wahl erhebt keiner der beiden mehr Anspruch auf die Regierungsbildung.

+++ 05.33 Uhr: Die SPD hat die Bundestagswahl 2021 nach Auszählung aller 299 Wahlkreise klar und deutlich vor der Union gewonnen. Das teilte der Bundeswahlleiter mit. Die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz kommt auf 25,7 Prozent, die Union aus CDU/CSU hingegen erlebt ein Rekordtief und stürzt auf 24,1 Prozent ab.

Die Grünen errangen mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Parteigeschichte und wurden drittstärkste Kraft. Die FDP verbesserte sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutschte mit 10,3 Prozent vom dritten auf den fünften Rang. Die Linke stürzte auf 4,9 Prozent und schafft es nur über Direktmandate als Fraktion in den Bundestag. Die genaue Sitzverteilung wird gegen 5.45 Uhr erwartet. Dann wird der Bundeswahlleiter das vorläufige Endergebnis bekanntgeben.

Bundestagswahl 2021 jetzt im Live-Ticker: Laschet und Scholz wollen beide Kanzler werden

+++ 01.09 Uhr: Keine Veränderung bei den jüngsten Hochrechnungen von Forschungsgruppe Wahlen zur Bundestagswahl 2021. SPD liegt weiter ganz knapp bei der Wahl vorne.

Forschungsgruppe Wahlen (ZDF)
CDU/CSU: 24,1 %
SPD: 25,8 %
Grüne: 14,6 %
FDP: 11,5 %
AfD: 10,5 %
Linke: 4,9 %
Sonstige: 8,7 %

+++ 01.00 Uhr:  Im bisherigen Wahlkreis der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die CDU in Mecklenburg-Vorpommern bei der Bundestagswahl eine bittere Niederlage erlitten. Erstmals nach mehr als 30 Jahren ging das Direktmandat im Wahlkreis 15 nicht an die Christdemokraten. Stattdessen zieht die 27-jährige Anna Kassautzki von der SPD mit 24,3 Prozent der Erststimmen für den Wahlkreis Vorpommern-Rügen - Vorpommern-Greifswald I in den Bundestag ein.

Bundestagswahl 2021: Wer liegt vorne? SPD aktuell stärkste Kraft

+++ 00.35 Uhr: Wer liegt vorn bei der Wahl? Bei der Bundestagswahl 2021 ist aktuell die SPD Hochrechnungen zufolge stärkste Kraft. Die CDU/CSU stürzte dagegen am Sonntag nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel auf ein Rekordtief. Die Grünen wurden mit dem besten Ergebnis ihrer Geschichte klar drittstärkste Partei - vor FDP, AfD und Linken.

Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF gegen Mitternacht verbessert sich die SPD auf 25,8 bis 26,0 Prozent (2017: 20,5 Prozent). Die CDU/CSU fällt auf 24,1 bis 24,2 Prozent (32,9). Die Grünen fahren 14,3 bis 14,6 Prozent ein (8,9). Die FDP verbessert sich übereinstimmend auf 11,5 Prozent (10,7). Die AfD, bisher drittstärkste Kraft, kommt auf 10,5 bis 10,6 (12,6). Die Linke rutscht auf 4,9 bis 5,0 Prozent ab (9,2), kann aber wegen voraussichtlich dreier Direktmandate auch dann im Bundestag bleiben, wenn sie unter der 5-Prozent-Marke liegt.

Bundestagswahl 2021: Scholz und Laschet wollen beide Kanzler werden - SPD liegt knapp vorne

+++ 23.40 Uhr: Bei der Bundestagswahl 2021 gibt es neue Hochrechnungen von Infratest Dimap. Laut den jüngsten Ergebnissen muss die Partei die Linke weiter zittern, ob sie überhaupt in den Bundestagstag einziehen können.

HochrechnungUhrzeitCDU/CSUSPDGrüneFDPAfDLinkeSonstige
Infratest Dimap23.36 Uhr24,1%25,8%14,6%11,5%10,5%4,9%8,6%
Infratest Dimap22.24 Uhr24,1%25,9%14,7%11,5%10,4%5,0%8,4%
Infratest Dimap 21.52 Uhr24,2%25,8%14,3%11,5%10,6%5,0%8,6%
Forschungsgruppe Wahlen/ZDF21.47 Uhr24,5%26%13,9%11,7%10,5%5,0%8,4%

+++ 23.03 Uhr: Die Grünen und die FDP werden wohl in den kommenden Tagen umworben werden. Sowohl SPD als auch Union möchten gerne mit den Parteien regieren.

Die Grünen eroberten mit einem Rekordergebnis den dritten Platz, blieben aber hinter den Erwartungen zurück. Auch die FDP konnte zulegen, sie landete Hochrechnungen zufolge vor AfD und Linken auf dem vierten Platz. FDP-Chef Lindner bekräftigte noch am Abend seine Präferenz für eine Jamaika-Koalition mit Union und Grünen. Grünen-Chef Robert Habeck hielt seiner Partei alle Optionen offen. Man habe „gute Chancen, stark in die nächste Regierung zu gehen“, sagte er. „Wir wollen regieren.“ Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sagte: „Es geht ja nicht um die Mittel, sondern es geht um das Ziel, was am Ende erreicht werden muss.“

Bei der Wahlparty der Grünen hatte Robert Habeck (r.) eine kuriose Idee (Symbolbild).

+++ 22.35 Uhr: Bei der Bundestagswahl 2021 gibt es neue Antworten auf die Frage: Wer legt vorne? Nach den neuesten Hochrechnungen der ARD kann die SPD nochmal etwas zulegen.

+++ 22.15 Uhr: Der höchst umstrittene, frühere Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen (CDU) muss wahrscheinlich eine Schlappe einstecken. Er kandidierte bei der Bundestagswahl 2021 in Südthüringen. Dort sieht es für den Ex-Verfassungsschutzchef allerdings nicht gut aus. Mit 23,3 Prozent (17.296 Stimmen) liegt der frühere Präsident des Verfassungsschutzes auf Platz drei, hinter AfD und SPD.

Bundestagswahl 2021: Wer liegt vorne? Laschet und Scholz wollen beide Kanzler werden

+++ 21.23 Uhr: Auch mit den neuesten Hochrechnungen der ARD bleibt es weiterhin spannend. Die SPD liegt knapp vor der CDU/CSU.

Hochrechnung/PrognoseUhrzeitCDU/CSUSPDGrüneFDPAfDLinkeSonstige
Forschungsgruppe Wahlen (ZDF)\t18.05 Uhr24%26%14,5%12%10%5%8%
Infratest Dimap (ARD)\t18.00 Uhr25%25%15%11%11%5%8%
Infratest Dimap18.45 Uhr24,7%24,9%14,8%11,2%11,3%5%8,1%
Infratest Dimap19.16 Uhr24,7%24,9%14,6%11,7%11,1%5%8%
Infratest Dimap19.43 Uhr24,7%24,9%14,6%11,7%11,1%5%8%
Infratest Dimap20 Uhr24,5%25,5%13,8%11,7%10,95%8%
Infratest Dimap21.10 Uhr24,5%25,7%14,3%11.5%10,5%5%8,5%

Bundestagswahl 2021: Wer liegt vorne? Laschet und Scholz wollen beide Kanzler werden

+++ 20.51 Uhr: Sowohl der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, als auch der SPD-Kanzlerkandidat, Olaf Scholz, wollen auf Angela Merkel folgen und Deutschland regieren.

Scholz sieht den Regierungsauftrag nach der Bundestagswahl bei den Sozialdemokraten: „Die Bürgerinnen und Bürger wollen, dass die sozialdemokratische Partei eine Regierung bildet und man sieht es daran, dass die Balken ordentlich nach oben gegangen sind“, so Scholz im phoenix-Interview. „Balken rauf bei der einen, Balken ziemlich runter bei der anderen Partei ist eine Aussage, die die Bürgerinnen und Bürger getroffen haben. Das wird auch bei der Regierungsbildung eine Rolle spielen.“

Nun muss Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet für die Union bei der Bundestagswahl ihr historisch schlechtestes Ergebnis von rund 25 Prozent verantworten - einen Anspruch auf die Regierungsbildung erhob er angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Union und SPD dennoch.

Armin Laschet (l., CDU/CSU) und Olaf Scholz (r., SPD) und ihre Parteien liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Er werde alles daran setzen, „eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden“, sagte der CDU-Vorsitzende am Sonntagabend gut eine Stunde nach Schließung der Wahllokale. Es brauche jetzt eine „Zukunftskoalition“. Gemeint war damit ein Bündnis mit Grünen und FDP. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will dagegen eine Ampel-Koalition - ebenfalls mit Grünen und FDP.

+++ 20.22 Uhr: Der Wahlabend ist noch lange nicht vorbei. Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF (20.00 und 19.30 Uhr) verbessert sich die SPD auf 25,5 bis 25,7 Prozent (2017: 20,5 Prozent). Die CDU/CSU fällt auf 24,6 bis 24,6 (32,9). Die Grünen fahren mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin 13,8 bis 14,4 Prozent ein (8,9). Die FDP verbessert sich auf 11,7 Prozent (10,7). Die AfD, bisher drittstärkste Kraft, kommt auf 10,7 bis 10,9 Prozent (12,6). Die Linke rutscht auf 5,0 Prozent ab (9,2). Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), als Partei nationaler Minderheiten von der Fünf-Prozent-Hürde befreit, kann laut ARD-Prognose einen Abgeordneten in den Bundestag schicken.

Die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ändern sich damit deutlich, die konkrete Sitzverteilung hängt unter anderem davon ab, ob es die Linke ins Parlament schafft. Nach Hochrechnungen beider Sender ergibt sich folgende Sitzverteilung: Die SPD holt 202 bis 206 Mandate, die Union 197 bis 198. Die Grünen kommen auf 110 bis 116 Sitze. Die FDP zieht mit 93 bis 94 Abgeordneten in den Bundestag ein, die AfD mit 86 bis 87 und die Linke mit 40 Abgeordneten.

Damit zeichnet sich eine komplizierte Regierungsbildung ab. Einzig denkbares Zweierbündnis wäre eine neue große Koalition, die aber weder SPD noch Union wollen. Deshalb dürfte es voraussichtlich zum ersten Mal ein Dreierbündnis im Bund geben. Rechnerisch sind mehrere Konstellationen möglich.

+++ 20 Uhr: Seit zwei Stunden sind die Wahllokalen nun geschlossen, doch es bleibt weiterhin spannend laut neuesten ARD-Hochrechnungen. Auf die Frage: Wer liegt vorne? heißt es weiterhin: Die SPD liegt vorne, aber sehr sehr knapp.

+++ 19.44 Uhr: Neue Hochrechnungen und Prognosen der ARD für die Bundestagswahl 2021 sind da. Wer liegt vorne?
Infratest Dimap (ARD)
CDU/CSU: 24,6 %
SPD: 25,2 %
Grüne: 14,3 %
FDP: 11,6 %
AfD: 10,8 %
Linke: 5,0 %
Sonstige: 8,5 %

Forschungsgruppen Wahlen (ZDF)
CDU/CSU: 24,6 %
SPD: 25,7 %
Grüne: 14,4 %
FDP: 11,7 %
AfD: 10,7 %
Linke: 5,0 %
Sonstige: 7,9 %

Bundestagswahl 2021: Ergebnisse: CDU-Politikerin fordert personelle Konsequenzen

+++ 19.30 Uhr: Mit aktuell gerade einmal 24,7 Prozent muss die CDU/CSU das schlechteste Ergebnis aller Zeiten verschmerzen. Und schon werden Stimmen laut, die Konsequenzen fordern. „Die Union hat heute ihr historisch schlechtestes Bundestagswahlergebnis eingefahren“, sagte Jana Schimke, CDU-Bundestagsabgeordnete und Vizechefin der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, gegenüber t-online.de. „Jetzt braucht es eine tiefgreifende Analyse, die ihren Namen verdient und bei der wir uns auch inhaltlich und personell hinterfragen.“

Jana Schimke (CDU)

+++ 19.17 Uhr: Die nächsten Prognosen der ARD zur Bundestagswahl 2021 sind da. Die SPD liegt weiterhin hauchdünn vorne.

CDU/CSU: 24,7 %
SPD: 24,9 %
Grüne: 14,8 %
FDP: 11,2 %
AfD: 11,3 %
Linke: 5,0 %
Sonstige: 8,1 %

+++ 19.10 Uhr: Ein ungewohntes Bild in der SPD-Zentrale in Berlin: Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten, ließ sich am Wahlabend im Willy-Brandt-Haus von seinen Parteifreund:innen feiern. Der amtierende Finanzminister bedankte sich bei seinen Mitstreiter:innen in der SPD. „Die Bürger und Bürgerinnen wollen einen Wechsel“, sagte Scholz. Für die SPD ist das Ergebnis ein fulminantes Comeback.

+++ 18.59 Uhr: Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, sieht die CDU/CSU ebenfalls in der Führung. Im Konrad-Adenauer-Haus sagte der amtierende Ministerpräsident am Wahlabend, dass die Bürgerinnen und Bürger kein Linksbündnis gewählt hätten.

In den ersten Prognosen zur Bundestagswahl 2021 liegen Union und SPD mit je 25 Prozent Kopf an Kopf.

+++ 18.45 Uhr: Die nächsten Zahlen für den Ausgang der Bundestagswahl 2021 sind da. Wer liegt nun vorne? Laut den jüngsten Prognosen der ARD liegen CDU/CSU mit 24,7% und SPD mit 24,9% gleichauf. Danach folgen die Grünen mit 14,8%, FDP mit 11,2% und AfD mit jeweils 11,3%, die Linke liegt bei 5%. Es ist demnach immer noch sehr knapp.

+++ 18.26 Uhr: Die Wahlbeteiligung zur Bundestagswahl lag laut der ersten Hochrechnungen bei 76 %. Die Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) sehen die SPD leicht in Führung.

Bundestagswahl 2021: Erste Prognose: SPD sieht sich in Führung

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht die SPD bereits als Siegerin der Wahl: „Wir liegen vorne, wir haben es auf Platz Nummer eins gebracht“, sagte Klingbeil am Sonntagabend wenige Minuten nach Schließung der Wahllokale im ZDF - die Prognose des Senders sah die SPD mit 26 % zwei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. „Olaf Scholz soll Kanzler werden“, forderte Klingbeil.

+++ 18.05 Uhr: Die Wahllokale zur Bundestagswahl 2021 sind geschlossen. Laut der ersten Prognosen der ARD liegen CDU/CSU und SPD mit 25% gleichauf. Danach folgen die Grünen mit 15%, FDP und AfD mit jeweils 11%, die Linke liegt bei 5%.

+++ 17.43 Uhr: Die Wahllokale schließen in 15 Minuten und dann ist auch mit den ersten Ergebnissen der Bundestagswahl 2021 zu rechnen und wir bekommen erste Antworten auf die Frage: Wer liegt vorne bei der Wahl?

+++ 17.02 Uhr: Der Kanzlerkandidat der CDU, Armin Laschet, hat sich beim Wählen einen Fauxpas erlaubt. Als der Ministerpräsident von NRW seine Stimme in Aachen abgegeben hat, ist ihm ein Fehler unterlaufen. Laschet hatte seinen Stimmzettel so abgegeben, dass deutlich erkennbar war, was er angekreuzt hatte. 

+++ 16.15 Uhr: Die Bundestagswahl 2021 ist in vollem Gange. Die Frage, wer liegt vorne, kann noch nicht beantwortet werden. Aber die Wahlbeteiligung zeichnet sich bereits ab. Am Sonntag, 26.09.2021 haben bis zum frühen Nachmittag weniger Wählerinnen und Wähler als vor vier Jahren ihre Stimme abgegeben. Bis 14 Uhr wählten 36,5 Prozent der Wahlberechtigten, wie der Bundeswahlleiter mitteilte. Das waren 4,6 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Die Stimmen der Briefwähler sind dabei aber nicht berücksichtigt.

„Die aktuell ermittelte Wahlbeteiligung liegt erwartungsgemäß unter dem Wert von 2017, da wir von einem deutlich erhöhten Anteil von Briefwählerinnen und Briefwählern ausgehen, deren Wahlbeteiligung zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Ermittlung des endgültigen Wahlergebnisses festgestellt wird“, erklärte Bundeswahlleiter Georg Thiel.
Die Wahlbeteiligung insgesamt hatte vor vier Jahren 76,2 Prozent betragen; der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler damals betrug 28,6 Prozent.

Bundestagswahl 2021 jetzt im Live-Ticker: Kanzlerkandidat droht Heim-Debakel – Wer liegt vorne?

+++ 15.09 Uhr: 60 Millionen Deutsche sind an diesem Sonntag dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl 2021 den neuen Bundestag zu wählen. Viele fragen sich jetzt schon: Wer liegt vorne? Welche Partei und welche Kandidaten und Kandidatinnen werden das Rennen machen?

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (Archivbild) kandidieren beide im Wahlkreis Potsdam für ein Direktmandat.

In Berlin bildeten sich vor vielen der insgesamt 2257 Berliner Wahllokale lange Schlangen, obwohl die Zahl der Briefwählerinnen und -wähler voraussichtlich hoch ist: Es wurden mit knapp 950.000 mehr Wahlscheine als je zuvor ausgestellt, die zur Briefwahl berechtigen, wie die Landeswahlleiterin am Samstag bekanntgegeben hatte. Insgesamt sind in Berlin rund 2,45 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben.

+++ 14.00 Uhr: Seit genau sechs Stunden haben die rund 60.000 Wahllokale in Deutschland geöffnet, die Bundestagswahl 2021 ist in vollem Gange. Schon am Nachmittag will der Bundeswahlleiter Georg Thiel die ersten Zwischenstände zur Wahlbeteiligung präsentieren.

Offenbar wird damit gerechnet, dass die Briefwahl so beliebt ist wie noch nie. Laut der Bundeswahlleitung könnten 40 Prozent aller Wähler sich für die Briefwahl entschieden haben. 2017 waren es noch 28,6 Prozent gewesen.

Bundestagswahl 2021: Wer liegt vorne? Kanzlerkandidat droht Heim-Debakel

+++ 10.50 Uhr: Bei der Bundestagswahl 2021 kommt es heute auch zum Direktmandat-Duell zwischen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Beide kandidieren im Wahlkreis Potsdam. Damit droht Scholz ein derber Tiefschlag, sollte er zwar Kanzler werden, im Kreis aber gegen Baerbock verlieren. Übrigens: Im Wahlkreis Potsdam gehen zudem auch die Ex-Landesvorsitzende der CDU, Saskia Ludwig, die frühere FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg sowie der Linke-Bundestagsabgeordnete Norbert Müller ins Rennen.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Wahllokale jetzt geöffnet

Update vom Sonntag, 26.09.2021, 08.57 Uhr: Es ist soweit - seit 8 Uhr haben die Wahllokale geöffnet. Die Bundestagswahl 2021 hat damit offiziell begonnen. Noch ist vieles offen. Die ersten Hochrechnungen werden nach 18 Uhr erwartet. Mit Blick auf die letzten Umfragen könnte es jedoch ein knappes Rennen werden.

Bis 18 Uhr können knapp 60,4 Millionen Wahlberechtigte ihre Erst- und Zweitstimme abgeben und so über die Zusammensetzung des neuen Bundestags zu entscheiden. Etwa 2,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger nehmen erstmals an einer Bundestagswahl teil. Insgesamt stellen sich 47 Parteien zur Wahl.

+++ 17.04 Uhr: Erste Hochrechnungen schon vor der Bundestagswahl? Genau das gab es plötzlich am Freitagabend in der ARD. Aufgrund einer TV-Panne blendete die ARD Hochrechnungen zur Bundestagswahl ein - zwei Tage vor dem eigentlichen Termin. Das Wahl-Laufband war während Quizshow „Gefragt, gejagt“ gegen 18.30 Uhr kurz im TV zu sehen. Später kam heraus: Es war ein Testlauf des Senders, der versehentlich live ging.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Merkel wirbt für Laschet

+++ 13.25 Uhr: Ein Tag vor der Bundestagswahl 2021 ist noch vieles offen. Den Samstag nutzen die Parteien, um letzte Stimmen zu gewinnen. Bei einer Kundgebung in Aachen warb Kanzlerin Angela Merkel für Unionskanzlerkandidat Armin Laschet. Beide zeigten sich optimistisch. „Die CDU wird stärkste politische Kraft“, so Laschet in seiner Rede.

Die FDP mit ihrem Parteichef Christian Lindner beendet ihren bundesweiten Wahlkampf mit Kundgebungen in Köln und Düsseldorf. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist vor allem in seinem Wahlkreis in Potsdam unterwegs. Am Sonntag wird sich dann zeigen, ob Laschet mit seiner Prognose Recht behält. Die ersten Hochrechnungen werden gegen 18 Uhr erwartet.

Update vom Samstag, 25.09.2021, 09.56 Uhr: Wer bei der Bundestagswahl 2021 vorne liegt, werden die ersten Hochrechnungen am Sonntag zeigen. Letzten Umfragen zufolge trennen SPD und CDU/CSU nur wenige Prozentpunkte. Je nach Meinungsforschungsinstitut kommen die Sozialdemokraten auf 25 bis 26 Prozent - damit sind sie ein bis vier Prozentpunkte vor der Union. Die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock liegen in den Umfragen auf dem dritten Platz.

Bundestagswahl 2021: SPD bei Umfragen knapp vor Union

Update vom Freitag, 24.09.2021, 15.20 Uhr: Wer liegt bei der Bundestagswahl 2021 vorne? Das werden bereits die Prognosen und ersten Hochrechnungen zeigen, die am Wahlsonntag kurz nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr veröffentlicht werden dürften. Dann sieht man auch etwas klarer, wer eine Chance auf das Amt als Bundeskanzler:in hat und welche Koalitionen möglich sind. Bis dahin heißt es: Das Rennen ist relativ offen, die letzte Umfrage vor der Bundestagswahl zeigt, dass CDU/CSU leicht aufgeholt hat gegenüber der SPD. Entschieden ist jedoch noch nichts.

Erstmeldung vom Freitag, 24.09.2021: Berlin – Wenn am 26. September die Wahl zum Deutschen Bundestag ansteht, wird zudem entschieden, wer der:die neue deutsche Bundeskanzler:in wird. 60,4 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland stimmen bei der Bundestagswahl ab, wer in den Bundestag einzieht.

Die Stimmabgabe ist am Wahlsonntag zwischen 8 und 18 Uhr im Wahllokal oder bereits zuvor per Briefwahl möglich. Unmittelbar nach der Schließung der Wahllokale beginnt die Auszählung der Stimmzettel und die ersten Hochrechnungen und Ergebnisse werden veröffentlicht.

Bundestagswahl 2021: Diese Parteien treten an

Bei der Bundestagswahl 2021 treten 47 Parteien an. 40 von ihnen haben Landeslisten aufgestellt, sieben Parteien schicken nur Direktkandidierende ins Rennen um den Einzug in den Bundestag. Unter den Parteien sind auch die bereits im Bundestag vertretenen Parteien:

Bundestagswahl 2021: Diese Kandidat:innen liegen aktuell vorne

Der Spitzenkandidat der CDU ist der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Für ihn sieht es vor dem Wahlsonntag nicht sonderlich gut aus: Bei der letzten Sonntagsfrage zur Bundestagswahl, die am 14. September 2021 von Forsa durchgeführt wurde, kommt die Union aus CDU und CSU auf 21 Prozent.

Die Spitzenkandidatin der Grünen ist Annalena Baerbock. Im Mai hatten die Umfragewerte für ihre Partei noch gut ausgesehen: Mit 26 Prozent lag die Partei Mitte Mai sogar vor der Union. Zuletzt hatten die Umfragewerte allerdings stetig abgenommen. Bei der letzten Sonntagsfrage zur Bundestagswahl lagen die Grünen bei 17 Prozent.

Der derzeitige Spitzenreiter ist der SPD-Kandidat Olaf Scholz. Wäre am Sonntag (14.09.2021) gewählt worden, hätte die SPD laut Forsa 25 Prozent der Wähler:innenstimmen bekommen. Ob die SPD dieses Ergebnis halten oder sogar ausbauen kann, wird sich am Wahlabend zeigen. Alle bundesweiten Prognosen und Ergebnisse zur Bundestagswahl 2021 finden Sie in unserem Live-Ticker.

Bundestagswahl 2021: Die Ergebnisse der Wahl 2017

Die letzte Bundestagswahl fand am 24. September 2017 statt. Insgesamt waren 61.688.485 Personen an diesem Tag wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei circa 76,2 Prozent und war damit um ungefähr 5 Prozentpunkte höher als bei der Bundestagswahl 2013.

Die CDU holte bei der Bundestagswahl 2017 die meisten Stimmen mit 26,8 Prozent, womit sie im Vergleich zu 2013 um 7,3 Prozent verlor. Ihr folgte die SPD, die auf insgesamt 20,5 Prozent der Wähler:innenstimmen kam. Die AfD holte deutschlandweit 12,6 Prozent, die FDP 10,7 Prozent. Die Linke konnte 9,7 Prozent der Wähler:innen von sich überzeugen, die Grünen insgesamt 8,9 Prozent. Die CSU holte 6,2 Prozent der Wähler:innenstimmen, auf sonstige Parteien und Wähler:innenbündnisse entfielen 5 Prozent. (Joshua Schößler und Daniela Deeg)

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