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Laschet, Baerbock, Scholz
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Armin Laschet, Annalena Baerbock, Olaf Scholz (v.l.n.r.). (Archivfotos)

Internationale Presse spottet

Provinzpolitiker Laschet, Schummlerin Baerbock, Buchhalter Scholz

  • Luisa Ebbrecht
    VonLuisa Ebbrecht
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Gähnende Langeweile im Wahlkampf zu Bundestagswahl 2021? Die internationale Presse zweifelt an der Eignung der deutschen Kandidat:innen für das Kanzleramt.

Berlin – In knapp zwei Wochen steht die Bundestagswahl 2021 an. Am 26. September entscheiden die Wählerinnern und Wähler in Deutschland über die politische Zukunft Deutschlands. Zahlreiche internationale Medien verfolgen den Wahlkampf – und die drei Kanzlerkandidat:innen Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz.

Die drei Politiker:innen werden in der internationalen Berichterstattung teilweise hart attackiert. „Nie in der Geschichte der Bundesrepublik hatten die Bürger die Wahl zwischen unattraktiveren Alternativen“, schreibt beispielsweise die Neue Zürcher Zeitung (NZZ). SPD-Kandidat Scholz wird das Charisma eines Buchhalters im mittleren Management zugeschrieben. „Der Typ, den alle am liebsten mögen, ist der langweiligste Typ bei der Wahl – vielleicht sogar im ganzen Land“, lästerte John Kornblum, ehemaliger amerikanischer Botschafter in Deutschland, in der New York Times. Im Vergleich zu ihm sei es spannender, einem Topf Wasser beim Kochen zuzuschauen.

Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021: Armin Laschet laut Daily Express wenig charismatisch

Der Daily Express aus Großbritannien beschreibt CDU-Mann Armin Laschet als ebenfalls wenig charismatisch. Er sei ein Möchtegernnachfolger von Angela Merkel und sehe aus wie ein regionaler Bankmanager. In den Niederlanden hat der Kanzlerkandidat eher das Ansehen eines Provinzpolitikers. Die Financial Times stellt fest: Die Deutschen scheinen von Laschets Langweiligkeit abgestoßen zu sein.

Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021: Laschet laut Daily Express wenig charismatisch

Über die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird in den ausländischen Medien hingegen vergleichsweise wenig diskutiert. Die schweizer NZZ bezeichnet sie wegen der Plagiatsvorwürfe gegen sie zumindest als „Schummlerin vom Dienst“, die sich mit ihrem kreativen Verhältnis zur Wahrheit bekannt gemacht habe.

Bundestagswahl 2021: Wahlkampf stößt nicht auf Begeisterung

Aber die internationale Presse findet nicht nur die Kanzlerkandidat:innen langweilig. Auch der Wahlkampf im Allgemeinen stößt bei der ausländischen Presse nicht gerade auf Begeisterung. „Scholz und Laschet sind keine großen Redner oder sogar Menschenfänger“, sagt die amerikanische Korrespondentin Melissa Eddy. Zudem seien in den USA Wahlkampfauftritte vor Tausenden Menschen auch während Corona keine Seltenheit, was die kleineren Auftritte in Deutschland öde wirken lasse.

Aus Polen hört man ähnliche Kritik: „Für polnische Verhältnisse sind die deutschen Parteien relativ ähnlich“, erklärt Berlin-Korrespondent Lukasz Grajewski. Der polnische Wahlkampf sei da anders. Da würde man auch mal laut werden und sich gegenseitig anschreien. Passend dazu bezeichnet die NZZ den Wahlkampf als „Wattebäuschchenwerfen“. Laut der Zeitung braucht der Zuschauer keine TV-Trielle, in denen sich die Kanzlerkandidat:innen so aufführen, als wollten sie Elternsprecher in der Kita werden.

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Und dann bringt die Zeitung einen revolutionären Vorschlag ins Spiel: Man könne bei dieser Bundestagswahl einfach losen, wer das Kanzleramt bekomme. „Besser würde es damit zugegebenermaßen nicht, vermutlich aber auch nicht schlechter.“ (ebb)

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