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Bundestagswahl 2021

Falsche Polizistin „enttarnt“: Gewerkschaft droht CDU mit Ermittlungen

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Die neue Wahlkampagne der CDU steht in der Kritik. Unter anderem erregt eine falsche Polizistin die Gemüter. Sie wurde nun „enttarnt“.

Berlin – Die Gewerkschaft der Polizei hat die CDU-Plakatkampagne zur Bundestagswahl 2021 kritisiert. Darauf ist eine als Polizistin verkleidete Mitarbeiterin zu sehen. „So wie Polizisten nicht in Uniform auf Parteiversammlungen gehen dürfen, sollten Parteien auch nicht mit Fake-Polizisten in unserem Outfit für sich werben“, sagte Jörg Radek, Bundesvorsitzender der GdP, der Bild-Zeitung.

Gleichzeitig drohte Radek mit Ermittlungen. „Ohne Begleittext ‚Achtung! Wahlwerbung‘ kann das auch strafbar sein.“ Die Gewerkschaft der Polizei sei für alle Bürgerinnen und Bürger da und nicht die „Garnitur für Wahlprogramme“, so Radek – „auch nicht die von Polizeifreunden“.

Bundestagswahl 2021: Polizeigewerkschaft kritisiert CDU-Kampagne mit falscher Polizistin

Die CDU hatte am Dienstag (06.07.2021) ihre neue Kampagne zur Wahl im September präsentiert. Generalsekretär Paul Ziemiak betonte dabei, dass es aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich gewesen sei, Models für die Fotos der Kampagne zu buchen. Deshalb seien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CDU eingesprungen, so Ziemiak. Ab Mitte August sollen die Wahlplakate in Deutschland aufgestellt und geklebt werden.

Rechts ist das Plakat mit der falschen Polizistin zu sehen.

Bei der falschen Polizistin auf dem CDU-Wahlplakat handelt es sich um Clara von Nathusius, Vizechefin der Onlinekampagne „CDU-Connect“. Auf Twitter vermeldete sie im Nachgang der Präsentation, „enttarnt“ worden zu sein. Armin Laschet, Kanzlerkandidat der CDU, ließ den Vorfall hingegen unkommentiert.

CDU-Kampagne zur Bundestagswahl umstritten

Doch die Kampagne ist auch aus einem anderen Grund umstritten. In den sozialen Medien wird der CDU vorgeworfen, nur mit hellhäutigen Menschen, die Heteronormativität abbilden, um die Wählergunst zu werben. „Deutschland gemeinsam machen“, heißt es auf den Plakaten. Durch die abgebildeten Personen könnte der Eindruck entstehen, dass die Union Menschen jenseits dieses Bildes nicht als Teil ihrer Gemeinsamkeit anerkennt. So heißt es auf Twitter etwa: „CDU be like: yes to heteronormativity, no to any color that isn‘t white. #DeutschlandGemeinsamMachen.“

In der neuesten Umfrage zur Bundestagswahl erhielt die Union konstante Werte. Im Vergleich dazu verlor Annalena Baerbock an Zustimmung. (tu)

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch

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