Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Leonardo DiCaprio spielt im Film „Wolf of Wall Street“ den Betrüger Jordan Belfort. Der CDU dient er als Motivation vor der Bundestagswahl 2021.
+
Leonardo DiCaprio spielt im Film „Wolf of Wall Street“ den Betrüger Jordan Belfort. Der CDU dient er als Motivation vor der Bundestagswahl 2021.

Hollywood-Video

CDU motiviert sich mit „Wolf of Wallstreet“ für Bundestagswahl - und erntet jede Menge Spott

  • VonMax Schäfer
    schließen

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 geht in die heiße Phase. Die CDU will sich mit einem Hollywood-Video motivieren.

Berlin – Die Bundestagswahl 2021* steht kurz bevor und der Wahlkampf geht in die Zielgeraden. In Umfragen liegt die SPD* mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz* aktuell vor der Union. CDU*-Spitzenkandidat Armin Laschet* zeigte sich beim CSU-Parteitag in Nürnberg angriffslustig. Auch beim TV-Triell attackierte Laschet Olaf Scholz.

Bundestagswahl 2021: CDU motiviert sich mit Rede eines Betrügers

Die CDU versucht offenbar zudem, ihre Mitglieder für die heiße Phase im Wahlkampf zu motivieren. Am Sonntagabend (12.09.2021) zeigte die Partei ihren Unterstützer:innen ein Motivationsvideo aus dem Hollywood-Film „Wolf of Wall Street“*. Im Ausschnitt spricht der von Leonardo DiCaprio* gespielte Jordan Belfort zu seinen Angestellten. Belfort motiviert seine Angestellten dazu, das kriminelle Geschäft fortzusetzen.

Die CDU untertitelte die Szene mit eigenem Text. „Wir überholen die Sozen“, steht dort geschrieben. „Und es heißt am 26.9.: Ausgeschlumpft, lieber Olaf!“ Der Text ruft die Wahlkämpfer:innen außerdem zu Geschlossenheit und Entschlossenheit auf. Die Partei träumt darin außerdem von einem Wahlsieg mit 100.000 Stimmen Vorsprung.

CDU erntet Kritik für Motivationsvideo zum Bundestagswahlkampf

Paul Schäfer, Pressesprecher der CDU Sachsen, teilte das Motivationsvideo aus „Wolf of Wall Street“ auf Twitter, löschte es allerdings wieder. Felix Dachsel, Vice-Chefredakteur, hatte die Szene jedoch bereits gespeichert und teilte es im sozialen Netzwerk. Dort kam das Video nicht gut an. Die CDU erntete Kritik.

„Die Partei findet also einen Betrüger super, der Kleinanleger um 200 Mio. $ brachte. Mehr muss man über die Partei dann auch nicht mehr wissen“, schrieb der Blogger Thomas Knüwer. Ähnlich lautet die Kritik von Spiegel-Journalist Anton Rainer: „Die @CDU
sucht zwei Wochen vor der Wahl ein Vorbild und findet: Einen mehrfach vorbestraften Aktienbetrüger, Drogenkonsumenten und Geldwäscher, der tausende Kleinanleger um hunderte Millionen Dollar gebracht hat.“

Bundestagswahl 2021: „Wolf of Wall Street“-Video im Wahlkampf der CDU sorgt für Spott

„Jeder hat halt die Vorbilder, die zum ihm passen“, spottete ein weiterer Twitter Nutzer. Der Journalist Alexander Demling spielte in einem Tweet auf die Skandale der Unionsparteien an: „In der Masken- und Aserbaidschan-Partei #CDU ist der Wolf of Wall Street ein Inspirationsredner #Laschet“. Auch Moderator Micky Beisenherz spielte auf die Korruptionsskandale der Union an: „Tolle Botschaft auch für eine von Korruption geschüttelte Partei, ausgerechnet diesen Film zu zeigen, in dem es um strukturellen Beschiss geht.“ (Max Schäfer) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare