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Bei der Bundestagswahl 2021 können Wahlberechtigte ihre Stimme auch per Briefwahl abgeben.
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Bei der Bundestagswahl 2021 können Wahlberechtigte ihre Stimme auch per Briefwahl abgeben.

Briefwahl in Deutschland

Bundestagswahl 2021: So funktioniert die Briefwahl

  • VonMax Schäfer
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Bei der Bundestagswahl 2021 können Wahlberechtigte auch per Briefwahl abstimmen. Was Sie zur Stimmabgabe per Wahlbrief wissen müssen.

Frankfurt – Bei der Bundestagswahl 2021 müssen Wahlberechtigte nicht unbedingt am Wahlsonntag (26.09.2021) ins Wahllokal gehen. Ihre Kreuze können sie auch per Briefwahl abgeben und den Stimmzettel zu Hause ausfüllen. Gerade während der Corona-Pandemie können dadurch Infektionen vermieden werden. Bei den ersten Wahlen im Superwahljahr 2021 war diese Abstimmungsmöglichkeit sehr beliebt. Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wählten 66 Prozent der Wähler:innen diesen Weg.

Bundestagswahl 2021: Die Vorteile der Briefwahl

Die Briefwahl ist bereits seit 1957 möglich. Das Ziel ist es, allen Menschen die Stimmabgabe zu ermöglichen. Ursprünglich war die Briefwahl vor allem für Ältere und Menschen mit Behinderung gedacht, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und nicht ins Wahllokal gehen können. Mittlerweile ist der Anteil Briefwahl gestiegen. Die Briefwahl bietet sich nämlich für Menschen an, die am Wahlsonntag arbeiten müssen. Auch Reisende können dadurch wählen.

Briefwahl bei der Bundestagswahl 2021: So beantragen Sie die Unterlagen

Wahlberechtigte, die per Post an der Bundestagswahl teilnehmen wollen, müssen einen Wahlschein bei der Gemeinde ihres Erstwohnsitzes beantragen. Das können Wähler:innen persönlich oder schriftlich machen. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung ist bereits ein Formular abgedruckt, das ausgefüllt und zurückgeschickt werden kann. Der Antrag kann aber auch gefaxt werden. Auch eine E-Mail ist möglich. Wichtig ist, dass Familienname, Vornamen, das Geburtsdatum und die Wohnanschrift enthalten sind. Ein telefonischer Antrag ist nicht möglich. Viele Gemeinden bieten außerdem die Möglichkeit, den Wahlschein online zu beantragen. Einen Grund für die Stimmabgabe per Briefwahl muss seit 2008 nicht mehr angegeben werden.

Es ist auch möglich, einen Antrag für eine andere Person zu stellen. Dazu ist allerdings eine schriftliche Vollmacht nötig.

Bundestagswahl 2021: Bis wann Sie die Briefwahl beantragen müssen

Der Antrag auf Briefwahl sollte laut Bundeswahlleiter so früh wie möglich erfolgen. Das ist auch möglich, bevor die Wahlberechtigten die Wahlbenachrichtigung erhalten haben. Der Antrag muss aber bis spätestens Freitag vor der Wahl um 18 Uhr gestellt werden. Bei der Bundestagswahl 2021 ist das der 24. September.

In bestimmten Ausnahmefällen kann der Antrag auch noch am Wahlsonntag bis um 15 Uhr gestellt werden. Das ist bei zum Beispiel bei Krankheit möglich, wenn die Betroffenen nicht ins Wahllokal gehen können. Dafür ist allerdings ein Nachweis nötig.

Briefwahl: Diese Unterlagen enthält der Wahlbrief bei der Bundestagswahl 2021

Wähler:innen können die Briefwahlunterlagen persönlich bei der zuständigen Stelle der Gemeinde abholen und dort sofort wählen. Grundsätzlich werden diese aber an die Adresse der Wahlberechtigten geschickt. Sie können aber auch eine andere Adresse angeben. Die Briefwahlunterlagen enthalten:

  • Einen Wahlschein mit Formular einer eidesstattlichen Versicherung
  • Einen Stimmzettel
  • Einen blauen Umschlag für den Stimmzettel
  • Einen roten Umschlag für den Wahlbrief
  • Ein Merkblatt mit ausführlichen Erklärungen

Briefwahl bei der Bundestagswahl 2021: So funktioniert die Stimmabgabe

Die Stimmabgabe funktioniert bei der Briefwahl genauso, wie beim Gang ins Wahllokal. Wahlberechtigte geben persönlich und unbeobachtet ihre Erst- und Zweitstimme ab. Den Stimmzettel legen sie dann in den blauen Umschlag und kleben ihn zu. Wähler:innen müssen außerdem die Versicherung an Eides statt unterschreiben, die auf dem Wahlschein abgedruckt ist. Anschließend kommen der Wahlschein und der blaue Stimmzettelumschlag in den roten Wahlbriefumschlag. Diesen können die Wähler:innen dann per Post an die angegebene Adresse schicken oder selbst dort vorbeibringen. Innerhalb Deutschlands ist der Versand kostenfrei. Es ist also keine Briefmarke nötig.

Der Wahlbrief muss vorliegen, wenn die Wahllokale schließen. Er muss also am Wahlsonntag (26.09.2021) um 18 Uhr vor Ort sein. Es ist daher auch möglich, den Brief selbst bei der angegebenen Adresse abzugeben.

Die Briefwahl wird bei Bundestagswahlen immer beliebter

Die Briefwahl wird bei Bundestagswahlen immer beliebter. Im Jahr 1990 nahmen 9,4 Prozent der Wähler:innen die Möglichkeit wahr. Bei der Wahl 2002 stimmten fast neun Millionen Menschen per Brief ab. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren lag die Briefwahlbeteiligung bei 28,6 Prozent.

BundestagswahlAnzahl der Briefwähler:innen in MillionenBriefwahlbeteiligung in %
19904,44 9,4
19988,0216
20028,7718
20099,4221,4
201713,4328,6

Bei der Bundestagswahl 2021 ist mit einem deutlichen Anstieg der Briefwahl zu rechnen. (Max Schäfer)

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