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Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) in einer TV-Debatte zur Bundestagswahl.
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Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) in einer TV-Debatte zur Bundestagswahl.

Grüne Kanzlerkandidatin

Bundestagswahl 2021: Scholz und Seehofer nehmen Baerbock in Schutz

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Der Ton vor der Bundestagswahl zwischen Grünen und CDU wird rauer. Zwei Konkurrenten von Annalena Baerbock halten die Kritik an der Kanzlerkandidatin für überzogen.

Berlin – In aktuellen Umfragen* zur Bundestagswahl 2021* finden sich die Grünen* erstmals seit Anfang März unter der 20-Prozent-Marke wieder. Vor allem Annalena Baerbock*, Kandidatin der Partei für das Amt der Bundeskanzlerin*, hat deutlich in der Wählergunst verloren.

Zuletzt hatten Plagiatsvorwürfe um ein Buch Baerbocks*, spät gemeldete Nebeneinkünfte der Bundestagsabgeordneten* sowie Ungenauigkeiten in ihrem Lebenslauf* für Aufregung und Zündstoff im Wahlkampf gesorgt. Nun wird Baerbock von zwei Konkurrenten in Schutz genommen.

Bundestagswahl 2021: Olaf Scholz und Horst Seehofer nehmen Annalena Baerbock in Schutz

„Die Gleichstellung von Männern und Frauen, die mir sehr wichtig ist, ist längst nicht erreicht“, sagte Olaf Scholz*, Kanzlerkandidat der SPD*, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und kritisierte die aus seiner Sicht unfaire Behandlung der Grünen-Vorsitzenden. „Das macht sich auch im Wahlkampf bemerkbar, auch im Umgang mit Annalena Baerbock ist manches nicht fair und gerecht.“

Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer hält die anhaltende Kritik an Baerbock für überzogen. „Ich halte das einfach für übertrieben“, sagte Seehofer der Süddeutschen Zeitung und rief zu mehr Gelassenheit im Wahlkampf auf. „Wie viele Bücher sind geschrieben worden, bei denen man aus Programmen, aus anderen Konzepten einfach Dinge wiedergibt. Und nachdem es keine wissenschaftliche Arbeit ist, ist man auch nicht verpflichtet, die Quelle anzugeben“, hieß es vom CSU*-Politiker. „Ein, zwei Tage“ über solch ein Buch zu diskutieren sei angemessen, „dann muss es auch mal wieder gut sein“.

Bundestagswahl 2021: Ton zwischen Grünen und CDU wird rauer

Am Montag (5. Juli 2021) hat die CDU* den Grünen unfaire Methoden im Wahlkampf vorgeworfen. Kanzlerkandidat Armin Laschet* sprach bei einer Sitzung des Parteivorstands von einem „aggressiven Ton“ aus den zweiten Reihen der Grünen, der ihn an den früheren US-Präsidenten Donald Trump* erinnere. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Oliver Krischer hatte die Christdemokraten beschuldigt, eine Klimapolitik zu verfolgen, die Menschen das Leben koste. „Wenn wir uns gegenseitig Hitzetote vorwerfen, ist es vorbei mit einem fairen Wahlkampf“, soll Laschet gesagt haben.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak behauptete zudem, dass Grünen-Mitglieder Verschwörungstheorien verbreiten würden. Der Union sei demnach vorgeworfen worden, in Kauf nehmen, junge Menschen mit dem Coronavirus* infizieren zu lassen, um sie von der Bundestagswahl im September fernzuhalten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist von den Auseinandersetzungen im Wahlkampf zwischen Grüne und Union unbeeindruckt,

Seehofer zeigte sich jedoch unbeeindruckt: „Ich kann wirklich nicht sagen, dass das der schmutzigste Wahlkampf aller Zeiten ist.“ Die Auseinandersetzungen 1980 zwischen Franz Josef Strauß (CSU) und Helmut Schmidt (SPD), später mit Helmut Kohl (CDU), seien „ganz andere Kaliber emotionaler Wahlkampfführung“ gewesen. (Lukas Rogalla) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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