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AfD Spitzenkandidaten
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Die Spitzenkandidat:innen der AfD: Alice Weidel und Tino Chrupalla.

Wahl 2021

Bundestagswahl 2021: Das ist das Wahlprogramm der AfD

  • Joshua Schößler
    VonJoshua Schößler
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Am 26. September 2021 findet in Deutschland die Bundestagswahl statt. Mit dabei ist auch die Rechtsaußenpartei AfD. Deren Wahlprogramm im Überblick.

Berlin – Alle großen Parteien haben eine Koalition nach der Bundestagswahl 2021 mit der AfD kategorisch ausgeschlossen. Den Umfragewerten zufolge führt der Weg dieser Rechtsaußenpartei also einzig in die Opposition. Mit diesen Aussichten ziehen die Spitzenkandidat:innen Alice Weidel und Tino Chrupalla in den Wahlkampf.

Im aktuellen Wahlprogramm gibt es eine Neuerung: Hatte man sich bei vergangenen Wahlen noch bemüht, moderat aufzutreten, um bürgerliche Wählerschaften nicht zu verprellen, setzt man im aktuellen Wahlprogramm auf offene Radikalität. Drei Punkte sind hier wesentlich: Der EU-Austritt Deutschlands, eine verschärfte Flüchtlingspolitik und die Ablehnung der Corona-Maßnahmen.

Bundestagswahl 2021: AfD fordert Austritt Deutschlands aus der EU

Ein Hauptpunkt im Wahlprogramm der AfD ist der Austritt Deutschlands aus der EU. Dieser Beschluss konnte sich gegen die Position von Parteichef Jörg Meuthen durchsetzen, der selbst im EU-Parlament sitzt und einen EU-Austritt ablehnt. Auffällig ist jedoch, dass die AfD im Angesicht einer derart folgenreichen politischen Entscheidung in ihrem Wahlprogramm sehr wortkarg bleibt. Gerade einmal drei von 206 Seiten werden diesem Thema gewidmet.

NameAlternative für Deutschland
Gründung6. Februar 2013
GründungsortOberursel
HauptsitzBerlin
ParteivorsitzendeJörg Meuthen, Tino Chrupalla
Mitgliederzahl32.000
Frauenanteil17 Prozent

Eine radikale Position nimmt die AfD beim Thema Flüchtlingspolitik ein. Grenzkontrollen sollen wieder eingeführt und physische Barrieren an deutschen Staatsgrenzen errichtet werden. Für Asylanträge soll die Bedingung gelten, dass diese nur bei nachgewiesener Identität und Staatszugehörigkeit ausgestellt werden. Jeglicher Familiennachzug soll verboten werden. Außerdem plant die AfD eine aggressive Abschiebeoffensive und will die Liste sicherer Herkunftsländer ausweiten. Das alles soll dem Ziel dienen, eine sogenannte „deutsche Identität“ zu wahren.

Bundestagswahl 2021: AfD fordert Grenzkontrollen in Deutschland

Auch bei den Pandemie-Maßnahmen nimmt die AfD eine klare Position ein. So fordern sie das sofortige Ende der Lockdown-Maßnahmen und die Pflicht zum Tragen von Masken soll abgeschafft werden. Die Bürger:innen sollten selbst entscheiden, für wie notwendig sie dies erachten.

Beim Thema Bildung will die AfD zurück in die Vergangenheit. Der in den vergangenen Jahren gestiegenen Abiturientenzahl steht sie skeptisch gegenüber. Sie will Bildung vor „Ökonomisierung“ schützen und vor einer „Ideologisierung“ bewahren. In Schulen sollen Kinder getrennt nach ihrer Leistungsstärke unterrichtet werden, das hält die AfD für gerecht. Das Bachelor- und Mastersystem will die AfD abschaffen und das Diplom und den Magister wieder einführen.

Bundestagswahl 2021: AfD fordert Abschaffung der Corona-Maßnahmen

Ursprünglich wollte Björn Höcke, Fraktionsführer der AfD im Thüringer Landtag, den Verfassungsschutz sofort abschaffen. Das ist insofern nicht verwunderlich, da die AfD schließlich seit 2018 von verschiedenen Landesämtern für Verfassungsschutz beobachtet wurde. Diese Forderung konnte sich in der Partei allerdings nicht durchsetzen. Stattdessen soll der Inlandsgeheimdienst reformiert werden. Das Verwaltungsgericht in Köln entschieden, dass die AfD vom Verfassungsschutz nicht als Verdachtsfall eingeordnet werden darf. (Joshua Schößler)

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