Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das Flüchtlingslager "Alyawa" in Khanaqin im Irak.
+
Das Flüchtlingslager "Alyawa" in Khanaqin im Irak.

Flüchtlinge

Bundesregierung verzögert Aufnahme aus UNHCR-Lagern

Die Bundesregierung hat entgegen ihrer Zusage für 2018 bisher keinen einzigen Platz für Flüchtlinge aus den UNHCR-Lagern in Nordafrika oder im Nahen Osten zur Umsiedlung nach Deutschland angeboten.

Laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ (Dienstag) hat Deutschland für 2018 bisher keinen einzigen Platz für Flüchtlinge aus den UNHCR-Lagern in Nordafrika oder im Nahen Osten zur Umsiedlung nach Deutschland angeboten, obwohl die Bundesregierung dies den Vereinten Nationen zugesagt hatte. Das gehe aus der Regierungsantwort auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor, in der es heiße: „Die Bundesregierung hat bislang noch keine Entscheidung über die künftige Aufnahme im Wege des Resettlement getroffen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Vereinten Nationen Mitte 2017 insgesamt 40 000 Resettlement-Plätze in Europa in Aussicht gestellt. Davon sollte Deutschland den seiner Größe entsprechenden Anteil übernehmen. Die deutsche Anmeldung hätte bis Oktober erfolgen sollen, eine weitere Frist läuft im Februar ab. Für 2018 drohe wegen der schleppenden Regierungsbildung „eine Nullnummer bei der wichtigen Resettlementaufnahme“, kritisierte Luise Amtsberg (Grüne).

Frankreich habe bereits gut 10 000 Plätze für Flüchtlinge aus UNHCR-Lagern angemeldet, Großbritannien knapp 8000 und Schweden 8750. Das EU-Kontingent war zwischenzeitlich auf 50 000 Plätze erhöht worden. Auch beim weiteren Resettlement-Programm auf nationaler Ebene gebe es bisher von Berlin für das laufende Jahr keine einzige Anmeldung, wie aus der Antwort hervorgehe. Die Meinungsbildung der Regierung auch dazu sei noch nicht abgeschlossen. (kna)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare