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Menschen in Ludwigshafen protestieren gegen rechte Gewalt (07.01.12).

NSU

Bundesregierung entschädigt Opfer der Neonazi-Zelle

Die Opfer der NSU-Anschlagsserie bekommen "unbürokratisch" Entschädigungen gezahlt. Das Geld stammt aus einem Fonds des Justizministeriums.

Nach Bekanntwerden der rechtsextremen Terrorserie im November haben erste Opfer bereits Zahlungen aus einem Fonds des Justizministeriums erhalten. Das sagte Ministeriumssprecherin Mareke Aden am Montag in Berlin. Es lägen bereits viele Anträge auf Entschädigung vor, von denen einzelne schon beschieden worden seien und Opfer oder deren Angehörige bereits Geld erhalten hätten.

Die Summen lägen zwischen 5000 und 10.000 Euro und würden pauschal und unbürokratisch bewilligt. Das Geld stamme aus einem Fonds des Ministeriums für Opfer rechter Gewalt. Darüber hinaus könnte es noch weitere Zahlungen geben.

Der Mordserie der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle NSU waren zwischen 2000 und 2007 neun ausländische Kleinunternehmer sowie eine Polizistin zum Opfer gefallen. Daneben wurden zahlreiche Menschen bei Bombenanschlägen verletzt. (dapd/afp)

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