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Fragestunde in Lübeck: Scholz äußert sich zur Inflation und Lindner-Hochzeit

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Von: Moritz Serif

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Bundeskanzler Scholz hat sich in Lübeck mit Bürgerinnen und Bürgern getroffen. Der Politiker sprach auch über die Inflation, die vielen Menschen Sorgen bereitet.

Lübeck – Bundeskanzler Olaf Scholz stand in Lübeck angesichts der Inflation Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Der SPD-Politiker rechnet noch lange Zeit mit einer hohen Teuerungsrate. „Das wird noch ganz herausfordernd“, sagte Scholz. „Die Preise werden auch nicht schnell wieder sinken, sondern das wird lange ein Problem bleiben, mit dem wir lange zu kämpfen haben“, ergänzte der Kanzler.

Scholz bekräftigte, dass er weitere Schritte nach den ersten beiden Entlastungspaketen im Volumen von rund 30 Milliarden Euro plane.

Scholz will Studierende und Rentner:innen nicht alleine lassen

Dazu gebe es Gespräche innerhalb der konzertierten Aktion mit Arbeitgeberinnen, Arbeitgebern und Gewerkschaften, sagte der Kanzler. Auch andere Gruppen würden künftigen einbezogen. Man denke auch an Studierende sowie Rentnerinnen und Rentner. Es dürfe „niemand alleine gelassen“ werden, betonte Olaf Scholz.

Der Bundeskanzler wurde mit einem breiten Spektrum an Fragen konfrontiert. So wünschten sich die Menschen von Scholz Auskünfte zum Fachkräftemangel bei der Kinderbetreuung, die Unpünktlichkeit der Bahn, bis hin zur Sorge um die Sicherheit der Rente. Konkret Neues konnte der Politiker allerdings nicht vermelden, Scholz versuchte vielmehr, seine bisherige Politik zu erläutern.

Lindner-Hochzeit: Scholz findet, dass man ihnen nicht hereinreden sollte

Die Bürgerinnen und Bürger sprachen auch die Hochzeit von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) auf Sylt an. Kritikerinnen und Kritiker merkten an, dass die Trauung deplatziert gewesen sei. „Das Schönste im Leben ist die Liebe“, sagte Scholz dazu. „Und wenn zwei sich finden und heiraten wollen, sollte man ihnen nicht allzu viel hereinreden. Und ich glaube, das gilt auch in diesen Zeiten“, ergänzte der Kanzler.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei einem Treff mit politikinteressierten Bürgerinnen und Bürgerin in Lübeck.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei einem Treff mit politikinteressierten Bürgerinnen und Bürgerin in Lübeck. © Christian Charisius/dpa/picture alliance

Nur einmal wollte sich Scholz gar nicht äußern: Eine Frau, die angab, Mitarbeiterin der Uniklinik zu sein, die von Scholz‘ Bruder geleitet wird, beschwerte sich, dass dieser die Parkgebühren für die Mitarbeiter erhöht habe. „Na ja, schönen Dank für die Frage“, sagte Scholz darauf. „Jetzt muss ich sie aber ein bisschen enttäuschen.“ Zu den Dingen, die er mit seinen beiden Brüdern verabredet habe, gehöre, dass sie sich zu dem, „was die anderen beruflich so machen, wechselseitig nicht äußern“. (mse/dpa)

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