Bund zahlt für Betreuung

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Guantánamo-Übernahme

Der Bund wird sich an den Kosten für die Aufnahme der Guantánamo-Häftlinge beteiligen, die ab Anfang September nach Deutschland kommen werden. Dies teilte der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) am Mittwoch in Mainz mit. Dies habe Berlin ihm zugesichert. Die Kosten für Unterbringung sowie medizinische und psychologische Betreuung der beiden Männer könnten durchaus erheblich sein, räumte Bruch ein. Dies gelte vor allem, wenn eine langwierige psychologische Betreuung notwendig sei. „Das kostet schon Geld“, sagte Bruch.

Beide Häftlinge, ein 36-jähriger Syrer und ein 34-jähriger Palästinenser, seien acht Jahre in strengster Lagerhaft gewesen und hätten zum Beispiel erst seit 2009 wieder mit Familienangehörigen telefonieren dürfen. Der Minister erwartet, dass die intensive Betreuung ein Jahr oder länger in Anspruch nehmen wird.

Rheinland-Pfalz wird voraussichtlich den Syrer aufnehmen. Der genaue künftige Ort liegt noch nicht fest. Bruch sicherte aber zu, dass die noch auszudeutende Kommune nicht auf den Kosten sitzen bleiben wird. Das Land werde hier einspringen.

Eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch den Syrer erwartet Bruch nicht. „Es ist nur ein Mann, und er wird die Weltrevolution nicht auslösen.“ Und er komme auch nicht mit einem Sturmgewehr in der Hand.

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