Pandemie

Regelung für zwei Bahn-Sitzplätze gestoppt

Das Bundesinnenministerium setzt eine umstrittene Regelung für Bundesbeschäftigte auf Dienstreisen während der Corona-Pandemie aus.

Das Bundesinnenministerium setzt eine umstrittene Regelung aus, dass Bundes-Beschäftigte bei Dienstreisen mit der Bahn zum besseren Corona-Schutz auch zwei Sitzplätze buchen können. Man nehme zur Kenntnis, dass dies in der Öffentlichkeit für Irritationen sorge, sagte ein Sprecher am Freitag in Berlin. Es gebe derzeit in der Bundesregierung Gespräche, wie ganz allgemein mit der Situation auch mit Blick auf den Personenverkehr umzugehen sei. Im Zuge dessen werde die bisherige Regelung „vorläufig außer Kraft gesetzt“.

Das Ministerium verwies auf die Grundregel im Kampf gegen Corona, Abstand zu halten - und dass Infektionsrisiken stiegen, je geringer Abstände seien. Diese Gedanken hätten die Regelung zu zusätzlichen Erstattungsmöglichkeiten geleitet. Der Bund habe als Arbeitgeber reagiert, es gebe keine Privilegien für bestimmte Personengruppen.

Konkret geht es um eine Regelung von Mitte November, wonach für Bahnfahrten bis Ende März 2021 ein zusätzlicher Nachbarsitzplatz gebucht werden kann. Die Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn sehen allerdings vor, dass der Anspruch auf einen bezahlten und reservierten Platz erlischt, wenn er 15 Minuten nach Abfahrt nicht eingenommen wird. Mehrere Bundesministerien hatten mitgeteilt, dass sie für derzeit sehr wenige Dienstreisen nur einen Platz buchen. (dpa)

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