Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hohenschönhausen

Bürgerrechtler besorgt wegen Streit um Knabe

  • Markus Decker
    VonMarkus Decker
    schließen

Führende Vertreter der DDR-Bürgerrechtsbewegung setzen sich kritisch mit den Vorkommnissen um die Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen auseinander.

Mehr als 40 ehemals führende Vertreter der DDR-Bürgerrechtsbewegung – darunter der Liedermacher Wolf Biermann, der letzte Verteidigungs- und der letzte Außenminister der DDR, Rainer Eppelmann und Markus Meckel, sowie die Liedermacherin Bettina Wegner – haben sich in einer Erklärung kritisch mit den Vorkommnissen um die Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und deren ehemaligen Direktor Hubertus Knabe auseinander gesetzt.

Unter der Überschrift „Es reicht!“ heißt es, man sehe „mit Sorge, dass das Anliegen der Aufarbeitung hinter der Debatte um eine Person verschwindet“. Dabei „sollte jeder Ort wichtig sein, der daran erinnert, wohin es führen kann, wenn man leichtfertig Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie zur Disposition stellt“. Im Übrigen hätten nicht nur der bisherige Direktor, sondern alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hohenschönhausen die unbestreitbaren Erfolge der Gedenkstätte erzielt. Weiter heißt es, es würden teilweise „rechtspopulistisch“ argumentiert und der Stalinismus verharmlost. Die Autoren fordern eine zeitliche Befristung der Amtszeit des nächsten Direktors und die Einbindung der Mitarbeiter in dessen Arbeit. Mitarbeiter der Gedenkstätte hatten sich zuvor ebenfalls zu Wort gemeldet und in einer Erklärung hinter den Beschluss des Stiftungsrates gestellt. Knabe war im September wegen„strukturellem Sexismus aus der Führungsetage“ abberufen worden. Die Vorwürfe richteten sich gegen Knabes Stellvertreter Helmuth Frauendorfer, Knabe selbst wird zur Last gelegt, auf Hinweise nicht reagiert zu haben.

Die Auseinandersetzung hat auch Union erfasst. Vertreter des rechten Flügels verteidigen Knabe, Kulturstaatsministerin Monika Grütters und der brandenburgische Landtagsvize Dieter Dombrowski heißen seine Entlassung gut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare