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Bürger halten Hartz IV für zu niedrig

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Hartz IV: Fast drei Viertel der Bundesbürger sind einer Umfrage zufolge der Ansicht, dass der Bedarf eines Kindes genauso hoch oder sogar höher sei als der eines Erwachsenen.
Hartz IV: Fast drei Viertel der Bundesbürger sind einer Umfrage zufolge der Ansicht, dass der Bedarf eines Kindes genauso hoch oder sogar höher sei als der eines Erwachsenen. © ddp

Die große Mehrheit der Bundesbürger hält die derzeit geltenden Hartz-IV-Regelsätze laut einer Umfrage für zu niedrig - insbesondere für Kinder. Nur 30 Prozent halten das Existenzminimum für angemessen.

Berlin. Die große Mehrheit der Bundesbürger hält die derzeit geltenden Hartz-IV-Regelsätze laut einer Umfrage für zu niedrig. 61 Prozent der Befragten sind dieser Meinung, nur 30 Prozent halten die Sätze für Empfänger des Arbeitslosengeldes II für angemessen. Dies ergab eine am Mittwoch vorab veröffentlichte Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin "Stern". Vier Prozent schätzten die Regelsätze als zu hoch ein.

Fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) sind der Ansicht, dass der Bedarf eines Kindes genauso hoch oder sogar höher sei als der eines Erwachsenen. Am kommenden Dienstag wird das Bundesverfassungsgericht darüber befinden. Der Hartz-IV-Regelsatz liegt bei 359 Euro monatlich. Kinder erhalten - gestaffelt nach Alter - weniger.

Aus Sicht der Bundesbürger (90 Prozent) sollten laut der Umfrage zum Existenzminimum, das von Hartz IV abzudecken ist, auch die Kosten für eine Klassenreise gehören. 74 Prozent nannten Sportausrüstung und Vereinsbeiträge für Kinder, 70 Prozent einen monatlichen Familienbesuch in Kino, Zoo oder Museum.

Für 49 Prozent gehören die Ausgaben für Musikinstrumente und -unterricht ebenfalls zum Existenzminimum der Kinder von Hartz-IV-Empfängern. (dpa)

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