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Das Bündnis gegen den Krieg denkt um

Montagsdemos sollen humanitären Aspekt in Irak betonen / Werbung für Kinderarzt-Projekt

Von Stephan Loichinger

Katinka Poensgen sagt, wie es ist: "Die Luft ist raus." Ein paar noch stehen an diesem Montagabend vor der Katharinenkirche, ein paar, die bei den Anti-Kriegsdemonstrationen der zurückliegenden Wochen immer dabei gewesen sind. Einer verkauft noch bunte "Pace"-Fahnen und auf einem Tapeziertisch gestapeltes Informationsmaterial der globalisierungskritischen Organisation Attac. Und sonst: kein Liedermacher, kein Wagen mit Bühne, keine mehrere hundert Menschen, die zu Zeiten des Irak-Kriegs gegen US-amerikanischen Bomben wetterten und der Kälte trotzten.

"Die Luft ist raus", sagt Katinka Poensgen ein weiteres Mal, nach den Gründen des Demonstrantenmangels gefragt. Erstens fielen keine Bomben mehr, "das Konkrete ist vorbei", zweitens hätten die Leute vielleicht resigniert, "weil wir es nicht verhindern haben können".

Deswegen aber will sich das Frankfurter Bündnis gegen den Krieg, zu deren Sprechern Katinka Poensgen gehört und das sich im vorigen Herbst aus Gewerkschaften, Friedensgruppen und Einzelpersonen gegründet hat, nicht auflösen. Es gehe jetzt darum, sagt Poensgen, "mehr als bisher den humanitären Aspekt zu betonen". Das sei sinnvoll.

Also wird das Bündnis gegen den Krieg das Projekt zweier Exil-Iraker unterstützen, die hier wohnen. Der Bockenheimer Kinderarzt Naja Rahman und Barik Schuber von der Entwicklungshilfegesellschaft GTZ in Eschborn wollen helfen, die Lage der Kinder in den zerbombten und geplünderten Städten Iraks zu verbessern. Rahman fährt dieser Tage für die kritische Ärzteorganisation IPPNW nach Irak. Er bringt Medikamente dorthin und, geht es nach dem Willen des Anti-Kriegs-Bündnisses, Informationen und Bilder mit hierher zurück. Von der Montagskundgebung am 26. Mai an soll fortlaufend darüber informiert werden.

Damit, sagt Poensgen, ließen sich Geld und Unterstützung sammeln für das Projekt. Die darbende irakische Bevölkerung habe dann "ein Gesicht" und sei "nicht so anonym". Vielleicht könne man sogar Kinder im Sommer hierher einladen, wie das im Programm Ferien vom Krieg in der Vergangenheit schon geschehen sei.

Am nächsten Montag kommt das Bündnis gegen den Krieg wie gewohnt um 18 Uhr vor der Katharinenkirche zusammen. Der Fokus dann soll sein, für den Protest beim G 8-Gipfel in Evian bei Genf Anfang Juni zu mobilisieren. Attac fährt mit einem Bus dorthin und informiert darüber heute, Dienstag, um 19 Uhr im KOZ auf dem Campus Bockenheim, Jügelstraße 1, und im Internet: www.attac.de/evian.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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