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FR vom 16. Mai 1970

Brutalisierung

Präsident Nixon setzte mit seiner Kambodscha-Entscheidung ein böses Zeichen. Die Brutalisierung der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen schreitet fort. Unser Kommentar.

Aus den USA werden fast jeden Tag Erschießungen von protestierenden Studenten gemeldet. In Berlin geht die sinnlose Gewalt jetzt von der anderen Seite aus.

Nach den Ausschreitungen im Anschluß an die Kambodscha-Demonstration nun die rücksichtslose Gefangenenbefreiung des Frankfurter Kaufhausbrandstifters Baader. Schwer verletztes Hauptopfer ist ein vollkommen unbeteiligter Angestellter. Gewalt trifft Gerechte und Ungerechte, Beteiligte und Unbeteiligte, Schuldige und Unschuldige.

Sie bewirkt stets eine wechselseitige Gewaltsteigerung. Das Mittel der Gewalt überwuchert erfahrungsgemäß immer den Anwendungszweck. Wer das nicht begreift, sollte aufhören, von einer besseren Welt zu reden.

Die Gegner der Amnestie für sogenannte Demonstrationstäter, einer verständnisvollen Behandlung auch der Auswüchse der Protestbewegung und eines liberaleren humanisierten Strafvollzugs sind die eigentlichen Gewinner des Kampfes im Berliner Zentralinstitut für soziale Fragen.

FR vom 16. Mai 1970

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