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In einem Supermarkt in  Jiddah (Saudi-Arabien) wurden dänische Produkte vorläufig aus den Regalen genommen. Der Boykott dänischer Waren griff von Saudi-Arabien auf andere islamische Länder über und bedroht Exportinteressen in Milliardenhöhe.
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In einem Supermarkt in Jiddah (Saudi-Arabien) wurden dänische Produkte vorläufig aus den Regalen genommen. Der Boykott dänischer Waren griff von Saudi-Arabien auf andere islamische Länder über und bedroht Exportinteressen in Milliardenhöhe.

Brüssel ergreift Partei für Dänemark

Streit über Mohammed-Karikaturen eskaliert / Drohungen gegen SkandinavierDer Konflikt zwischen Dänemark und der arabischen Welt wegen der veröffentlichten Karikaturen des Propheten Mohammed spitzt sich zu. Die EU-Kommission stellte sich demonstrativ hinter Dänemark.

Kopenhagen/Brüssel · Militante Al-Aksa-Brigaden in Palästina haben alle Dänen und übrige Skandinavier aufgefordert, das Land innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. Man nehme die Drohungen ernst, teilten die Außenministerien mit, das dänische Rote Kreuz zog seine Mitarbeiter aus Gaza ab. Das dänische Außenamt warnt seine Bürger vor Reisen nach Saudi-Arabien und empfiehlt besondere Vorsicht in Algerien, Ägypten, Jordanien, Libyen, Syrien und Pakistan.

In Gaza versammelten sich nach EU-Angaben bewaffnete, maskierte Männer am Montag vor einem Büro der EU und schossen in die Luft, in palästinensischen Städten wurden dänische Fahnen abgebrannt. In Mekka wurden zwei Mitarbeiter des dänisch-schwedischen Molkereikonzerns Arla überfallen, in Basra in Irak wird untersucht, ob eine nahe einem dänischen Militärkonvoi explodierte Bombe mit den Protesten zu tun hat.

Araber weiten Boykott aus

Der Boykott dänischer Waren griff von Saudi-Arabien auf andere islamische Länder über und bedroht Exportinteressen in Milliardenhöhe. Nach Saudi-Arabien beriefen auch Libyen und Kuwait ihre Botschafter aus Dänemark ab, die Parlamente in Jemen, Bahrain und Syrien verurteilten die in Dänemarks auflagenstärkster Zeitung Jyllands-Posten erschienenen Zeichnungen, die gegen das islamische Verbot verstoßen, Allah oder seinen Propheten abzubilden. Eine Karikatur zeigt Mohammed mit Turban in Gestalt einer Bombe samt brennender Zündschnur, auf einer anderen hat er ein Schwert in der Hand.

Die EU-Kommission stellte sich hinter Dänemark. EU-Handelskommissar Peter Mandelson habe der saudi-arabischen Regierung deutlich gemacht, dass es keinen Unterschied mache, ob "Waren aus Dänemark boykottiert werden oder Waren aus der EU". Falls die saudische Regierung den Boykott unterstütze, drohte Mandelson mit einer Klage vor der Welthandelsorganisation. In den nächsten Tagen will der Brite diese Warnung vor dem Kooperationsrat der Golfstaaten in Oman wiederholen.

Zwar kritisierten einige EU-Kommissare nach EU-Angaben die veröffentlichten Karikaturen. Die Kommission verteidige jedoch die Freiheit der Presse. gam/fed

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