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Kommentar

Die Briten im Boot

Was immer man vom bedingungslosen Engagement der Briten an der Seite der USA in Irak hält, es war allemal falsch zu behaupten, London habe sich damit von der

Von Martin Winter

Was immer man vom bedingungslosen Engagement der Briten an der Seite der USA in Irak hält, es war allemal falsch zu behaupten, London habe sich damit von der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) abgewandt. Gewiss, der innereuropäische Streit um den Krieg hat dem ehrgeizigen Vorhaben nicht gerade genutzt. Doch einen Bruch hat es nie gegeben. Mögen sich die beteiligten Politiker auch zeitweise gram gewesen sein und die eine oder andere persönliche Verletzung noch der Heilung harren, auf der Arbeitsebene wurde, vor allem zwischen Paris und London, unbeirrt weitergeplant.

Das hat eine solide Basis geschaffen, auf der sich nun auch Tony Blair sowie sein Außen- und Verteidigungsminister bewegen können. Natürlich fällt das vorliegende britische Papier unter die Kategorie "inoffiziell". Doch es spiegelt das Denken in der politischen Führung des Landes. Und das richtet sich weiter zu einem erheblicheren Teil, als es zeitweise schien, auf Europa. Eine Befürchtung ist damit aus der Welt: Großbritannien wird die europäische Sicherheitspolitik nicht blockieren. Im Gegenteil, es will konstruktiv mitwirken.

Für die europäische Entwicklung ist das erfreulich, denn ohne die Militärmacht Großbritannien ist auf Dauer keine erfolgreiche ESVP zu machen. London wird sich allerdings in nicht allzu ferner Zukunft von der Idee verabschieden müssen, auf der amerikanischen und auf der europäischen Hochzeit gleichzeitig tanzen zu können. Selbst die moderaten Vorschläge der Briten führen am Ende zu einer europäischen Verteidigung. Eine Entwicklung, die die USA mit aller Macht zu verhindern suchen.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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