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Downing Street lehnte jegliche Stellungnahme auf Anfrage ab.

Brexit

May bittet um Aufschub bis Ende Juni

Die britische Premierministerin informiert EU-Ratspräsident Tusk darüber, dass Großbritannien eine Verlängerung der Brexit-Frist anstrebt.

Die britische Premierministerin Theresa May hat die EU um eine Verschiebung des Brexit bis Ende Juni gebeten. May sagte am Mittwoch im Parlament in London, sie habe EU-Ratspräsident Donald Tusk in einem Brief darüber informiert, dass das Vereinigte Königreich eine Verlängerung der Frist nach Artikel 50 des EU-Vertrages bis zum 30. Juni anstrebe. Die Frist läuft eigentlich am 29. März ab.

„Die Menschen in diesem Land haben fast drei Jahre gewartet. Sie haben es satt, dass das Parlament keine Entscheidung trifft. Und die Premierministerin teilt diese Frustration“, zitierte der britische Nachrichtensender Sky News eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Bei einer längeren Verschiebung müsste Großbritannien an der Europawahl (23. bis 26. Mai) teilnehmen.

Bildungsminister Damian Hinds sagte dem Sender BBC, eine kürzere Verschiebung sei besser als eine längere. Es bestehe immer noch das Risiko eines EU-Austritts ohne Abkommen, warnte der Politiker.

Mit der Entscheidung für eine kurze Verschiebung habe sich May dem Druck ihres Kabinetts gebeugt, schrieb die Zeitung „The Telegraph“.

Über eine Verschiebung des Brexits wird nach Einschätzung des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker erst kurz vor dem Austrittsdatum 29. März entschieden werden. Er rechne nicht mit einer Entscheidung beim EU-Gipfel diese Woche, sagte Juncker im Deutschlandfunk. Denn zunächst müsse May eine Zustimmung ihres Parlaments zum fertigen EU-Austrittsabkommen „im Gepäck haben“.

Die Briten hatten bei einem Referendum vor knapp drei Jahren mit knapper Mehrheit für die Trennung von der EU gestimmt. (dpa/afp)

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