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Ein Screenshot zeigt die peinliche Symbolbild-Panne von Breitbart Network.

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Breitbart macht Podolski zum Flüchtling

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Die rechtsextreme Website "Breitbart" bebildert eine Meldung über spanische Schlepper ausgerechnet mit einem Foto von Lukas Podolski.

Kaum fliegt Steve Bannon aus dem Weißen Haus und ist zurück bei Breitbart. com, brennen bei der rechtsextremen Website die Sicherungen durch. Einen Artikel über eine spanische Schlepperbande bebildern die Macher mit einem Foto von Lukas Podolski.Aufgenommen im Jahr 2014 zeigt es den späteren Weltmeister beim Relaxen auf einem Jetski.

Die Meldung stammt von der Nachrichtenagentur AFP. Der Inhalt: die spanische Polizei habe einen Ring von Schleppern zerschlagen, die Flüchtlinge für ca. 5.000 Euro per Jetski von Marokko nach Spanien gebracht hatten. Die 18 Kilometer lange Überfahrt würden die motorisierten Miniboote in zehn Minuten schaffen, fast täglich wären die Schlepper unterwegs. Drei Schlepper habe die Polizei festgenommen, zwei weitere befänden sich auf der Flucht.

Weil kein Bild von den Menschenschmugglern vorliegt, musste ein anderes herhalten. Also griffen die Macher von Breitbart zu einem drei Jahre alten Foto, das zumindest ein Jetski zeigt, gesteuert von einem Mann, der nordafrikanischer Herkunft sein könnte, und der einen Passagier an Bord hat. Der ist aber kein Flüchtling, sondern eben Podolski. Der mittlerweile für den japanischen Erstligisten Vissel Kobe aktive Fußballspieler grüßt lächelnd in die Kamera. Das Foto stammt auch nicht aus dem Mittelmeer, sondern wurde im Vorfeld zur WM in Brasilien aufgenommen.

Die Website Breitbart verbreitet ein Sammelsurium rechtsextremer und verschwörungstheoretischer Inhalte. Gegründet wurde die Seite 2007 vom Publizisten Andrew Breitbart. Von 2012 bis 2016 stand die Seite unter der Leitung von Steve Bannon, den US-Präsident Donald Trump 2016 als Berater ins Weiße Haus rief.

Am 18. August feuerte Trump Bannon, der umgehend wieder zu Breitbart wechselte. Seine Rückkehr feierte Bannon öffentlich. Er habe die „Finger wieder an den Waffen“ und „ziehe für Trump gegen seine Widersacher in den Krieg“.

Kosmopolit „Poldi“

Weltenbummler Podolski emigrierte nach Jahren beim 1. FC Köln, dem FC Bayern München, Arsenal London, Inter Mailand und Galatasaray Istanbul 2017 nach Japan. Wie auf nahezu all seinen Stationen avancierte „Poldi“ auch bei Vissel Kobe innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsliebling. Der 32 Jahre alte Mittelstürmer, der als Kind mit seinen Eltern einst aus Polen nach Deutschland kam, engagiert sich neben seiner Karriere mit seiner Stiftung unter anderem für die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

[UPDATE: Mittlerweile hat man bei Breitbart die Bilder-Panne bemerkt und das Foto getauscht. Zu sehen ist jetzt der Ausschnitt eines mutmaßlichen Flüchtlingsbootes.]

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