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Rechtspopulist Bolsonaro gegen Linken Lula: Brasilien steht vor richtungsweisender Wahl im Herbst

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Von: Fee Halberstadt

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Jair Bolsonaro ließ sich zur Wiederwahl des Präsidenten in Brasilien nominieren.
Jair Bolsonaro ließ sich zur Wiederwahl des Präsidenten in Brasilien nominieren. © Raul Spinasse/dpa

Zwei Kandidaten für den Posten des Präsidenten in Brasilien sind bekannt. Der Ex-Staatschef Lula und der aktuelle Präsident Bolsonaro sind nominiert.

São Paulo – In Brasilien kommt es zu einem Wahlduell zwischen dem rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro und dem linksgerichteten Ex-Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass die zwei sich gegenüber stehen: Bereits vor vier Jahren war es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Lula und Bolsonaro im Wahlkampf gekommen.

2018 wurde Lula wegen Korruption und Geldwäsche zu einer rund zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Linkspolitiker hatte die Vorwürfe stets bestritten und sprach von politischer Verfolgung. An der Präsidentschaftswahl konnte er nicht teilnehmen. Stattdessen gewann Bolsonaro. 2021 hob der oberste Gerichtshof das Urteil gegen Lula auf.

Lula und Bolsonaro treffen erneut aufeinander: Präsidentschaftswahl in Brasilien

Nun ist es erneut so weit und die beiden Konkurrenten treten gegeneinander an, denn der 67-jährige Bolsonaro wurde am Sonntag (24. Juli/Ortszeit) in Rio de Janeiro von seiner rechten Liberalen Partei als Spitzenkandidat zur Wiederwahl nominiert, wie er im Netzwerk Twitter bestätigte.

Der 76 Jahre alte Lula war bereits am Donnerstag (21. Juli) von der Arbeiterpartei PT zum Spitzenkandidaten für die Präsidentschaftswahl am 2. Oktober gekürt worden. In Umfragen liegt er deutlich vor Bolsonaro.

Kandidaten der Wahl in Brasilien: Kampf um den Posten des Präsidenten – Lula oder Bolsonaro?

Bolsonaro hatte sich erst Ende 2021 der Liberalen Partei angeschlossen, um überhaupt an der Wahl teilnehmen zu können. Es ist die neunte Partei, der Bolsonaro als Politiker beigetreten ist. Als Vize-Präsidentschaftskandidaten nominierte die Liberale Partei den General und ehemaligen Verteidigungsminister Walter Souza Braga Netto. Parteien und Bündnisse haben bis zum 15. August Zeit, ihre Kandidaten beim Obersten Wahlgerichtshof registrieren zu lassen. Ab dem 16. August ist der Wahlkampf offiziell erlaubt.

In einer Rede attackierte Bolsonaro erneut den Obersten Gerichtshof und schürte der aktuelle Präsident Zweifel am elektronischen Wahlsystem in Brasilien. Seine Frau Michelle hielt ebenfalls eine Rede und sollte damit besonders weibliche und christlich-konservative Wähler mobilisieren. (fh/epd)

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