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Sputnik-Impfstoff
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Ampullen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V.

Sputnik V

Brasilien lehnt Sputnik V ab: Russland wehrt sich gegen Bewertung

  • Luisa Weckesser
    VonLuisa Weckesser
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Die brasilianischen Regulierungsbehörden entscheiden sich gegen Sputnik V. Jetzt meldet sich der russische Hersteller zu Wort.

Update vom 29.04.21 17.58 Uhr: Der Entwickler des russischen Impfstoffs Sputnik V hat eine Verleumdungsklage gegen die brasilianische Aufsichtsbehörde Anvisa angekündigt, die die Einfuhr des Vakzins abgelehnt hatte.

Anvisa habe „wissentlich falsche und unzutreffende Informationen“ über den Impfstoff verbreitet, schrieb der russische Hersteller am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Anvisa hatte die Einfuhrverweigerung am Montag mit fehlenden Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit begründet.

In der EU ist Sputnik V noch nicht zugelassen, die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat aber bereits ein sogenanntes rollierendes Verfahren zur Zulassung des Impfstoffs gestartet.

Brasilien lehnt Sputnik V ab: Möglicher Fehler beim Impfstoff gefunden

Erstmeldung vom 29.04.21 14.45 Uhr: Brasília - Ein brasilianischer Gesundheitsregulierungsbeamter hat in einer Kongressanhörung bekanntgegeben, dass die Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch andere Länder nicht bedeute, dass er die brasilianischen Regulierungsanforderungen auch erfülle.

Grund dafür sei zum einen, dass die mit der Prüfung beauftragte Agentur nicht genügend Daten erhalten habe, um den Sputnik V-Impfstoff zuzulassen. Zudem habe jede einzelne Charge des russischen Corona-Impfstoffes, zu dem Daten vorlagen, noch replikationskompetentes Adenovirus enthalten.

Corona-Impfstoff Sputnik V: Replikationskompetentes Adenovirus in Chargen entdeckt

Die Adenovirus-Vektor-Impfstoffe werden hergestellt, indem die meisten Adenovirus-DNA-Informationen aus dem Virus entfernt und stattdessen durch DNA ersetzt werden, um Coronavirus-Antigene herzustellen. Alle Adenovirus-Vektor-Impfstoffe tragen die DNA, um das Coronavirus-Spike-Protein herzustellen. Wichtige Teile des ursprünglichen Genoms werden entfernt, damit sie sich nicht im Körper replizieren können.

Aus diesem Grund kam die Nachricht, dass der Sputnik-Impfstoff replizierendes Adenovirus enthält, für viele überraschend. Große Probleme in der geimpften Bevölkerung sind zwar nicht zu befürchten, aber es bleibt ein unnötiges Risiko.

Corona-Virus

Alle Informationen zu Sars-CoV-2 finden Sie in den Corona-News.

Corona-Impfstoff Sputnik V: Risiko vergrößert

Dieses Risiko vergrößert sich natürlich, wenn ein solcher Impfstoff bei Millionen Menschen (oder mehr) eingesetzt wird. In den Augen der brasilianischen Regierung scheint es sicher, dass einige Menschen durch dieses vermeidbare Problem geschädigt werden könnten. Die Kundgebung in Brasilien stellt nun den gesamten Herstellungs- und Qualitätskontrollprozess der Russen in Frage.

Immer häufiger werden Fälle von gefälschtem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer bekannt. Auch Sputnik V ist betroffen.(Luisa Weckesser)

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