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Wegen seiner Versuche in die Wahlen im nächsten Jahr einzugreifen, laufen gegen Brasiliens Präsident Bolsonaro mehrere Ermittlungsverfahren.
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Wegen seiner Versuche in die Wahlen im nächsten Jahr einzugreifen, laufen gegen Brasiliens Präsident Bolsonaro mehrere Ermittlungsverfahren.

Brasilien

Wahlsieg, Tod oder Gefängnis: Bolsonaro blickt in die Zukunft

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Gegen den ultrarechten brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro laufen mehrere Ermittlungen. Dennoch bereitet der sich auf eine Wiederwahl vor.

Brasília - Es läuft nicht gut für Jair Bolsonaro. Ein knappes Jahr vor den Präsidentschaftswahlen in Brasilien verliert der rechtsextreme Staatschef icht nur weiter an Zustimmung aus der Bevölkerung. Gegen Bolsonaro hat der Oberste Gerichtshof auch mehrere Ermittlungen eingeleitet. Anfang August ordnete Richter Alexandre de Moraes Ermittlungen gegen den Staatschef wegen „Anstiftung zu einem Verbrechen“ und „Verleumdung“ an. Bolsonaro hatte von potenziellem Wahlbetrug bei den anstehenden Wahlen gesprochen und angekündigt, die Wahlen abzusagen, wenn nicht zu seinen Gunsten reformiert würde.

Am Mittwoch war Bolsonaro mit der Forderung gescheitert, de Moraes, der sowohl dem Obersten Gerichtshof als auch dem Obersten Wahlgericht angehört, abzusetzen. Hintergrund sind Vorwürfe des Präsidenten, das seit 1996 genutzte elektronische Wahlsystem in Brasilien sei nicht rechtens. Am Samstag übte er erneut Kritik am Obersten Gerichtshof sowie am Obersten Wahlgericht.

„Ich tue was nötig ist“: Brasiliens Präsident Bolsonaro kündigt Kampf um Präsidentschaft an

In seiner Wiederwahl kommendes Jahr sieht Bolsonaro offenbar eine existentielle Notwendigkeit, um sich vor juristischer Verfolgung zu schützen. „Ich habe für meine Zukunft drei Alternativen“, sagte Bolsonaro am Samstag bei einem Treffen mit evangelikalen Christen im zentralbrasilianischen Goiania. „Ins Gefängnis zu kommen, tot zu sein oder siegreich.“ Eine der Möglichkeiten könne der ultrarechte Ex-Militär direkt ausschließen: „Sie können sich sicher sein, dass die erste Alternative nicht existiert“, fügte der Präsident hinzu. „Ich tue, was nötig ist, und ich schulde niemandem etwas.“ Herausfordern wird Bolsonaro bei der Wahl der brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der für die Arbeiterpartei des Landes antritt.

An Beliebtheit hatte Bolsonaro zuletzt auch wegen seines Umganges mit der Corona-Krise im Land eingebüßt, die er immer wieder herunterspielte. Bei seinem Besuch in Goiania trat er laut Bildern aus Online-Netzwerken erneut ohne Maske vor eine Menschenmenge. Er appellierte an die Evangelikalen, die entscheidenden Anteil an seinem Wahlsieg 2018 hatten, am 7. September an Kundgebungen zu seiner Unterstützung teilzunehmen.

Vor Wahl in Brasilien: Bolsonaro ruft Bürger zum Waffenkauf auf

Vor seiner Reise nach Goiania, der Hauptstadt des Bundesstaates Goiás, hatte Bolsonaro die Brasilianer am Freitag aufgerufen, sich zu bewaffnen. „Alle müssen ein Gewehr kaufen. Ein bewaffnetes Volk wird niemals unterworfen“, sagte er. Zu Einwänden, wegen der Inflation im Land könnten sich viele keine Waffe leisten, sagte Bolsonaro: „Ein Idiot könnte sagen ‚man muss Bohnen kaufen‘. Mein Lieber, wenn Du kein Gewehr kaufen willst, stör nicht diejenigen, die eins kaufen wollen.“ (ska/AFP)

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