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Jair Bolsonaro (rechts) und sein Sohn Flavio (Mitte) werden die neue Partei führen.

Brasilien

Jair Bolsonaro gründet neue Rechtspartei - „Allianz für Brasilien“ setzt auf Gott, Familie und Heimat 

Die „Allianz für Brasilien“ soll vor allem evangelikale Wählerstimmen sichern.

Brasília - Brasiliens rechtsradikaler Präsident Jair Bolsonaro hat eine neue Partei gegründet. Die „Aliança pelo Brasil“ („Allianz für Brasilien“) trete gegen „Kommunismus, Globalismus und jede Ideologie ein, die sich gegen die natürliche Ordnung richtet“, sagte der Staatschef bei der Gründungsfeier am Donnerstag. „Wenn ich das früher getan hätte, hätten wir jetzt 100 Abgeordnete und einen Senator in jedem Bundesstaat.“ 

Die „Allianz für Brasilien“ will nach eigenen Angaben Gott, Familie und die Heimat in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen. Mit der Parteigründung versucht Bolsonaro vor allem, evangelikale Wähler zurückzugewinnen. Die Partei soll künftig von dem Präsidenten und seinem Sohn Flávio Bolsonaro geführt werden.

Bolsonaro wechselt häufig seine politische Heimat

Im Programm der neuen Partei heißt es, dass sie „Gottes Platz im Leben, in der Geschichte und in der Seele des brasilianischen Volkes anerkennt“ und sie sich für das Recht auf Waffenbesitz einsetzt. Zudem lehne die Allianz für Brasilien Sozialismus und Kommunismus ab. Anhänger der neue Partei skandierten bei der Gründungsveranstaltung: „Unsere Fahne wird niemals rot sein.“

Um künftig bei Wahlen antreten zu können, muss die neue Partei nun 500.000 Unterschriften in mindestens neun Bundesstaaten sammeln. Die Listen müssen dann vom Obersten Wahlgericht geprüft und beglaubigt werden. Während seiner Zeit als Abgeordneter wechselte der 64-jährige Bolsonaro häufig seine politische Heimat: Insgesamt saß er für neun verschiedene Parteien im Parlament. (afp/dpa)

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